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BMW International Open verabschiedet sich mit Spektakel aus Köln

Martin Kaymer spielt lange um den Sieg beim größten Golfturnier auf deutschem Boden mit, am Ende herrscht im Rheinland jedoch ein bisschen Wehmut.

Es gibt im Golf viele Erfolgsgeschichten. Die zwischen der European Tour, der höchsten europäischen Spielklasse der Profis, und den Bayrischen Motoren Werken (BMW) ist seit vielen Jahrzehnten eine ganz Spezielle. Zum 30. Mal haben die Golfprofis, angeführt von der deutschen Nummer Eins Martin Kaymer und dem letztjährigen Masterssieger Sergio Garcia, in den vergangenen vier Tagen zur BMW International Open vor den Toren Kölns abgeschlagen. Bis kurz vor Ende war dabei sogar ein deutscher Sieg möglich. Auch wenn das am Ende nicht ganz klappte, sorgten Kaymer als geteilter Zweiter und Maximilian Kieffer auf dem zwölften Rang für ein hervorragendes Ergebnis und einen würdigen Abschied von Köln.

In den vergangenen Jahren wechselte der Schauplatz der BMW International Open zyklisch zwischen dem Golf Club Gut Lärchenhof bei Köln und der bayrischen Landeshauptstadt, wo in München Eichenried gespielt wird. Doch damit ist jetzt erstmal Schluss. Die rheinische Golfhochburg war zumindest für die nächsten vier Jahre letztmals Gastgeber des größten Golfturniers auf deutschem Boden.

Die Spieler verabschiedeten sich deshalb mit einem lachenden, aber auch einem weinenden Auge aus Köln. Lokalmatador Martin Kaymer wird zukünftig vor allem aus einem Grund die Nähe zu seiner Heimat in Mettmann vermissen. „Du fühlst dich einfach wohl, wenn du im eigenen Bett schlafen kannst und die Sachen aus dem eigenen Kleiderschrank nimmst“, berichtete der zweifache Majorsieger nach seiner Finalrunde.

Die Stimmung, so erfuhr die Business Golfer Redaktion  von Kaymer und einigen seiner deutschen Kollegen, sei in Köln zwar immer gut, in München vielleichtsogar besser. „Es ist dort noch ein bisschen familiärer“, weiß Kaymer aus der Vergangenheit zu berichten. „Außerdem ist die Golferfahrung der Fans dort noch ein wenig größer“. Hinzu kommt natürlich, dass BMW in München zu Hause ist, zum Auftakt der Turnierwoche tragen die Profis traditionell Lederhose.Und es ist der Ort, an dem Martin Kaymer 2008 als bislang erster und einziger deutscher Golfprofi die BMW International Open gewinnen konnte.

Spielerisch fühlten sich die Stars der European Tourauch im Gut Lärchenhof stetssehr wohl. Ein toller Platz, der den Profis vor allem im Jubiläumsjahr mit harten und schnellen Grüns, unangenehm hohem und dichtem Rough sowie teils stark windigen Bedingungen lange alles abverlangte.

Nach niedrigen Scores in den ersten Runden, lagen Martin Kaymer und Maximilian Kieffer vor dem Finale schlaggleich in der Führungsgruppe. Perfekte Aussichten also für einen deutschen Feiertag im Rheinland. Der Däne Thorbjörn Olesen hatte früh die Latte hochgehängt. Mit einer 61er Runde, elf unter Par und neuem Turnierrekord führte er das Feld lange an. Erst der Engländer Matt Wallace vermochte den Skandinavier von der Spitze zu verdrängen.

Martin Kaymer machte schließlich ein Blackout am vorletzten Loch einen Strich durch die greifbare Siegchance. Ein kurzer Chip aufs Grün misslang gründlich, für den Rheinländer trotzdem kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.

„Das Ergebnis gibt Rückenwind für die kommenden Turniere und da stehen wirklich Große an“, gab Kaymer nach insgesamt neun Schlägen unter Par über vier Runden, nur einem Schlag Rückstand auf den siegreichen Wallace und seinem besten Saisonergebnis zu Protokoll. „Ich nehme viel Positives aus den vergangenen Wochen mit. Obwohl ich nicht alles aus mir rausholen musste, hätte ich das Turnier hier fast gewonnen.“ Sagte es und widmete sich den zahlreichen Fans, egal welchen Alters. Ein letztes Mal Autogramm- und Fotowünsche in der Heimat erfüllen. Zukünftig zieht es die deutschen Golffans dafür wieder nach München.

Zur BMW International Open

Seit drei Jahrzehnten begeistert die BMW International Open die Besucher mit Weltklasse-Sport, einer einzigartigen Atmosphäre und einem spannenden Rahmenprogramm. Zur 30. Auflage war einmal mehr ein exzellentes Spielerfeld – mit dem Masters-Champion Sergio García, Shooting-Star Tommy Fleetwood und vielen deutschen Spitzenpros – Golfsport der Extraklasse bieten.

Ab 2019 wird die BMW International Open nur noch in München stattfinden.

(Lars Kretzschmar)


 


 

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