Aktuell·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. Mai 2025

Im Gespräch mit Reiter Fliesen: Fliesenkunst, Handwerk und Raumideen aus einer Hand

Die Geschichte eines Unternehmens beginnt immer mit einer Idee – manchmal aber gepaart mit handwerklicher Hingabe, die über Generationen hinweg weitergetragen wird. Bei der Firmengruppe Reiter Fliesen ist Letzteres der Fall. Was 1963 mit Karl Heinz Reiter als Verlegebetrieb begann, hat sich längst zu einer beeindruckenden Adresse für Fliesen- und Natursteinlösungen in Süddeutschland entwickelt. Heute steht der Name nicht nur für über fünf Jahrzehnte Erfahrung, sondern auch für gelebte Innovationsfreude und ein kompromisslos hohes Qualitätsverständnis.

In Deggendorf betreibt das Unternehmen einen Fliesenhandel, der mit über 1.500 Quadratmetern Ausstellungsfläche weit mehr ist als eine reine Verkaufsfläche. Hier treffen große Formate auf filigrane Details, internationale Designs auf regionale Beratungskultur – und die Neugier der Kundinnen und Kunden auf eine überraschend kreative Produktwelt. Wer sich mit dem Gedanken trägt, Bad oder Wohnbereich neu zu gestalten, findet bei Reiter Fliesen nicht nur Inspiration, sondern vor allem verlässliche Expertise.

Das Besondere: Die Firmengruppe Reiter Fliesen vereint Handel, Verlegung und Sanierung unter einem Dach. Was nach pragmatischem Baukastensystem klingt, entpuppt sich in der Umsetzung als wohl durchdachtes Zusammenspiel – ein ganzheitlicher Ansatz, bei dem Planung und handwerkliche Ausführung auf Augenhöhe agieren. Die Zusammenarbeit mit privaten Bauherren ist dabei ebenso selbstverständlich wie die mit großen Marken aus Industrie und Einzelhandel. Dass Namen wie Porsche, BMW oder Edeka zur Kundschaft zählen, ist weniger ein Prestige-Statement, sondern vielmehr Ausdruck funktionierender Abläufe und nachhaltiger Qualität.

Ein Blick in die Ausstellung oder ins Projektportfolio zeigt schnell: Hier wird nicht bloß gefliest. Hier wird gestaltet, geplant, umgesetzt – und das mit einem Team, das nicht nur ausgebildet, sondern auch spürbar motiviert ist. Oder um es mit dem eigenen Slogan zu sagen: Träume fliesen.

Business-on: In Ihrer Ausstellung trifft man auf großformatige Fliesen, filigrane Mosaike und überraschende Kombinationen – weit weg vom Standard. Welche Rolle spielt Gestaltung und Kreativität bei Ihrer täglichen Arbeit?

Reiter Fliesen:

Gestaltung ist für uns fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Unsere Ausstellung ist nicht nur Produktpräsentation, sondern Inspirationsraum. Hier zeigen wir, was mit modernen Materialien und handwerklicher Präzision möglich ist – von großformatigen Fliesen bis hin zu aufwendig gestalteten Natursteinlösungen. Dabei geht es nicht darum, möglichst ausgefallene Designs zu zeigen, sondern Räume zu schaffen, die funktionieren – technisch wie ästhetisch. Kreativität heißt für uns, auf die Wünsche und Gegebenheiten vor Ort einzugehen und daraus Lösungen zu entwickeln, die über Standards hinausgehen. Ob ein Kunde klare Linien sucht oder mit Struktur, Farbe und Material spielen möchte – wir übersetzen diese Vorstellungen in konkrete Gestaltungsvorschläge. Immer mit dem Ziel, etwas Bleibendes zu schaffen, das zur Architektur und zum Menschen passt.

Business-on: Ihre Ausstellung in gilt als eine der größten in Bayern. Welche Rolle spielt der physische Raum heute noch im digitalen Zeitalter – und was nimmt ein Kunde nach einem Besuch idealerweise mit nach Hause?

Reiter Fliesen:

Unsere Ausstellungsfläche von über 1.500 Quadratmetern ist ein wichtiges Element unserer Arbeit – gerade in Zeiten, in denen vieles online passiert. Denn bestimmte Materialien, Oberflächen oder Formate lassen sich digital nur schwer vermitteln. Ein physischer Besuch gibt unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, Materialien zu sehen, zu spüren und in Kombination zu erleben. Viele verlassen die Ausstellung mit einer konkreten Vorstellung davon, was für sie passt – und oft auch mit neuen Ideen, auf die sie vorher gar nicht gekommen wären. Es geht um Atmosphäre, aber auch um fachkundige Beratung vor Ort. Das persönliche Gespräch, das gemeinsame Skizzieren von Möglichkeiten, die realen Lichtverhältnisse – all das macht den Unterschied. Unsere Ausstellung ist damit nicht nur ein Verkaufsraum, sondern ein Ort für Entscheidungen.

Business-on: Sie bieten neben dem klassischen Fliesenhandel auch Verlegung und Sanierung an – komplett aus einer Hand. Was sind die größten Herausforderungen, wenn man vom ersten Entwurf bis zur Umsetzung alle Schritte begleitet?

Reiter Fliesen:

Der Anspruch, alles aus einer Hand zu bieten, bedeutet vor allem eins: Verantwortung. Wer Handel, Verlegung und Sanierung vereint, muss Prozesse exakt abstimmen – von der Auswahl der Materialien über die Planung bis hin zur Ausführung auf der Baustelle. Die Herausforderung liegt dabei weniger in der Organisation an sich, sondern in der Fähigkeit, flexibel auf die Gegebenheiten vor Ort zu reagieren. Kein Projekt gleicht dem anderen, jede bauliche Situation erfordert eigene Lösungen. Gleichzeitig müssen Zeitpläne, Gewerke und Qualitätsanforderungen unter einen Hut gebracht werden. Dass uns das gelingt, liegt an unserem erfahrenen Team – vom Beratungspersonal bis zu den Fliesenlegermeistern. Wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen und sorgen dafür, dass auch bei komplexen Vorhaben die Qualität nicht leidet. Am Ende zählt: Das Ergebnis muss überzeugen – optisch, funktional und langfristig.

Business-on: Ihre Referenzliste liest sich wie ein Querschnitt durch die deutsche Markenlandschaft. Was erwarten große Auftraggeber wie Porsche oder Edeka von einem Fliesenunternehmen – und wie unterscheidet sich die Arbeit hier von einem klassischen Privatprojekt?

Reiter Fliesen:

Große Auftraggeber wie Porsche, BMW oder Edeka erwarten vor allem eines: Verlässlichkeit. In diesen Projekten geht es oft um straffe Zeitpläne, hohe technische Anforderungen und ein präzises Zusammenspiel mit anderen Gewerken. Unsere Rolle ist es, genau diese Erwartungen zu erfüllen – mit klarer Kommunikation, sauberer Planung und einer Ausführung, auf die man sich verlassen kann. Anders als bei privaten Bauherren steht hier weniger die individuelle Gestaltung im Vordergrund, sondern die technische Funktion und die termingerechte Fertigstellung. Gleichzeitig wissen wir, dass auch bei Industrie- oder Handelsprojekten die Details entscheidend sind – etwa bei stark frequentierten Flächen oder besonderen Designvorgaben. Der Unterschied liegt also nicht in der Sorgfalt, sondern in der Art der Anforderung. Und genau diese Bandbreite – vom Einfamilienhaus bis zum Großprojekt – ist für uns ein wesentlicher Bestandteil unseres Selbstverständnisses.

Business-on:Vielen Dank an Reiter Fliesen für die Einblicke in ein spannendes Handwerk, das Gestaltungswille, Planungskompetenz und echtes Verantwortungsbewusstsein erfordert.

Teilen:
Weitere Artikel
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen
Business
Industrielle Vakuumarchitektur: Prozesssicherheit und Hygiene in sensiblen Produktionsbereichen

Reinheit und Prozessstabilität gehören in vielen Industrie- und Verarbeitungsbetrieben zu den Voraussetzungen für eine zuverlässige Produktion sensibler und hochwertiger Güter. Ob bei der Verpackung frischer Lebensmittel unter Schutzatmosphäre, bei der Tablettierung in der Pharmaindustrie oder bei der Beschichtung von Halbleiterkomponenten: Verunreinigungen, Druckschwankungen oder unerwünschte Einträge können die Produktqualität beeinträchtigen und im Einzelfall ganze Chargen gefährden. Für Geschäftsführer, Betriebsleiter und Produktionsingenieure stellt sich daher nicht allein die Frage, wie an einer einzelnen Arbeitsstation der benötigte Unterdruck erzeugt wird. Entscheidend ist vielmehr, wie die Vakuumversorgung in die Produktionsabläufe eingebunden wird. Neben der erforderlichen Leistung zählen dabei Hygieneanforderungen, Energieeffizienz, Wartung, räumliche Gegebenheiten und spätere Erweiterungsmöglichkeiten. Trockenlaufende Vakuumtechnik für sensible Produktionsbereiche

3 Min. LesezeitLesen
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht
Business
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht

Wer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.

6 Min. LesezeitLesen
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten
Guide's
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten

In Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite