Die Uhr läuft: ab dem 14. Februar 2013 serviert die Fastfood Kette McDonald’s neben den gewohnten Pommes, Burgern und Milchshakes auch Currywurst. Dabei handelt es sich nicht um irgendeine Currywurst, nein die Würste stammen aus der Fabrik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Der ist nämlich nicht nur im Sport eine große Nummer, sondern auch in der Wurstproduktion.
In zwei Varianten – mild und scharf – sollen die Würstchen auf dem Teller landen, der einfache Preis wird nach aktuellen Informationen bei 2,99 Euro pro Portion liegen. Auch eine Menukombination mit Pommes und Mayo soll es geben, hier werden dann 4,99 fällig.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Bayern-Chef und McDonald’s ist nicht neu. Bereits 2010 hat es gut geklappt, damals wurde der „Nürn Burger “ ins Rennen geschickt. Drei Nürnberger Rostbratwürstchen aus der Wurstfabrik des Bayern-Präsidenten, die mit Senfsauce und Röstzwiebeln in einem Burgerbrötchen angerichtet waren – das war das erfolgreiche Rezept des neuen Angebots, das von Hoeneß selbst in verschiedenen Videos beworben wurde. Bei den Kunden ist der Nürnburger gut angekommen, erst im Dezember letzten Jahres war er anlässlich des „Hüttenzaubers“ für ein paar Wochen im Angebot.
2013 soll mit der Currywurst die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen weitergeführt werden. Der Artikel wird ab dann deutschlandweit in allen McDonald’s Filialen angeboten, soll aber vorerst nur sechs Wochen lang im Sortiment bleiben. Weitere Nachrichten und Kommentare soll es auf der für Donnerstag anberaumten Pressekonferenz geben. Als Werbepartner für seine Kreation konnte McDonald’s diesmal den Comedian Mario Barth gewinnen, der die McCurrywurst ab dem 07.02.2013 entsprechend präsentieren wird.
Etwa hundert neue Kreationen werden in der Versuchsküche von McDonald’s in München jährlich entwickelt, nur etwa 20 % davon werden dann tatsächlich auf der Speisekarte erscheinen. Uli Hoeneß Currywurst hat den Testlauf bereits bestanden und steht nun in den Startlöchern, um ab nächster Woche McDonald’s- und Bayernfans gleichermaßen zu begeistern. Ob mit diesem Coup weitere Umsatzrückgänge aufgefangen werden können, bleibt abzuwarten. Erstmals seit 2003 musste das Unternehmen im letzten Quartal einen Rückgang von 1,8 % hinnehmen. Die Kombination von medienwirksamen Werbepartnern und einem Bezug zur regionalen Küche wird hoffentlich auch diesmal den gewünschten Erfolg zeigen.
Ansonsten setzt McDonald’s auf weitere Innovationen, neue Artikel und günstige Preise, um mehr Aufschwung zu erhalten und weiter die Nase vorn zu haben. In Zeiten der Wirtschaftskrise und schwächelnder Konjunktur sparen Verbraucher zuerst an Ausgaben wie für Restaurantbesuche. Obwohl – ein Burger oder eine Currywurst rund um die Uhr geht immer.
Mario Barth wird das McDonalds Gesicht für die Currywurst.
Nach dem Media Markt Deal, ist dies nun der 2. Große Werbevertrag, den der Berliner Comedian ergattern konnte. McDonalds begründet die Auswahl trotz Widerspruchs der BurgerFans damit, dass Mario Barth den Humor der Fastfood Kette genau trifft und außerdem genau wie die Currywurst aus Berlin käme.
Im Video sieht man den frei nach Schnauze sprechenden Star, wie immer gut gelaunt, bei der Präsentation der ersten Currywurst von McDonalds. Die Kooperation ist sicherlich für beide Vertragspartner eine Win Win Situation. Barths Fans dürften exakt dem Klientel von McDonalds entsprechen, während er seine Präsenz in Deutschland durch die Dauerrotation des Werbespots weiter ausbauen kann.
Die Currywurst von McDonalds ist nur ein Coup, den der Fastfood Riese auf die Beine gestellt hat. Schon seit längerem versucht man mit Regionalen Ausflügen neue Kunden in die Restaurants zu locken. Imbissbudenbesitzer werden nicht erfreut sein, dass es jetzt eine Currywurst bei McDonalds gibt, doch zunächst ist eine Testphase von 6 Wochen geplant.
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Christian Weis
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