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2. Mai 2025

Pietät-Bestattungen im Interview: Einblicke in eine Branche, die Fingerspitzengefühl erfordert

Trauer ist häufig noch ein Tabu-Thema. Genau deshalb braucht es Menschen, die genau wissen, wie sie mit Schmerz und Verlust umgehen – sensibel, diskret und mit dem nötigen Fingerspitzengefühl. Das Unternehmen Pietät-Bestattungen versteht sich seit Jahrzehnten genau darauf und ist in Regensburg und der Umgebung nicht nur ein fester Ansprechpartner, sondern beinahe schon eine Institution. Gegründet wurde das Traditionsunternehmen im Jahr 1967 von Bruno Baschleben in Donaustauf. Heute führt Manfred Beer das Unternehmen mit Standorten in Hainsacker, Regensburg, Tegernheim, Bad Abbach, Wörth a. d. Donau, Maxhütte-Haidhof und Burglengenfeld gemeinsam mit seiner Tochter Kerstin Bagschik – eine echte Familiengeschichte also, die sich auch in der Philosophie des Unternehmens widerspiegelt: individuelle Betreuung, stets mit Respekt vor der besonderen Situation der Hinterbliebenen.

Dabei beschränkt sich das Angebot nicht allein auf klassische Erd- oder Feuerbestattungen. Vielmehr berät das kompetente Bestattungsunternehmen in Regensburg umfassend zu alternativen Formen wie Naturbestattungen in den Schweizer Alpen, Baumbestattungen auf regionalen Friedhöfen, als auch See- und Flussbestattungen. Ein ungewöhnlicher Service? Vielleicht. Doch was früher unvorstellbar war, ist heute Ausdruck eines Wandels im Umgang mit Tod und Trauer. Neben der Begleitung im akuten Trauerfall spielt die Bestattungsvorsorge ebenfalls eine immer größere Rolle: Menschen wollen rechtzeitig eigene Wünsche festlegen und Angehörigen so Lasten abnehmen. Die jahrzehntelange Erfahrung macht Pietät-Bestattungen hierbei zu einem wichtigen und vertrauensvollen Ansprechpartner – ein Vertrauen, das sich auch durch die telefonische Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit an allen Standorten bestätigt. Denn eines steht fest: Trauerfälle halten sich nicht an Öffnungszeiten. Wie verändert sich eigentlich eine Branche, die auf so festen Traditionen ruht? Und welche neuen Anforderungen entstehen daraus für Bestatter?

Business-on: Pietät-Bestattungen gibt es seit 1967. Wie hat sich Ihre Arbeit in dieser langen Zeit verändert, und was ist heute anders als noch vor zehn oder zwanzig Jahren?

Pietät-Bestattungen:

Rückblickend kann man sagen, dass die Bestattung an sich umfangreicher wird. Hinsichtlich Behördengänge, Schriftverkehr, sozialversicherungstechnischer Abmeldungen ist der Aufwand für den Bestatter deutlich angestiegen. Auch der Ablauf und Rahmen der Trauerfeier nimmt andere Ausmaße an wie etwa vor 20 Jahren, wie beispielsweise individuell gestaltete Traueranzeigen, individueller Trauerdruck – welcher eigens von uns entworfen und gefertigt wird.

Business-on: Sie bieten neben klassischen Bestattungen auch ungewöhnliche Formen wie Fluss- oder Naturbestattungen an. Wie groß ist das Interesse daran tatsächlich, und gibt es da Trends oder Präferenzen in Regensburg und Umgebung?

Pietät-Bestattungen:

Da wir viel im ländlichen Bereich tätig sind, haben wir noch relativ häufig traditionelle Beisetzungen mit Anwesenheit eines Geistlichen, aber auch Trauerfeiern mit einem Trauerredner sind schon längst keine Seltenheit mehr. Wir verzeichnen unter anderem auch einen deutlichen Rückgang der Erdbestattungen, mehr als 80% der Bestattungen sind heutzutage Feuerbestattungen, sprich Urnenbeisetzungen. Mit Zunahme der Feuerbestattung ist es folglich dann auch häufiger der Fall, dass die Beisetzung nicht in einem Familiengrab oder einer Urnenstele erfolgt sondern eben unter Bäumen, in der Natur beispielsweise unter einem Findling oder eben auch außerhalb von Deutschland die Urnen Fluss oder See Bestattet werden.

Regionale Trends kann man hier nicht festlegen, man merkt jedoch, dass sich mit dem Wandel zur Feuerbestattung auch die örtlichen Begebenheiten des Bestattungsortes ändern – zurück zur Natur scheint immer mehr im Vordergrund zu stehen.

Business-on: Eine 24-Stunden-Erreichbarkeit bedeutet für Ihr Team sicherlich eine große Herausforderung – gerade in einer emotional anspruchsvollen Branche. Wie gelingt es Ihnen, diese hohe Verfügbarkeit mit der nötigen Sensibilität und Aufmerksamkeit aufrechtzuerhalten?

Pietät-Bestattungen: Wir und unser Team aus erfahrenen Fachkräften sind im wechselnden Bereitschaftsdienst für die Hinterbliebenen da, wir helfen und beraten telefonisch oder auch in gewohnter Umgebung bei unseren Kunden zu Hause. Ein emotional gefestigtes Umfeld in diesem Beruf ist hier unabdingbar. Auch bei uns im Unternehmen wird viel Wert auf Offenheit gelegt, wir haben für unsere Mitarbeiter immer ein offenes Ohr, egal bei welchen Anliegen. Wir legen Wert auf ein offenes und respektvolles Miteinander und möchten einen Arbeitsplatz erhalten, der Sicherheit und Rückhalt gibt.

Business-on: Ihre Tochter Kerstin Bagschik und Ihr Schwiegersohn Torsten Bagschik arbeiten ebenfalls im Unternehmen mit. Wie verändert diese familiäre Struktur den Umgang miteinander und vor allem den Umgang mit Ihren Kunden?

Pietät-Bestattungen:

Unsere familiäre Struktur und unser Umgang wird dadurch nur positiv beeinflusst – es wird dadurch gefestigt man trifft gemeinsam Entscheidungen. Was sich auch positiv auf den Umgang mit unserem Team auswirkt, bei uns herrscht ein sehr familiäres Betriebsklima.

Ebenso spiegelt es sich im Umgang mit unseren Kunden wider, man möchte eine Firma mit einem guten Ruf übergeben, weshalb Kundenzufriedenheit bei uns absolut im Vordergrund steht. Deshalb streben wir auch nach unserer Firmenphilosophie “Dienst den Lebenden – Ehre den Toten”. Wir möchten den Hinterbliebenen mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch die verstorbene Person auf dem letzten Weg würdevoll begleiten. In unserer Sparte schließt man Generationenverträge mit den Kunden, fühlen sie sich gut aufgehoben und läuft alles zu ihrer Zufriedenheit kann man davon ausgehen, sollte sich erneut ein Sterbefall in der Familie ereignen, wendet sich auch die nächste Generation wieder an unser Unternehmen.

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