Connect with us

Hi, what are you looking for?

Immobilien

Spagat zwischen Klimaschutz und Kostenexplosion

Immobilienvielfalt a.B Stuttgart

Neue Wohnungspolitik: Klimaschutz versus Kostenexplosion

Es scheint in der Politik in diesem Jahr neben Corona nur noch ein weiteres Thema zu geben: den Klimaschutz. Keine bürgerliche Partei kommt um eine nachhaltige Positionierung herum. Anfang des Jahres  erreichte die Klimadebatte den Immobiliensektor. Grüne erwogen ernsthaft das Verbot des Eigenheims. Diese Ökoblase ist längst geplatzt. Der politische Wille der Ampel-Koalition, die Treibhausgase im Bausektor zu minimieren, ist größer denn je.

Haushalte stehen bei Treibhausgasen an dritter Stelle Immobilien haben naturgemäß an der Erzeugung umweltschädlicher Treibhausgase einen hohen Anteil. Nach dem Verkehr und der Industrie stehen Haushalte beim Energieverbrauch an der dritten Stelle, bilanzierte das Umweltbundesamt in diesem Jahr.

Energieeffizienz – ein gewaltiger Markt

Eigentümer werden folglich in den nächsten Jahren immens in die Energieeffizienz ihrer Wohnimmobilien investieren müssen. Das ist ein riesiger Markt: Über 19 Millionen Wohnhäuser gibt es hierzulande. Für den Klimaschutz ist es effizienter, erst den vorhandenen Gebäudebestand zu sanieren, als neue Gebäude zu bauen, wie das Umweltbundesamt über nachhaltiges Bauen und Wohnen festhält.

Energievorgaben haben bisher nie dagewesenen Einfluss auf die Preisentwicklung

Ob allen Eigentümern bewusst ist, dass Nachhaltigkeit und Klimaschutz auf die Preisentwicklung von Immobilien einen bisher nie dagewesenen Einfluss haben werden? Neue Investitionen werden die Preise weiter hochtreiben. Es bleibt die alte Regel bestehen: Die heutigen Höchstpreise werden die Durchschnittspreise von morgen sein. Diese Spirale wird sich nun aber durch die geforderten stärkeren Investitionen in den Klimaschutz der Immobilien noch schneller hochdrehen. Wird das Eigenheim so zum unerfüllbaren Traum?

Bezahlbares Wohnen versus neue Investitionen in Klimaschutz

Dabei soll das Bauen und Wohnen der Zukunft bezahlbarer werden, vereinbarten die Koalitionäre. Den gleichen Stellenwert haben in ihrem Koalitionsvertrag aber auch klimaneutrales und nachhaltiges Bauen und Wohnen. Diese konträren Ziele dürften sich gleichzeitig wohl kaum verwirklichen lassen. Die rot-gelb-grüne Baupolitik wird
durch höhere energetische Vorgaben zum neuen Kostentreiber.

Prophezeiungen einer bald platzenden Immobilienblase verstummen

Die immer wieder gerne gestellte Frage, ob die Immobilienpreise noch weiter steigen werden, kann man von daher nur noch rhetorisch verstehen. Selbst die gewohnten Prophezeiungen einer bald platzenden Immobilienblase verstummen. Wenn klimaneutrale Immobilien der Zukunft zwangsläufig teurer werden, hat das weitreichende Folgen: Immer
weniger Bürger werden ihren Traum vom Eigenheim noch realisieren können. Ist das politisch wirklich so gewollt?

Lieferengpässe und Rohstoffmangel werden auch 2022 Kostentreiber bei Immobilien sein

Hat die Ampel-Koalition bereits vergessen, dass in der Corona-Pandemie die Lieferketten nicht mehr funktionieren? Schon der daraus resultierende Mangel an Baustoffen hat eine nie dagewesene Preisexplosion im Bausektor respektive bei Immobilien geführt. Auch im neuen Jahr werden Lieferengpässe und Rohstoffmangel den Immobilienmarkt weiter anheizen. Steigende Lohnkosten bewirken ein Übriges. Diese derzeit unvermeidlichen Preissteigerungen werden durch die ökologischen Zielsetzungen nochmals verstärkt.

Kern des Problems – Mangel an Wohnraum

Immobilienpreise steigen seit 2010, weil es an Wohnraum mangelt. Knappe Güter sind schlicht teurer. Solange der Wohnraummangel weiterbesteht, werden die Preise für Immobilien weiter steigen. Zu wenig Wohnungsbau – das bleibt der „natürliche“ grundsätzliche Beschleuniger der Preisentwicklung bei Immobilien.

Schafft die Ampel-Regierung, woran die Große Koalition scheiterte?
Ob die Ampel-Regierung ihr Ziel, 400.000 neue Wohnungen pro Jahr zu schaffen, tatsächlich erreichen wird, ist mehr als fraglich. Die Vorgänger-Regierung hatte 2018 auch ambitionierte Ziele. Der Berliner Wohngipfel scheiterte: Von den 1,5 Millionen geplanten Wohneinheiten fehlten Anfang dieses Jahres noch 620.000. Ein böses Omen?

Inflation – der wohl beste Tilgungsfaktor für Baukredite

Seit Monaten erleben wir einen ungewohnt hohen Anstieg der Inflation. Ob Baumaterial, Erdgas oder Heizöl, die Preise legen so stark zu, wie seit drei Jahrzehnten nicht mehr. Selbst die Mieten steigen. Die Inflation wird auch die Immobilienpreise erhöhen. Immobilien-Eigentümer müssen sich vor der Entwertung des Geldes nicht fürchten. Immobilien als Kapitalanlage stellen unverändert die wertstabilste Anlageform dar und sind zudem die lukrativste Wertanlage.

Wer Immobilien besitzt, kann sich nicht nur über deren Wertentwicklung freuen. Immobilienkreditnehmer profitieren von einer Inflation. Die hohe Inflationsrate vergünstigt ihnen das Baudarlehen.Der reale Wert der Schulden sinkt. Inflation ist der wohl beste Tilgungsfaktor.

Wer jetzt nicht krisenfest investiert, wann dann?

Wer aber noch keine Immobilie hat, dem werden die Hürden zum Erwerb durch die neuen energetischen Auflagen und fortgesetzte Lieferengpässe immer höher gelegt. Die Inflation wird auch die Investoren der Zukunft treffen. Wenn die Inflationsrate – nach der Korrektur der abgesenkten Mehrwertsteuer Anfang 2021 – im neuen Jahr weiterhin außerordentliche Höhen erreichen wird, werden die Banken ihre Kredite kaum noch so zinsgünstig verkaufen können, sonst zählen sie selbst zu den Inflationsverlierern.

Wer also Angst um sein Gespartes hat, muss jetzt zügig handeln. Investieren Sie in krisenfeste Immobilien. Wenn nicht jetzt, wann sonst? Immobilienbesitzer sind hier schon einen lukrativen Schritt weiter.

Autor: Theodor J. Tantzen

Bildquellen

  • Immo-Stgt-001: © B.Eckert
Anzeige

Umwelt

Audi Pilotprojekt: Physikalisches Recycling macht gemischte Kunststoffabfälle wiederverwertbar Die Vision: hochwertiges Granulat für den Serieneinsatz im Automobilbau schaffen Audi treibt die nachhaltige Produktentwicklung voran...

Allgemein

BARMER als erste große Krankenkasse klimaneutral   Die BARMER verstärkt ihr Engagement beim Klima- und Umweltschutz. Sie ist mit ihren 8,7 Millionen Versicherten die...

Marktplatz Metzingen

Holy AG inkl. Tochtergesellschaft Outletcity Metzingen GmbH gemeinsam Outletcity AG Bislang traten die Holy AG und ihre Tochtergesellschaft Outletcity Metzingen GmbH getrennt voneinander am...

Lifestyle

Nachhaltige Alternativen zu Fleisch aus der Tierhaltung: Menschen in Deutschland kaufen mehr pflanzenbasierte Produkte und sind offen für kultiviertes Fleisch 41% der Menschen in...

Auto & Bike & CO

Mit elektrischer Kraft voraus: Polestar liefert künftig im Gewerbeobjekt der Schwaiger Group aus Vermietungserfolg in neuem Redevelopmentprojekt der Schwaiger Group am Stahlgruberring 53: Die...

Aktuell

Viertägige HOME & GARDEN – vom 18. bis 21. August   „Carl Eugen“ – die HOME & GARDEN schlägt ihre Zelte in der Landeshauptstadt...

Weitere Beiträge

Allgemein

eROCKIT AG: Brandenburger eMobilty-Unternehmen startet erste öffentliche Aktienemission Die eROCKIT AG hat die Geschäftsanteile der eROCKIT Systems GmbH zu 100% übernommen und im Rahmen...

Immobilien

Wie Vermieter passende Mieter für Gewerbe, Gastro und Büro finden Für Vermieter und Vermieterinnen von Immobilien ist die Mietersuche immer ein schmaler Grat. Auf...

Finanzen

Medienpartner der Invest digital 2021, zum Beispiel die ARD, unterstützen das Online-Event am 23. - 24. April 2021 mit abwechslungsreichem Programmangebot.

Unternehmen

Vivino, die erfolgreichste Wein-App und der größte Wein-Marktplatz der Welt, erhält 155 Millionen US-Dollar in Serie D-Finanzierung

Auto & Bike & CO

Max Kruse wird Gesellschafter bei eROCKIT Systems Der internationale Stürmerstar Max Kruse (1. FC Union) hat sich an dem Brandenburger eMobility Startup eROCKIT Systems...

Personal

Konstantin Hähndel verstärkt Investment-Geschäft bei Accumulata Real Estate. Der Kapitalmarktexperte verantwortet die Bereiche Produktentwicklung und Kundenansprache. Er bringt mehr als zehn Jahre Erfahrung in...

Aktuell

Messe Stuttgart folgt damit einer behördlichen Anordnung – neuer Termin am 26. und 27. März 2021

Tipp der Redaktion

Für Anleger und Sparer sind die rekordtiefen Zinsen weiter das zentrale Thema: Anders als in der Vergangenheit ist es derzeit für den Vermögensaufbau und...

Anzeige