News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
13. März 2020

Kredit und Darlehen – wo liegt der Unterschied?

Darlehen oder Kredit – worin besteht überhaupt der Unterschied zwischen beiden Arten der Geldbeschaffung? Fest steht: Im allgemeinen Sprachgebrauch kann man beide Begriffe durchaus als Synonyme bezeichnen. Wer Darlehen meint, sagt auch gerne Kredit, und wer Kredit sagt und Darlehen meint, wird von seinem Gegenüber auch verstanden. Der Kredit gilt als Oberbegriff für die Geldleihe, also die Beschaffung von Fremdkapital. Beim Darlehen spricht man ebenfalls von einer Geldanleihe – die sich allerdings in einem höheren Geldrahmen bewegt und mit längeren Laufzeiten verbunden ist.

Ein Kredit ist eher kurzfristig ausgelegt

Zum Verständnis trägt folgende Erklärung bei. Einen Kredit nimmt man bei seiner Bank auf, wenn für eine kurzfristig nötige Anschaffung wie eine neue Waschmaschine Geld benötigt wird. Egal ob Sparkasse oder Volksbank, Direktbank oder die Filiale am Ort, jede wird ihren Kunden passende Angebote unterbreiten. Wobei Direktbanken oftmals die etwas besseren Offerten im Köcher haben, weil sie ohne teure Filialnetze auskommen und ihre Dienstleistung lediglich online oder via Callcenter anbieten.

Das Darlehen, also auch das beamtendarlehen.de kommt dann zum Einsatz, wenn es um Leihsummen geht, um etwa eine eigene Immobilie – sei es ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung – zu erwerben. Auch bei den Baudarlehen gibt es unterschiedliche Modelle, die wir nachfolgend vorstellen wollen. Dabei ist das Annuitätendarlehen die wohl am meisten getätigte Geldleihe. Ein großer Vorteil dabei: Der monatlich abzutragende Betrag, der sich aus Zahlung der Zinsen sowie aus der Tilgung zusammensetzt, bleibt konstant gleich. Das bedeutet Planungssicherheit über mehrere Jahre. Dadurch dass die Tilgung direkt mit der Restschuld verrechnet wird, sinkt in der Folgezeit der Zinsanteil, der Tilgungsanteil hingegen steigt. Allerdings kann man bei Abschluss eines Annuitätendarlehens nicht auf mögliche fallende Zinssätze reagieren. Gleiches gilt auch für das Tilgungsdarlehen. Von fallenden Zinssätzen kann man nicht profitieren. Desweiteren gibt es noch das so genannte endfällige Darlehen und das Forward-Darlehen.

Das Beamtendarlehen bietet Topkonditionen

Warum ist aber das Beamtendarlehen in vielen Fällen die beste und günstigste Art, sich Geld auszuleihen? Warum erhält diese Berufsgruppe Topkonditionen von den Banken? Nun, Beamte, egal ob bei Städten und Kommunen, den Ländern oder beim Bund beschäftigt, sind ja in der Regel unkündbar. Sie haben also einen äußerst sicheren Arbeitsplatz und somit auch ein regelmäßiges Einkommen. Diese Eigenschaften sichert den Banken ein geringes Ausfallrisiko zu. Das bedeutet, bei Abschluss eines Darlehens können die Banken davon ausgehen, dass der gewährte Kredit regelmäßig bedient wird beziehungsweise ein Darlehen pünktlich abbezahlt wird.

Zu den klassischen Berufsgruppen, die ein Beamtendarlehen in Anspruch nehmen können, gehören etwa Richter und Justizbeamte, Polizei und Feuerwehr sowie Lehrer und Berufssoldaten. Aber es sind eben nicht nur die klassischen Beamten, die einen solchen Kredit – der sich durch höhere Summen und längere Laufzeiten bei niedrigeren Zinsen auszeichnet – in Anspruch nehmen können. Viele Geldinstitute lassen auch Angestellte des öffentlichen Dienstes von Beamtendarlehen profitieren. Zum Beispiel Mitarbeiter von Krankenhäusern und Wohnungsbaugesellschaften, den Öffentlich-Rechtlichen Medienanstalten wie auch den Kirchen. Allerdings. Man sollte explizit bei seiner Hausbank nach einem solchen Kredit fragen. Andernfalls bekommt man die schlechteren Konditionen für Otto Normalverbraucher angeboten.

Teilen:
Weitere Artikel
Mehr Umsatz in der Gastronomie: Der neue Hebel liegt im System
Business
Mehr Umsatz in der Gastronomie: Der neue Hebel liegt im System

Wer den Umsatz in der Gastronomie steigern will, denkt oft zuerst an mehr Gäste. Doch die größeren Hebel liegen häufig in Bonwert, Abläufen, Zusatzangeboten und Daten. Die Branche arbeitet 2026 in einem engen Korridor aus preissensiblen Gästen, höheren Löhnen und einer neuen steuerlichen Entlastung. Der reale Gastgewerbeumsatz sank 2025 um 2,1 Prozent, nominal stieg er um 1,4 Prozent. Seit 1. Januar 2026 gilt für Speisen in der Gastronomie wieder der ermäßigte Umsatzsteuersatz von sieben Prozent. Zugleich stieg der gesetzliche Mindestlohn im Januar 2026 auf 13,90 Euro. Mehr Ertrag entsteht nur, wenn Preise, Wareneinsatz und Abläufe zusammenpassen. Auslastung ist gut, Bonwert ist besser Viele Betriebe schauen zuerst auf volle Tische. Wirtschaftlich spannender ist oft, was pro Bestellung passiert. Ein kleiner Snack zur Hauptzeit, ein clever kalkuliertes Dessert, ein stimmiges Getränkepairing oder ein Mittagsmenü mit klarer Preisspanne erhöhen den Betrag pro Bestellung. Digitale Kassendaten zeigen, welche Gerichte häufig gewählt werden, welche Marge bringen und welche Kombinationen funktionieren. Daraus entsteht eine Speisekarte mit weniger Zufall und einer klareren Ertragslogik.

3 Min. LesezeitLesen
Abfindung sinnvoll investieren: Wie Führungskräfte mit Photovoltaik-Direktinvestments und IAB ihre Steuerlast planen können
Finanzen
Abfindung sinnvoll investieren: Wie Führungskräfte mit Photovoltaik-Direktinvestments und IAB ihre Steuerlast planen können

Eine hohe Abfindung kann Führungskräften finanziellen Spielraum eröffnen, erhöht im Auszahlungsjahr aber oft die steuerliche Belastung. Wer die Einmalzahlung strategisch einsetzen möchte, kann PV-Direktinvestments als unternehmerische Anlageform prüfen. Besonders laufende Bestandsanlagen sind interessant, weil Ertragsdaten, Einspeisevergütung und technische Kennzahlen bereits vorliegen. Steuerlich rückt dabei der Investitionsabzugsbetrag in den Fokus, der die Bemessungsgrundlage unter bestimmten Voraussetzungen senken kann. In diesem Beitrag wird erklärt, wie PV-Direktinvestments funktionieren und wie der IAB anhand eines Rechenbeispiels wirken kann. Warum Abfindungen steuerlich anspruchsvoll sind

5 Min. LesezeitLesen
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen
Wirtschaft
Sanierungsstau in der WEG: Wenn kleine Bauteile plötzlich große Kosten verursachen

Bei Eigentumswohnungen wird beim Kauf oft zuerst auf Lage, Grundriss, Kaufpreis und monatliches Hausgeld geschaut. Das ist verständlich, reicht aber nicht aus. In einer Wohnungseigentümergemeinschaft können Kosten entstehen, die nicht direkt in der eigenen Wohnung sichtbar sind. Ein undichtes Dach, alte Leitungen, eine marode Fassade oder verschlissene Fenster betreffen schnell die ganze Gemeinschaft. Wer diese Punkte zu spät erkennt, erlebt Sanierungsstau nicht als abstraktes Immobilienthema, sondern als konkrete Rechnung. Warum Sanierungsstau in WEGs oft unterschätzt wird Sanierungsstau entsteht selten über Nacht. Meist werden kleine Mängel jahrelang vertagt, weil die Rücklage knapp ist, die Eigentümer sich nicht einigen oder größere Maßnahmen unangenehm teuer wirken. Irgendwann wird aus dem kleinen Problem ein Beschluss mit fünfstelligen Kosten. Für Selbstnutzer ist das ärgerlich, für Kapitalanleger kann es die Rendite deutlich verändern.

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite
Kredit und Darlehen – wo liegt der Unterschied? | business-on.de