Tipps zur Existenzgründung in Niedersachsen trotz gestiegener Kosten für Gewerbeimmobilien

ei der Existenzgründung in Niedersachsen spielt der Standort der Firma eine große Rolle, weshalb die zukünftigen Unternehmensräume für den Erfolg des Betriebs sehr wichtig sind. Doch von den gestiegenen Mieten und Kaufpreisen für Wohnobjekte bleibt auch der Markt für Gewerbeimmobilien nicht verschont. Wir werfen einen Blick auf die Entwicklung der Preise von Immobilien in Niedersachsen und geben Tipps, wie Sie bei der Existenzgründung kleine Budgets entlasten können.
Preisanstieg im Wohnbereich kaum zu stoppen
Während die Immobilienpreise in Niedersachsen in den Jahren 2000 bis 2010 gesunken waren, ist die Preisspirale seitdem kaum aufzuhalten. So sind die Grundstückswerte in den letzten zehn Jahren in den meisten niedersächsischen Städten um mindestens 50 Prozent oder im Fall von Göttingen sogar um knapp 200 Prozent gestiegen. Angesichts des hochpreisigen Haus- und Wohnungsmarktes sind dadurch Neubauten für Gewerbe als Investition nur lukrativ, wenn sich diese außerhalb einer erlaubten Nutzung von Wohnbauten befinden oder in ähnlichen Preisregionen bewegen. Deshalb bleiben auch Firmen von der Immobilien-Preisspirale nicht verschont und müssen mit höheren Kosten rechnen.
Wie hoch sind die aktuellen Kosten für Gewerbeimmobilien in Niedersachsen?
Blickt man auf den IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2016/2017 und die aktuellen Daten für 2020 stellt man unter anderem bei Büromieten mit einfachem Nutzungswert in Hannover eine Steigerung von knapp 23 Prozent und bei mittlerem Nutzungswert von knapp 22 Prozent fest. Deutlich geringer ist der Anstieg für Gewerbeimmobilien in der niedersächsischen Hauptstadt bei gutem Nutzungswert, bei dem Unternehmen nur eine Preissteigerung von knapp 7 Prozent hinnehmen mussten. Im Vergleich zu Wohnobjekten müssen Betriebe in Niedersachsen somit bei einfachem und mittlerem Nutzungswert ähnlich hohe Kostensteigerungen verkraften. Gerade für neue Gründer ist ein Anstieg der Mieten oder Kaufpreise um etwa 20 Prozent innerhalb von 5 Jahren ein großes Problem. Denn entweder drücken die gestiegenen Kosten den Gewinn oder müssen sich in höheren Preisen für Produkte oder Dienstleistungen widerspiegeln.
Mieten in anderen Städten Deutschlands noch höher als in Niedersachsen
Trotz der großen Anstiege bei den Mieten gehören Hannover, Braunschweig und andere Städte in Niedersachsen immer noch zu den günstigeren Standorten, um ein Unternehmen zu gründen oder einen Laden zu eröffnen. So findet sich in den 15 teuersten Mieten für Ladenflächen keine niedersächsische Stadt, während zum Beispiel Nordrhein-Westfalen gleich mehrfach in der Liste vertreten ist. Dadurch müssen Existenzgründer für die neuen Unternehmensräume weniger Budget einplanen als in anderen großen Städten, auch wenn die Preise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind.
Wie kann man als Existenzgründer günstige Gewerbeimmobilien in Niedersachsen entdecken?
Standortfaktoren für Ihre Firma ausführlich evaluieren
Um herauszufinden, welche Objekte für den Sitz des künftigen Unternehmens geeignet sind, müssen Sie zuerst analysieren, welche Standortfaktoren unabdingbar sind. Benötigen Sie eine sehr gute Verkehrsanbindung für Logistikzwecke, Laufkundschaft, große Lagerräume oder geräumige Großraumbüros? Wenn eine Adresse in der Innenstadt von Hannover für den Erfolg des Unternehmens nicht notwendig ist, kann ein Büro etwas außerhalb der teuersten Stadtteile die Kosten reduzieren. Sparen Sie dabei allerdings nicht am falschen Ende und priorisieren Sie Faktoren, die einen hohen Anteil an den Erfolgschancen Ihrer Firma haben.
Umfangreiches Portfolio von Maklern nutzen
Nicht nur im Privatbereich, sondern auch bei Gewerbeimmobilien werden einige Objekte in Niedersachsen gar nicht mehr auf dem freien Markt angeboten. Stattdessen ist die Verfügbarkeit von Läden oder Büros nur wenigen bekannt und die Möglichkeit nach kurzer Zeit vergriffen. Den größten Überblick über Gewerbeimmobilien, die aktuell verfügbar sind, erhalten Sie durch die Zusammenarbeit mit einem Makler. Durch dessen Verbindungen und Kontakte sind Sie früher über interessante Objekte informiert und können sich umgehend mit dem Vermieter oder Verkäufer in Verbindung setzen. Experten wie City Immobilienmakler bieten neben einem Portfolio von Privathäusern und -wohnungen auch zahlreiche Gewerbeimmobilien in Niedersachsen an. Dafür können Sie sich mit dem jeweiligen zuständigen Mitarbeiter von Miet- oder Verkaufsobjekten für Gewerbe in Verbindung setzen, der Sie näher über die aktuellen Verfügbarkeiten aufklären kann.
Privat genutzte Immobilien in eine gewerbliche Fläche umwandeln
Eine Möglichkeit für günstige Gewerbeimmobilien ist außerdem die Anmietung oder der Kauf von zuvor privat genutzten Flächen in Hannover, Braunschweig oder anderen Städten. Je nach Unternehmen können Häuser oder Wohnungen mit einigen Umbauten in passende Räume für Ihre Firma verwandelt werden. Ein kleines oder fehlendes Schaufenster kann zum Beispiel durch digitale Schaufenster ausgeglichen werden, wodurch die Nachteile des früheren Privatobjekts durch die geringeren Kosten lohnenswert sein können. Dafür ist allerdings die Ausschreibung für Gewerbenutzung des jeweiligen Standortes nötig, denn die Eröffnung eines Unternehmens in einem reinen Wohngebiet ist häufig nicht zugelassen. Achten Sie daher zuvor auf die jeweilige Zuweisung der Gebiete, damit das Objekt als zukünftiger Standort für Ihre neue Firma infrage kommt.
Standort nicht zu groß auswählen
Kosten sparen können Existenzgründer in Niedersachsen außerdem, wenn Sie mit den Räumen nicht als ewigem Unternehmensstandort planen. Während es für Ladengeschäfte oder Produktionshallen schwierig ist, den Standort zu wechseln, ist dies zum Beispiel bei Büros deutlich einfacher. Planen Sie deshalb nicht mit genügend Platz für die Belegschaft in mehreren Jahren, sondern achten Sie zu Beginn darauf, dass lediglich für die erste Wachstumsphase ausreichend Platz ist. Bei einem erfolgreichen Start können Sie anschließend immer noch den Übergang zu einem größeren Standort planen.
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BusinessWer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.
