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business-on.de Redaktion
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19. November 2025

Expertentalk mit Farina Spieß: „Stella AI verändert nicht nur den Handel – sie verändert, wie wir Menschen sehen“

Farina Spieß hat in ihrer Karriere vieles aufgebaut, aber eines zieht sich durch alles, was sie tut: Sie denkt Schönheit, Identität und Technologie neu. Mit Stella AI bringt die Gründerin der Lookademy eine Technologie in den Markt, die Beauty-Brands präzise Beratung und echte Nähe zu ihren Kundinnen ermöglicht. Im Gespräch erklärt sie, warum Personalisierung beim Menschen beginnt, wie Selfie-Analysen Orientierung schaffen und weshalb die Zukunft des Beautyhandels von Marken gestaltet wird, die Identität ernst nehmen.

Business-On: Frau Spieß, Sie arbeiten seit vielen Jahren im Beautybereich und haben mit der Lookademy eine völlig neue Tiefe in Farb- und Typberatung gebracht. Mit Stella AI gehen Sie jetzt in die Technologie. Was war der entscheidende Moment, der Sie dazu gebracht hat, diese Innovation zu entwickeln?

Farina Spieß: Die Branche hatte lange ein Grundproblem: Marken entwickeln Produkte, ohne genau zu wissen, wie die Menschen aussehen, die sie erreichen möchten. Das Ergebnis sind Fehlkäufe, Überangebot und Unsicherheit. Ich komme aus einer Welt, in der individuelle Beratung der Schlüssel ist. In der Lookademy sehen wir jeden Tag, wie viel Klarheit entsteht, wenn ein Mensch seine Farben, seine Merkmale und seine Wirkung wirklich versteht.

Mir wurde klar, dass dieser Zugang auch im digitalen Handel möglich sein muss und zwar nicht oberflächlich, sondern tief und präzise. Nicht durch Vermutungen, sondern durch echte Analyse. Genau an diesem Punkt entstand Stella AI. Eine Technologie, die Menschen nicht auf Trends reduziert, sondern sie erkennt.

Business-On: Viele sprechen von Personalisierung im E-Commerce. Sie sprechen von Hyperpersonalisierung. Wo liegt der Unterschied?

Farina Spieß: Das meiste, was heute als Personalisierung bezeichnet wird, basiert auf Verhalten: Was schaut jemand an, was klickt er an, was haben ähnliche Nutzer gekauft. Das sagt nichts über den Menschen aus.

Hyperpersonalisierung beginnt mit der Person selbst, nicht mit ihrem Konsumverhalten. Stella AI arbeitet mit einem Selfie, analysiert Farbtypen, Hautton, individuelle Merkmale und zeigt einer Kundin: So siehst du aus, das passt zu dir, das unterstützt deine Ausstrahlung.

Das ist ein vollkommen anderes Level. Es ist präzise, es ist menschlich und es bringt dem Menschen etwas über sich selbst bei. Genau dieser Moment des Wiedererkennens schafft Verbindung und Marken werden dadurch relevanter als jemals zuvor.

Business-On: Wie verändert Stella AI konkret den Alltag einer Beauty-Brand?

Farina Spieß: Stella AI bringt drei Dinge in einen Onlineshop: Klarheit, Beratung und Relevanz.

Erstens: Analyse durch StellaMatch
Eine Kundin lädt ein Selfie hoch und erhält innerhalb weniger Sekunden ihren persönlichen Farbtyp und eine kuratierte Produktauswahl. Keine Unsicherheit, kein Rätselraten.

Zweitens: Beratung durch StellaAssist
Der digitale Beauty Advisor beantwortet Fragen, wie es sonst ein Mensch tun würde. Die Beratung ist markenspezifisch, kompetent und fühlt sich nahbar an.

Drittens: Insights durch StellaInsights
Marken erfahren zum ersten Mal, welche Farbtypen tatsächlich in ihrer Zielgruppe vorkommen. Das ist wertvoller als jede Trendanalyse, weil es echte Menschen widerspiegelt.

Diese Kombination schafft etwas, das bisher im digitalen Handel gefehlt hat: ein Beratungserlebnis, das wirkt.

Business-On: Stella AI gilt als Pionier in diesem Bereich. Worin liegt die eigentliche Innovation?

Farina Spieß: Die Innovation liegt weniger in der Technologie an sich, sondern in der Art, wie sie genutzt wird. Wir haben die KI mit meiner eigenen Farb- und Stilmethodik trainiert, die wiederum auf über zehn Jahren Erfahrung beruht. Wir verbinden Wissen aus dem Handwerk, psychologische Muster und technologische Präzision.

Stella AI erkennt nicht nur Hauttöne, sondern harmonische Farbräume, Wirkung, Stilrichtungen. Sie sieht die Person, nicht das Produkt. Das ist der Unterschied.

Viele Systeme im Beautybereich liefern Produktvorschläge. Stella liefert Identität.

Business-On: Beauty-Brands stehen heute unter Druck: Overchoice, starke Konkurrenz, hohe Kundenerwartungen. Wie hilft Stella AI dabei, sich klarer zu positionieren?

Farina Spieß: Indem sie das schafft, was viele Marken heute wieder brauchen: Relevanz. Eine Marke, die einer Kundin ein Produkt zeigt, das ihr wirklich steht, hat eine andere Bedeutung. Die Beziehung wird tiefer und persönlicher.

Wenn eine Kundin durch Stella zum ersten Mal einen Lippenstift findet, der perfekt zu ihr passt, entsteht ein echtes Wow-Erlebnis. Ab diesem Moment vertraut sie der Marke. Sie fühlt sich verstanden. Und dieses Gefühl kann man nicht nachbauen, nicht faken und nicht ersetzen.

Marken, die das begreifen, differenzieren sich nicht über Preise, Sortimente oder Trends, sondern über etwas, das nachhaltiger ist: echte Beziehung.

Business-On: Sie haben früh erkannt, dass die Branche auf veraltetem Wissen basiert. Wie war es, mit dieser Vision gegen bestehende Systeme anzutreten?

Farina Spieß: Es war ein langer Weg. Als ich vor Jahren mit meiner Farb- und Stilmethode an Boutiquen, Friseure oder Brands herangetreten bin, war da viel Skepsis. Viele haben gesagt, das brauche niemand oder es funktioniere nicht. Die Branche hat jahrelang mit Schubladensystemen gearbeitet, die viel zu grob waren.

Aber ich wusste, was die Methode bewirken kann, weil ich es im direkten Kontakt gesehen habe. Also bin ich drangeblieben. Und heute bin ich froh darüber, denn genau diese Methoden sind der Grund, warum Stella AI funktioniert. Sie basiert nicht auf Trends, sondern weil sie sich an echten Menschen orientiert.

Business-On: Was können Beauty-Brands aus Ihrer Sicht aus Stella AI lernen?

Farina Spieß: Beauty-Brands müssen verstehen, dass echte Beratung kein Zusatzangebot ist, sondern der Kern moderner Markenführung. Kundinnen wollen nicht einfach nur Produkte, sie wollen Orientierung. Und Technologie überzeugt nur dann, wenn sie die individuelle Identität eines Menschen sichtbar macht. Die Zukunft gehört Marken, die Menschen verstehen, nicht Trends.

Business-On: Was wünschen Sie sich für die Beauty-Branche der Zukunft?

Farina Spieß: Ich wünsche mir eine Branche, die Menschen nicht formt, sondern ihnen zeigt, wer sie bereits sind. Eine Branche, die den Mut hat, veraltete Modelle loszulassen und echte Innovation zuzulassen. Technologie muss Orientierung schaffen und Menschen stärken. Genau das ist der Anspruch von Stella.

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