News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
25. Februar 2021

Hemmy Garcia: Kubanisches Temperament und Berliner Humor

„Auf Kuba geboren, in Berlin aufgewachsen – was bleibt mir da anderes übrig, als lateinamerikanischen Genuss-Sinn mit deutscher Gründlichkeit zu verbinden?“, lacht der Zigarrenexperte, Connaisseur und Unternehmer Hemmy Garcia. Der 38-jährige gehört zu den Menschen, die ihre Gesprächspartner sofort mit ihrer Lebensfreude und Begeisterungsfähigkeit in den Bann ziehen. Sein Begrüßungsscherz zielt natürlich auf seine Vita ab, diese liest sich so facettenreich wie folgerichtig: Ein Jahr nach seiner Geburt in Havanna kehrt seine deutsche Mutter mit ihm wieder zurück nach Ostberlin, unterhält aber weiterhin eine freundschaftliche Verbindung zum kubanischen Vater. Dieser bekleidet nach wie vor eine verantwortungsvolle Position in der staatlichen Tabakindustrie des karibischen Inselstaates. Nichtsdestotrotz verlebt der junge Hemmy eine ganz normale Jugend in Berlin, erlebt die Wiedervereinigung hautnah mit und fängt mit 16 Jahren – wie viele seiner Altersgenossen – an, normale Zigaretten zu rauchen.

Nahe der Schweizer Grenze wird die Zigarren-Leidenschaft geweckt, auf Kuba perfektioniert

In der Schule hält er zwar schon Referate über die erstaunlichen Eigenschaften von Rohtabak. „Aber erst meine Lehre zum Industriekaufmann beim Schweizer Traditionsunternehmen Villiger Söhne im Baden-Württembergischen Waldshut-Tiengen rüttelte meine Leidenschaft für Zigarren endgültig wach – die wohl schon seit meiner Geburt tief in mir schlummerte und nur auf den richtigen Moment wartete“, fasst Hemmy Garcia seine Schlüsselerlebnisse im Unternehmensstandort des Zigarrenherstellers und -importeurs nahe der Schweizerischen Grenze zusammen. Der von seiner Mutter geerbten deutschen Gründlichkeit schreibt der heutige Betreiber eines Ladengeschäfts und Online-Shops zu, dass er diese Initialzündung konsequent nutze und unermüdlich weitere wichtige Stationen in London, Hamburg und Berlin hinzufügte. Seine Sinne für das aromatische Potential feinster Tabakblätter schärft er bei renommierten Unternehmen wie „La Casa del Habano“ oder „Davidoff of London“ – und bereitet sich parallel auf die ultimative Krönung seiner Ausbildung vor: Seine Verbindungen nach Kuba ermöglichen ihm schließlich, ein ganzes Jahr bei „H. Upmann“ – der zu seiner Zeit modernsten Zigarrenfabrik des stattlichen Monopolhalters „Habanos SA“ – erst das diffizile Handwerk des Torcedores (Zigarrenrollers) von der Pike auf zu lernen und dann sogar als Qualitätsprüfer zu arbeiten. Die kubanischen Torcedores gelten nicht nur als ausgewiesene Meister ihres Fachs – sondern als die besten der Welt.

Vom inspirierenden Berliner Stadtteil Frohnau gehen die „HEMMY’S“ in alle Welt

Mit Qualifikationen und Erfahrungen im Gepäck, die nur wenige andere Zeitgenossen aufweisen können, zieht auch Hemmy Garcia schließlich wieder nach Berlin, um im Reinickendorfer Ortsteil Frohnau ein eigenes Ladengeschäft zu eröffnen. Dieses trägt folgerichtig den Namen „HEMMY’S“ – und bietet nicht nur ausgesuchte Zigarren-Spezialitäten, sondern die gesamte Bandbreite lateinamerikanischer Genusskultur an. Karibischer Rum, japanischer Whisky, französische Premium-Feuerzeuge und weitere exklusive Accessoires für Kenner und Genießer runden das Angebot ab, die 2018 kreierte Zigarren-Eigenmarke „HEMMY’S“ setzt das i-Tüpfelchen auf die Erfolgsgeschichte des Familienvaters und Unternehmers. Hergestellt in Santo Domingo, vereinen die drei verfügbaren Serien in verschiedensten Formaten die besten Eigenschaften feinster Tabaksorten aus der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Peru und Mexiko. „Noch ist es Ausländern leider nicht gestattet, auf Kuba produzieren zu lassen“, erläutert Hemmy Garcia seine Entscheidung für Herstellungs- und Anbauorte der immer öfter nachgefragten Eigenmarke.

„Wahrer Genuss entfaltet sich im Fokus des bewussten Moments“

Die Zahl der Zigarettenraucher in der Bundesrepublik geht nach Studien des BMG bereits seit vielen Jahren kontinuierlich zurück. Im Gegenzug zum stetig unbeliebter werdendenMassenprodukt Filterzigarette sinkt die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Zigarren hingegen kaum – und steigt im Luxussegment sogar an. Diese Entwicklung bringt Hemmy Garcia mit einem zunehmend bewusster werdenden Lebensstil in Verbindung – insbesondere bei jungen Menschen. „Wer sich gesund ernährt, regelmäßig Sport treibt, gesellschaftlich verantwortlich lebt – gönnt sich dann ab und zu auch mal einen echten Genuss-Moment. Warum auch nicht. Zigarren raucht man eben nicht im ‚Vorbeigehen‘, sondern konzentriert sich auf den Augenblick, um das Aroma-Feuerwerk tatsächlich in vollem Umfang erleben zu können“, beschreibt Hemmy Garcia seine Beobachtungen. Aktuell kann der Zigarren-Experte natürlich keine Kunden in die separate Raucher-Lounge seines Ladengeschäfts in der Berliner Welfenallee 6 bitten. Seine Auswahl feinster Genuss-Spezialitäten ist aber natürlich auch über den angeschlossenen Online-Shop „hemmys.de“ erhältlich. „Ich bin sehr froh, dass ich von Beginn an sowohl auf den Offline- als auch den Online-Vertrieb gesetzt habe“, schließt der Berliner – und zündet sich ganz in Ruhe und mit einem fachmännischen Lächeln eine „Hemmy’s Edición Limitada“ an …

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit
    Business
    Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit

    Wenn aus einem Einzelunternehmen ein Team wird, steigen die Anforderungen an die digitale Kommunikation. Gemeinsame Postfächer, klare Zuständigkeiten und sichere Zugänge helfen dabei, Kundenanfragen zu koordinieren und Informationen zuverlässig verfügbar zu halten. Eine passende E-Mail-Infrastruktur unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Abläufe an neue Mitarbeiter und wachsende Aufgaben anzupassen. Am Anfang genügt häufig ein einzelnes E-Mail-Konto für Angebote, Rechnungen und Kundenkontakte. Mit jedem neuen Teammitglied wächst jedoch der Abstimmungsbedarf. Wer beantwortet eingehende Anfragen? Wie bleibt die Korrespondenz für Vertretungen zugänglich? Und wer verwaltet die Zugänge, wenn Beschäftigte das Unternehmen verlassen? Eine Business-E-Mail mit eigener Domain schafft eine einheitliche Grundlage. Damit sie im Alltag funktioniert, müssen Unternehmen auch die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen festlegen. Von der Einzelperson zur koordinierten Teamkommunikation

    4 Min. LesezeitLesen
    Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an
    Aktuell
    Gründungsrekord 2026: KI treibt Deutschlands Start-up-Boom an

    Für einen neuen Gründungsrekord brauchte Deutschland 2026 gerade einmal sechs Monate. Zwischen Januar und Juni entstanden 3.053 Start-ups – mehr als im gesamten Jahr 2024. Damit erreicht die Gründungsaktivität ausgerechnet in einer Phase einen historischen Höchststand, in der zahlreiche etablierte Industrieunternehmen unter wirtschaftlichem Druck stehen. Hinter der Entwicklung steckt vor allem der technologische Wandel: Künstliche Intelligenz erleichtert den Aufbau neuer Geschäftsmodelle und verkürzt Entwicklungsprozesse. Zugleich zieht die deutsche Verteidigungsindustrie erhebliche Summen an Wagniskapital an. Die wachsende Zahl junger Unternehmen gilt als ermutigendes Signal für den Wirtschaftsstandort. Allerdings entscheidet sich ihr langfristiger Beitrag zur Wirtschaft erst dann, wenn aus den Gründungen tragfähige Unternehmen mit dauerhaftem Wachstum entstehen.

    Lesen
    Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik
    Business
    Renditefaktor Schönheit: Erfolgsstrategien im Businessmodell Hautpflege und Ästhetik

    Schöne Haut galt lange Zeit vor allem als kleiner Luxus oder als gelegentliche Auszeit vom Alltag. Ein entspannender Besuch im Kosmetikstudio, eine Gesichtsmaske und ein wenig Erholung so sah das klassische Bild der Branche aus. In den vergangenen Jahren hat sich dieser Markt jedoch spürbar gewandelt. Die Pflege des eigenen Erscheinungsbildes ist für viele Menschen zu einem festen Bestandteil der persönlichen Gesundheitsvorsorge geworden. Wer heute Geld für Behandlungen ausgibt, wünscht sich fundiertes Fachwissen, messbare Resultate und eine Betreuung, die weit über das traditionelle Wohlfühlprogramm hinausgeht. Aus wirtschaftlicher Sicht macht diese Entwicklung das Segment greifbar und attraktiv. Wo früher einfache Dienstleistungen dominierten, entstehen heute klar strukturierte Unternehmen mit verlässlichen Einnahmen. Die Nachfrage nach professioneller Ästhetik erweist sich als bemerkenswert krisenfest, da persönliche Pflege und das eigene Wohlbefinden auch in wirtschaftlich unruhigen Zeiten einen hohen Stellenwert behalten.

    5 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite