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Interview

Georg Ruppert: „Der schönste Platz der Region? Meine Wohnung!“

Georg Ruppert ist geschäftsführender Gesellschafter der JOGECON GmbH. Das Unternehmen unterstützt Firmen im B2B-Developement sowie in der Geschäftsentwicklung. Im Gespräch mit Business-on.de verrät der 43-Jährige „An-Rheiner“ wieso er sowohl beruflich als auch privat nirgends anders als im Rheinland Fuß fassen könnte.

Business-on.de: Sind Sie gebürtig aus dem Rheinland?

Georg Ruppert: Ich bin sozusagen ein "An-Rheiner", habe in Bergisch Gladbach das Licht der Welt entdeckt, lernte in Bonn laufen, verbrachte in Bensberg meine Schulzeit, studierte in Köln. Und nach beruflichen Stationen, die mich nach Düsseldorf, aber auch nach Frankfurt verschlugen, bin ich beruflich mit meiner Firma JOGECON mitten im Herzen des Rheinlands in Köln positioniert.

Business-on.de: Was ist das Besondere am Rheinland?

Georg Ruppert: Ich erlebe vor allem die Offenheit der Menschen als besonderen Faktor. Das macht's nicht nur im Privat- sondern insbesondere im Geschäftsleben einfacher.

Business-on.de: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

Georg Ruppert: Mein Unternehmen zählt zu der Branche sogenannter "Professional Services-Firmen". Als Unternehmensberatung helfen wir unseren Kunden im B2B-Marketing und in der Geschäftsentwicklung, neudeutsch "Business Development". Ich persönlich mache Beratung seit 1998, seit 2005 mit eigenem Unternehmen.

Die Masse an top ausgebildeten Menschen schafft keine andere Region Deutschlands.“

Business-on.de: Welche Vorteile sehen Sie für Ihr Unternehmen in einem Standort in der Region?

Georg Ruppert: Neben der bereits erwähnten Mentalität sind es auch geographische Aspekte, die Nähe also zu einer großen Anzahl potenzieller Kunden, die ich im Rheinland sehe.
Zusätzlich gibt's im Rheinland ein großes Reservoir gut ausgebildeter Menschen. Deutschlands - gemessen an Studierendenzahlen - größte Hochschule liegt in Köln. Aachen, Bonn, Düsseldorf und weitere Städte sind wichtige Standorte, die Jahr für Jahr tausende, hoch motivierter Menschen mit Bachelor- oder Masterabschlüssen in den Arbeitsmarkt entlassen. Das schafft keine Region in Deutschland.

Business-on.de: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Georg Ruppert: Ich verbringe meine Freizeit mit meinem Sohn, meiner Familie und Freunden. Zusätzlich treibe ich Sport und engagiere mich in zwei von mir (mit-)gegründeten Geschichtsvereinen.

Business-on.de: In welchen Clubs netzwerken Sie?

Georg Ruppert: cologne IT summit, IHK Köln, ICT Cologne, Georg-Ruppert-Netzwerk, CRIFA, KFM e.V. und Cologne Business Angels

Business-on.de: Was ist Ihr Lieblingsort in der Region und warum?

Georg Ruppert: Meine Wohnung. Hier finde ich den nötigen Abstand und Ruhe vom Firmenalltag.

Business-on.de: Beenden Sie diesen Satz: „Wenn ich nicht in Köln wäre, dann wäre ich in …

Georg Ruppert: ...unmittelbarer Nachbarschaft“.

„Köln hat Nachholbedarf. Gute Infrastruktur , beste geographische Lage, Nähe zu Kunden und zu Hochschulen kommen gegen den Hauptstadthype nur schwer an.“

Business-on.de: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Georg Ruppert: In Köln!

Business-on.de: Das Rheinland ist gerade für Start-Ups offenbar sehr attraktiv und präsentiert sich hinsichtlich Neugründungen sehr dynamisch. Wie ist Ihre Einschätzung zur Kölner Gründer - und Investorenszene?

Georg Ruppert: Im Vergleich zu Westfalen oder schwächer besiedelten Landstrichen in Deutschland stimme ich Ihrer Aussage zu. In Bezug auf das überhypte Berlin, die Städte München und Hamburg sehe ich Nachholbedarf. Viele Investoren zieht's in die Bundeshauptstadt mit globalem Flair aber mit fehlendem Kundenhinterland und einem inzwischen begrenzten Angebot an Arbeitnehmern. Gute Infrastruktur, beste geographische Lage, Nähe zu Kunden und zu Hochschulen, als Argumente nur defensiv, wenn überhaupt, vermarktet, kommen gegen den Haupstadt-Hype aktuell bei Investoren nur schlecht an.

Business-on.de: Wenn Sie einen Tag lang die Fäden der Stadt ziehen dürften, welche für Sie längst überfällige Entscheidung würden Sie umsetzen?

Georg Ruppert: Die Senkung der kommunalen Hebesetze zur Stärkung von Unternehmensansiedlungen und eine stärkere Verzahnung von städtischer Standortpolitik mit den Bemühungen der Kammern und der zahlreichen Wirtschaftsverbände wären Handlungsfelder, die ich mit Entscheidungen belegte.

„Die deutsche Onlinebranche hinkt weit hinterher.“ - Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Dr. Hubertus Porschen.

(Christian Weis)


 


 

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