Früher war die Sache klar: Wer ein Unternehmen gründete, brauchte einen Schlüssel, eine Kaffeemaschine und einen Schreibtisch in einem festen Gebäude. Ein Büro war nicht nur ein Arbeitsplatz, sondern der physische Beweis für die Existenz einer Firma. Doch die Welt hat sich gedreht. In einer Zeit, in der Geschäftsmodelle in der Cloud entstehen und Teams über Kontinente hinweg zusammenarbeiten, wirkt der starre Mietvertrag für 50 Quadratmeter Beton oft wie ein Anker aus einer vergangenen Epoche.
Besonders in einer Metropole wie Berlin ist der Raum knapp und teuer geworden. Gründer stehen heute vor einem Paradoxon: Sie benötigen die Seriosität und die rechtliche Sicherheit eines festen Standortes, wollen aber gleichzeitig die Freiheit behalten, von überall aus zu agieren. Das Home-Office ist zwar bequem, stößt aber spätestens beim Datenschutz oder der Professionalität im Impressum an seine Grenzen.
Hier tritt MANA auf den Plan. Das Unternehmen versteht sich nicht als klassischer Vermieter, sondern als Enabler für eine neue Generation von Unternehmern. Es geht um die Verbindung von digitaler Flexibilität und physischer Repräsentanz.
In diesem Wandel stellen sich viele Fragen:
- Wie viel „echtes“ Büro braucht eine Firma im Jahr 2026 noch?
- Wie schützt man seine Privatsphäre, ohne an Glaubwürdigkeit zu verlieren?
- Und wie lässt sich Bürokratie so digitalisieren, dass sie den Geschäftsalltag nicht mehr bremst?
Unsere Redaktion hat bei MANA nachgefragt, um zu verstehen, wie das Konzept des virtuellen Firmensitzes die Gründerszene in der Hauptstadt nachhaltig verändert.
Der Bruch mit alten Traditionen
business-on.de:
Berlin ist bekannt für seine Coworking-Kultur und klassischen Business Center. Wenn man die Branche betrachtet, stellt sich die Frage: Warum braucht die Hauptstadt genau jetzt ein Modell wie MANA? Wo haben etablierte Vermieter den Anschluss an die Bedürfnisse moderner Gründer verloren, und welche spezifische Marktlücke füllt MANA in dieser dynamischen, aber oft überlaufenen Stadt aus?
Geschäftsführung von MANA:
Berlin steht für Coworking, doch die Arbeitswelt hat sich grundlegend gewandelt. Viele etablierte Modelle basieren noch auf strikter Ortsgebundenheit. Die Realität heute ist jedoch remote: Gründer und Teams arbeiten verteilt, benötigen aber dennoch Seriosität, Rechtssicherheit und eine professionelle Basis. Klassische Business Center sind oft zu starr, zu teuer oder zu anonym. MANA schließt diese Lücke. Wir verbinden digitale Flexibilität mit physischer Präsenz. Unser Virtual-Office-Angebot ist der niedrigschwellige Einstieg: Kunden erhalten eine seriöse Adresse und einen digitalen Postservice, der wie ein festes Teammitglied im Hintergrund agiert. Sie bleiben operativ frei, haben aber mit Berlin einen glaubwürdigen Ankerpunkt. Anders als bei anonymen Großanbietern setzen wir dabei auf persönliche Betreuung – ein Faktor, den gerade Gründer, die schlechte Erfahrungen mit „Massenabfertigung“ gemacht haben, sehr schätzen.
Seriosität trifft auf Regulatorik
business-on.de:
Viele Unternehmer assoziieren ein virtuelles Büro immer noch mit rechtlichen Grauzonen oder Briefkastenfirmen. Wie schafft es MANA, dieses Klischee zu entkräften und gleichzeitig sicherzustellen, dass jeder Standort absolut finanzamtkonform und ladungsfähig ist? Welche Rolle spielt dabei die Bereitstellung echter physischer Infrastruktur vor Ort, um den strengen Anforderungen der deutschen Behörden und Gewerbeämter gerecht zu werden?
Geschäftsführung von MANA:
Dieses Klischee ist veraltet. Ein Virtual Office ist heute ein etabliertes Modell, solange es wie bei uns regulatorisch sauber umgesetzt wird. Wir halten uns strikt an das Geldwäschegesetz und identifizieren jeden Kunden transparent. Auch Finanzämter akzeptieren das Konzept mittlerweile als gängige Praxis für Unternehmer, die ihre Privatadresse schützen wollen. Der entscheidende Unterschied zur „Briefkastenfirma“ ist unsere reale Infrastruktur. MANA bietet echte Büroflächen, Arbeitsplätze und festes Personal vor Ort. Post wird physisch entgegengenommen und bearbeitet. Das ist die Basis für eine ladungsfähige Anschrift. Wichtig ist dabei die Transparenz: Unsere Kunden nutzen MANA nicht zur Steuerumgehung, sondern für professionelle Prozesse und Privatsphäre. Durch diese Kombination aus echter Substanz und sauberen Prozessen arbeiten wir vollständig rechtssicher.
Die digitale Identität im Netz
business-on.de:
Ein Blick auf we-are-mana.com zeigt eine sehr moderne, fast schon minimalistische Ästhetik. Wie wichtig ist dieser Faktor der „digitalen Reputation“ heute für einen Unternehmer? Kann eine erstklassige Adresse in einem Berliner Vorzeigekiez in Kombination mit einem digitalen Service wirklich den gleichen psychologischen Effekt bei Kunden und Partnern erzielen wie ein eigenes, fest gemietetes Büro?
Geschäftsführung von MANA:
Digitale Reputation ist heute die Währung für Vertrauen, besonders in der Startphase. Eine repräsentative Adresse signalisiert Kunden und Investoren sofort: „Hier wird professionell gearbeitet“, und löst das Unternehmen vom klassischen „Side-Hustle“-Image. Dieser Effekt ist oft genauso stark wie ein festes Büro, aber deutlich kapitalschonender. Dennoch bleibt der physische Raum wichtig. Deshalb können unsere Kunden jederzeit Meetingräume buchen, um Pitches oder Workshops in hochwertigem Ambiente durchzuführen. Die Mischung macht es: Eine starke digitale Präsenz nach außen und die Möglichkeit, bei Bedarf vor Ort professionell aufzutreten. Das ist für modernes Wachstum effizienter als hohe Fixkosten für ungenutzte Quadratmeter.
Vielfalt hinter der virtuellen Fassade
business-on.de:
Wer genau nutzt das Angebot von MANA eigentlich am intensivsten? Ist es der typische Tech-Gründer aus Berlin-Mitte, der ohnehin nur ein Laptop braucht, oder sehen wir hier eine Bewegung, die auch den klassischen Mittelständler oder internationale Firmen erreicht? Wie gelingt es, die unterschiedlichen Erwartungen dieser Zielgruppen an Diskretion, Postbearbeitung und Erreichbarkeit unter einem digitalen Dach zu vereinen?
Geschäftsführung von MANA:
Unsere Kundschaft ist diverser als vermutet. Natürlich gehören Tech-Startups dazu, aber wir sehen eine starke Bewegung aus dem Mittelstand. Etablierte Unternehmen verkleinern Flächen und lagern die Postlogistik an uns aus. Wir fungieren hier als externe Infrastruktur, die eingehende Post digitalisiert und DSGVO-konform bereitstellt. Zudem nutzen viele internationale Firmen aus Europa MANA als risikoarmen Einstieg in den deutschen Markt. Was alle eint, ist der Wunsch nach Flexibilität: Rund 99 Prozent unserer Kunden bevorzugen den rein digitalen Zugriff auf ihre Dokumente. Ob Startup oder Mittelstand wir vereinen diese Gruppen durch verlässliche Prozesse, Diskretion und persönliche Ansprechpartner, die individuelle Lösungen möglich machen.
Ein Blick in die Zukunft des Arbeitens
business-on.de:
Wenn wir fünf Jahre in die Zukunft schauen: Wird das Konzept des „festen Büros“ für Dienstleistungsunternehmen dann endgültig zum Nischenprodukt? Wie plant MANA, seine Plattform weiterzuentwickeln, um nicht nur eine Adresse, sondern vielleicht ein ganzes Ökosystem für ortsunabhängiges Unternehmertum zu bieten, und welche Rolle spielt dabei die stetig wachsende Akzeptanz von Remote Work in Deutschland?
Geschäftsführung von MANA:
Das Büro stirbt nicht, es verändert sich zum Begegnungsort. Hybride Modelle sind die Zukunft: Man arbeitet remote, trifft sich aber gezielt für Austausch und Workshops. Darauf richten wir uns aus , MANA wird zunehmend ein Hub, der digitale Services mit physischen Begegnungsflächen verbindet. Wir entwickeln uns vom reinen Adressgeber zu einem operativen Ökosystem. Wir wollen administrative Schmerzpunkte wie Dokumentenmanagement oder Buchhaltungsvorbereitung so automatisieren, dass sie für Gründer im Hintergrund laufen. Langfristig planen wir die Expansion in Städte wie Frankfurt, Hamburg oder Köln, um Unternehmern deutschlandweit eine Infrastruktur zu bieten, die mit ihrer flexiblen Arbeitsrealität mitwächst.
Quelle: Foto von Mana











































































































