ZIM Förderung – Programm für mehr Innovation und Wachstum im Mittelstand

Die Ziele des ZIM
Mit dem ZIM sollen Unternehmerinnen und Unternehmer im gesamten Bundesgebiet dabei unterstützt werden, Ideen in ökonomischen Erfolg umzusetzen. Gesamtwirtschaftlich gesehen, geht es darum, die Innovationskraft und die internationale Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland zu steigern. Demzufolge ist ZIM ein wesentliches Instrument, um das Wachstum der Volkswirtschaft und einen hohen Beschäftigungsstand nachhaltig zu sichern.
Die Adressaten des ZIM
Das ZIM ist auf die spezifischen Rahmenbedingungen kleiner und mittelständischer Unternehmen ausgerichtet. Die Fördermittel können grundsätzlich für alle Technologiefelder beantragt werden. Damit zählt der gesamte Mittelstand (Handwerk, Handel, Dienstleistungen und freie Berufe) zur Zielgruppe. Ein ZIM Projekt kann auch von Gründern und Jungunternehmern bzw. Jungunternehmerinnen realisiert werden.
Der Umfang des ZIM
Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) werden pro Jahr mehr als 3.000 neue Projekte gefördert. Die Summe der Fördergelder aus dem ZIM beläuft sich im Jahr 2020 auf mehr als 550 Millionen Euro. Damit übertrifft das ZIM alle bisherigen Programme zur Förderung des Mittelstandes.
Die Struktur eines ZIM Projektes
Die Unternehmen können die Förderung für Einzelprojekte im Bereich der Forschung und Entwicklung beantragen oder als Kooperationsprojekte mit anderen Unternehmen. Betriebe können außerdem gemeinsam mit kooperierenden Forschungsinstituten Zuschüsse für die Projekte erhalten. Dadurch werden auch das Management und die Organisation innovativer Unternehmensnetzwerke gefördert. Darüber hinaus unterstützt das ZIM internationale Partnerschaften.
Die Bedingungen für eine ZIM Förderung
Maßgeblich für eine Bewilligung ist der Nachweis, dass das Projekt einen hohen Innovationsgehalt hat und sich im marktwirtschaftlichen Wettbewerb behaupten kann. Voraussetzung ist außerdem, dass der Unternehmer bzw. die Unternehmerin das Vorhaben mit eigenen Arbeitskräften im Betrieb umsetzt. Dadurch werden die Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte der staatlichen Förderung gesichert.
Integration der Wissenschaft in die ZIM Förderung
Durch die Integration von Forschungseinrichtungen in die ZIM Förderung wird die Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft vorangetrieben. Mittelständische Unternehmen erhalten dadurch einen leichteren Zugriff auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse. Durch diesen Transfer von der Wissenschaft auf den Mittelstand gelingt es, wegweisende Erkenntnisse aus der Forschung in marktfähige Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren umzusetzen.
Wirkung der Netzwerkorientierung und internationalen Ausrichtung
Kleinen und mittlelständischen Unternehmen wird es durch das ZIM erleichtert, internationale Kooperationen einzugehen und sich somit neue Märkte zu erschließen. Zahlreichen Unternehmen ist es gelungen, durch die Teilnahme am Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand den technologischen Standard innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern. Wegen der Netzwerkorientierung gelingt es den teilnehmenden Unternehmen, eine übergreifende technologische Innovation zu entwickeln.
Evaluation des ZIM
Die Auswertung ökonometrischer Daten führte zu der Schätzung, dass die teilnehmenden Betriebe ihre Forschungsintensität auf das Doppelte erhöhen konnten. Auch die Auswirkungen auf die Effizienz der Administration und die Position des Programms innerhalb der öffentlichen Förderlandschaft werden positiv bewertet.
Passgenaue Förderung in verschiedenen Projektformen
Die ZIM Förderung bietet den kleinen und mittelständischen Unternehmen eine passgenaue Förderung. Die folgenden Projektformen können gefördert werden:
– Einzelprojekte
Dies sind Projekte eines einzelnen Betriebs ohne Kooperationspartner zur Forschung und Entwicklung eines innovativen Produkts, Verfahrens oder einer technischen Dienstleistung. Die Bewilligung ist nicht auf bestimmte Technologien oder Branchen beschränkt. Neue Produkte und Verfahren werden zu einer erfolgreichen Innovation, wenn sie sich am Markt behaupten. Maßnahmen, die der wirtschaftlichen Verwertung von Ergebnissen der Forschung und Entwicklung dienen, sind oft mit hohen Kosten verbunden. Daher können bei Einzelprojekten die Unternehmen zusätzliche Leistungen externer Dritter beantragen, um die Finanzierung der Markteinführung zu sichern.
– Kooperationsprojekte
Dies sind Projekte zur Forschung und Entwicklung, die gemeinsam von mindestens zwei Unternehmen bzw. von mindestens einem Unternehmen und einer Forschungseinrichtung durchgeführt werden. Die Kooperation kann auch internationaler Art sein. Ziel der Kooperation ist es, ein innovatives Produkt, Verfahren oder eine technische Dienstleistung zu entwickeln. Grundsätzlich sind sämtliche Technologien und Branchen förderungswürdig. Die Partnerschaft sollte ausgewogen sein, sodass jeder Partner einen Teil der innovativen Leistung erbringt. Wie bei Einzelprojekten ist es auch bei Kooperationsprojekten möglich, ergänzend Leistungen durch externe Dritte zu beantragen.
– Innovationsnetzwerke
Dies sind Projekte aus dem Bereich der Forschung und Entwicklung, die in einem nationalen oder internationalen Netzwerk entwickelt wurden. Ein Innovationsnetzwerk besteht aus mindestens sechs voneinander unabhängigen kleinen oder mittelständischen Unternehmen, die über eine Betriebsstätte oder Niederlassung im Bundesgebiet verfügen. Ein Internationales Innovationsnetzwerk besteht aus mindestens vier solcher Unternehmen sowie mindestens zwei ausländischer mittelständischer Unternehmen und einer Einrichtung mit Sitz im Ausland, die als Kooperationspartner fungiert. Möglich ist die Teilnahme weiterer Einrichtungen, wie zum Beispiel Forschungsinstitute, Hochschulen, große Unternehmen oder Verbände. Gegenstand der Kooperation ist eine von den Partnern geteilte Idee zur Entwicklung und Verwertung eines innovativen Produktes, Verfahrens oder einer Dienstleistung. Dabei gilt keine Begrenzung auf bestimmte Technologiefelder oder Branchen.
– Durchführbarkeitsstudien
Hierbei handelt es sich um Studien zur Vorbereitung eines Forschungs- und Entwicklungsprojektes. Eine solche Studie wird durchgeführt, um bereits im Vorfeld die Realisierbarkeit und die Erfolgsaussichten eines neuen Produktes, Verfahrens oder einer technischer Dienstleistung zu ermitteln und das Marktpotenzial auszuloten. Die Studie kann über einen Zeitraum von bis zu acht Monaten laufen. Innerhalb eines Jahres dürfen maximal zwei Durchführbarkeitsstudien für ein Unternehmen bewilligt werden. Es ist auch möglich, im Anschluss an eine Durchführbarkeitsstudie die ZIM Förderung für ein Einzelprojekt oder Kooperationsprojekt zu beantragen.
– Leistungen zur Markteinführung
Dabei handelt es sich um Leistungen, die im Zusammenhang mit einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt stehen und zur Markteinführung verwendet werden. Beispiele hierfür sind die Beratung zur Qualitätssicherung, Messekosten, die Beratung zum Produktdesign, zur Vermarktung oder zur Erteilung von Güte- und Markenzeichen.
Fazit
Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) zählt zu den zentralen Instrumenten zur Förderung von Innovation und nachhaltigem Wachstum im deutschen Mittelstand. Es zeichnet sich durch eine hohe Integrationskraft und eine zielgerichtete Förderung aus. Kleine und mittlere Unternehmen werden dabei unterstützt, wegweisende Ideen und anwendungsnahes Wissen in marktfähige Produkte umzusetzen. Mit diesem Programm erreicht das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, dass der Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft gelingt. Mittelständische Unternehmen, Kleinunternehmen, Gründerinnen und Gründer haben durch das ZIM erleichterten Zugang zur Förderung anspruchsvoller Projekte. Dadurch gelingt es ihnen, sich mit neuen Produkten, technischen Dienstleistungen oder zukunftsorientierten Verfahren am Markt zu behaupten. Nationale und internationale Unternehmensnetzwerke können leichter gebildet und effektiv organisiert werden. Durch die ZIM Förderung wird die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer Betriebe langfristig gestärkt. Dadurch wird der Mittelstand unterstützt, kann auch in Zukunft zum volkswirtschaftlichen Wachstum beitragen und Potenziale der Wertschöpfung erschließen.
- Titelbild: Image by Free-Photos from Pixabay
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