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Nassfeld

Interview mit Mag. Ingeborg Schnabl

business-on.de im Gespräch mit Mag. Ingeborg Schnabl über das Skigebiet Nassfeld in Österreich.

business-on.de: Die Ski-Saison am Nassfeld ist schon drei Monate alt, wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?

Ingeborg Schnabl: Generell sind wir mit der Saison bislang zufrieden. Wir werden sicher nicht das Top-Ergebnis vom Vorjahr erreichen, aber wir sind sehr gut unterwegs. Die Buchungslage ist jetzt richtig gut. Am Anfang der Saison war es aufgrund der Wetterlage etwas schwierig und dadurch, dass die Feiertage in den Weihnachtsferien auf Wochenenden gefallen sind, hat sich das natürlich auf die Buchungslage ausgewirkt. Aber der Februar und der bisherige März waren starke Monate und vor allem jetzt die letzten Wochen waren sehr, sehr viel Gäste in allen Kategorien da. Stichtag ist der 17. April, da wird abgerechnet, aber wir sind positiv gestimmt und sehr zufrieden.

business-on.de: In den letzten Jahren haben Sie immer mehr Events ans Nassfeld geholt, wie wichtig ist das im Konkurrenzkampf mit anderen Gebieten?

Ingeborg Schnabl: Bei uns ist ein großer Punkt, dass das Nassfeld für Spaß und Entertainment steht. Das heißt wir bieten unseren Gästen nicht nur das klassische Skifahren, sondern auch zahlreiche Events, die sich über die ganze Saison ziehen. Wir haben musikalische und kulinarische Events oder auch das längste Skirennen der Welt im Januar mit vielen Prominenten. Und dann natürlich den Sonnenskilauf vom 18. März bis 17. April. Da passiert dann jedes Wochenende etwas anderes, zum Beispiel die „Sound of Wine“, die außergewöhnlichste Weinmesse Österreichs, bei der heimische Winzer ihre Weine ins Skigebiet auf die Berge bringen. Da kann auf der Piste verkostet werden und dazu gibt es wieder musikalische Untermalung, das wird super angenommen. Für uns ist es ohnehin sehr wichtig, im gesamten Skigebiet, auch auf den Hütten, den regionalen Einfluss stark einzubinden. Das, was in der Region produziert wird, soll man auf den Hütten essen können. Wir gehen bewusst ein wenig weg von den klassischen Dingen wie Germknödel oder Wiener Schnitzel. Stattdessen gibt es Gailtaler Speck, Gailtaler Käse, Fisch und Fleisch von hier. Und dieser Geschmack, der bleibt im Gedächtnis, das verbindet mit der Region.
Darüber hinaus passiert sehr viel für Kinder und Familien, etwa eine Ostereiersuche im Skiegebiet, die Spring Breeze mit Schatzsuche im Schnee und vieles mehr. Und es gibt ja noch ein musikalisches Highlight: Den härtesten und lautesten Winterurlaub in Europa mit dem Full Metal Mountain, bei dem die Fans von metal-Musik voll auf ihre Kosten kommen. Es ist also immer was los am Nassfeld.

business-on.de: Ist das mittlerweile ein Faktor, den man den Leuten im Wettbewerb mit anderen Skigebieten anbieten muss, weil das bloße Skifahren nicht mehr ausreicht?

Ingeborg Schnabl: Ja, ich denke schon, dass es förderlich ist, den Gästen so viel wie möglich zu bieten. Es gibt natürlich welche, die einfach Ruhe wollen und Skifahren, auch die finden genau das am Nassfeld. Aber viele schauen eben auch gerne bei Events vorbei, die meisten Aktionen bieten wir ja mit freiem Eintritt an. Viele genießen das, dass es so viel Abwechslung gibt, das sind Side-Effects, die man heuer machen muss.

business-on.de: Wer ist denn die Zielgruppe dieses Konzepts?

Ingeborg Schnabl: Einerseits sind es auf jeden Fall die sportlichen Skifahrer, die wirklich die 110 Pistenkilometer genießen wollen. Und für die sorgen wir täglich, auch bis in den April, für top präparierte Pisten. Das ist das A und O. Wir haben jetzt noch 1,40 Meter Schnee, das ist etwas, das uns hervorhebt. Die zweite Zielgruppe sind Familien, denn für Kids ist es ein sehr cooles Skigebiet. Wir möchten ein Skigebiet sein, das sich Familien leisten können, deshalb gibt es spezielle Familien-Packages. Dann gibt es Tageskarten für Kids unter 10 Jahren samstags für 10 Euro. Spaß und Entertainment auf und abseits der Piste, Skimovie-Strecken, Speedstrecke, Snowpark etc. Das macht es für Familien zu einem coolen Skigebiet.

business-on.de: Wie groß ist denn der Aufwand inzwischen, um die Pisten über so einen langen Zeitraum in diesem Top-Zustand zu halten?

Ingeborg Schnabl: Es sind insgesamt um die 180 Mitarbeiter täglich im Einsatz. Wir haben in den letzten beiden Saisons 26 Millionen Euro investiert. Vor allem in den Ausbau der Infrastruktur, sprich Seilbahnen, Pistenverbreiterungen und mechanische Schneeerzeugung. Wir haben jetzt in Summe 350 Schneemaschinen und das ist halt einfach Qualität. Infrastrukturmäßig wird immer weiter erneuert für die perfekte Qualität und eine Komfortsteigerung. Da muss auch konstant investiert werden, um den Standard für die Gäste immer perfekt zu halten.

Ist das mittleerweile der Anspruch der Leute, dass sie nicht im Schlepplift auf den Berg fahren, sondern im beheizten Sessel?
Auf alle Fälle erwarten sie das, die Ansprüche sind da schon gestiegen. Schlepplifte sind wichtig für Kinder oder Gäste, die das Skifahren erst lernen. Aber der Komfort und die Sicherheit der Gäste sind das A und O, da darf man auf gar keinen Fall sparen.

business-on.de: Welche Investitionen sind für die kommenden Jahre geplant?

Ingeborg Schnabl: Auf jeden Fall wird es im Bereich der Beschneiungsanlagen noch mal große Investitionen geben und sicher werden auch die Lifte immer weiter erneuert.

business-on.de: Sie sprechen die Beschneiungsanlagen an. Wie wichtig werden diese und wie viel Angst hat ein Skigebiet vor der Klimaerwärmung?

Ingeborg Schnabl: Wir haben definitiv keine Angst, dass die Winter ausbleiben. Es gibt da immer Schwankungen, aber am Ende haben wir jedes Jahr Winter. Dieses Jahr war es mal nicht so schneereich, dafür war es sehr kalt, von daher konnten wir perfekt beschneien. Aber dafür gibt es dann auch wieder Winter wie vor ein paar Jahren mit einer Gesamtmenge von 12 Metern Schnee. Das Nassfeld ist von seiner Lage her einfach perfekt. Es ist relativ hoch, hier kommen die Adria-Tiefs zur Geltung und in den vier Hochtälern es Skigebiets gibt es immer genug Schnee. Vielleicht verlagert es sich etwas vom Jahres-Zyklus, aber der Winter kommt immer. Im letzten Jahr hatten wir zum Beispiel im März drei Meter Neuschnee. Aber auch diese Saison konnten wir am 4. Dezember pünktlich starten, von daher sind wir da auch was die Zukunft angeht sehr optimistisch.

(Redaktion)


 


 

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