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  • 13.02.2020, 11:56 Uhr
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  • Deutschland
Geldanlage

Investmentfonds – ertragreiche Geldanlage trotz Niedrigzinsen

Von einer Niedrigzinsphase kann man eigentlich nicht mehr sprechen –Sparzinsen nahe der Nullmarke scheinen neue Realität. Die Japaner haben sich seit zwanzig Jahren daran gewöhnen müssen.

 Nun wird es Zeit, dass auch die Sparer in Europa umdenken. Trotz geringer Inflation verlieren Vermögen, die auf Sparbüchern und in Tagesgeld angelegt sind, bei einem Spareckzins von 0,12 % (Stand Ende 2019) real an Wert. Die Anlage in Fonds ist eine sinnvolle Alternative. Die Idee des Gemeinschaftsvermögens ist rund 250 Jahre alt. In Deutschland vertrauen mittlerweile schon fünfzig Millionen Anleger direkt oder indirekt auf Investmentfonds. Richtig gestaltet ist das Risiko begrenzt, sodass sich Fonds auch für Altersvermögen eignen.

Niemals alle Eier in einen Korb legen

Offene Fonds berücksichtigen das Prinzip der Mischung und Streuung von Kapitalanlagen. Während Einzelaktien oder geschlossene Fonds, die beispielsweise in eine Großimmobilie oder ein Schiff investieren, ein nicht zu vernachlässigendes Risiko eines Totalverlustes bergen, ist das bei breit anlegenden Aktienfonds nahezu ausgeschlossen. Hinter Aktien stehen Sachwerte. Dennoch sollte niemand seine gesamte Altersvorsorge in eine risikobehaftete Anlage stecken. Eine gute Faustregel für langfristige Anlageziele lautet: Aktienquote = 100 minus Lebensalter. Ein Fünfzigjähriger kann demnach guten Gewissens die Hälfte seines Geldes in Fonds investieren, ein Siebzigjähriger sollte sich dagegen mit 30 % begnügen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Um in die Fondsanlage einzusteigen, muss man kein Börsenprofi sein. Ein Depotkonto, am besten bei einer günstigen Direktbank, reicht aus. Die Depotführung ist dort oft sogar kostenlos. Entweder kauft der Anleger Fondsanteile direkt über die Bank, oder er bedient sich eines Börsenmaklers (Brokers). Auch hier gibt es online sehr preisgünstige Angebote. Unter den tausenden in Deutschland gehandelten offenen Publikumsfonds gibt es eine riesige Auswahl: Aktien, Rohstoffe oder Rentenpapiere als Anlageobjekte, die ganze Welt, Europa oder Schwellenländer als regionale Auswahl, bestimmte Branchen wie Medizintechnik oder Telekommunikation, dividendenstarke Großunternehmen oder aufstrebender Mittelstand. Wer unsicher ist, sollte es mit einer möglichst breiten Aufstellung wie einem Fonds auf den Aktienindex MSCI World versuchen. Damit sind zwar keine sprunghaften Gewinne zu machen, aber auch das Verlustrisiko ist begrenzt.

Fondsmanager oder Indexfonds

Fonds auf dem MSCI World gehören zur Gruppe der sogenannten Indexfonds. Sie werden auch als ETF (Exchange Traded Funds, börsengehandelte Fonds) bezeichnet. Sie bilden einen Börsenindex einfach nach. Dazu kaufen sie entweder tatsächlich die im Index enthaltenen Werte (physische Indexfonds), oder sie erzielen die Wertentwicklung über sogenannte Derivate (synthetische Indexfonds). Das Portal weltsparen.de rechnet vor, dass ETFs besonders kostengünstig sind. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds muss kein Fondsmanager bezahlt werden. Das macht sich in einer deutlich günstigeren Kostenquote bemerkbar. Interessenten sollten in den Fondsdaten auf die TER (Total Expense Ratio) achten, denn beigünstigen ETFs liegt sie klar unter einem Prozent. Viele Banken verzichten bei ETF zudem ganz oder teilweise auf Ausgabeaufschläge (Agio) für den Fondskauf. Aber lohnt es sich nicht doch, einen Finanzexperten zu bezahlen, der sich um die Geldanlage kümmert? Die Antwort ist in den allermeisten Fällen ein klares Nein. Über zehn Jahre betrachtet, erzielen 99 % der aktiv gemanagten Fonds nach Kosten weniger Erträge als ein passender Vergleichsindex.

(Redaktion)


 


 

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