News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
3. November 2021

Kommunikationschef der Deutschen Lufthansa ist „PR-Manager des Jahres 2021“

Andreas Bartels, Leiter Group Communications der Deutschen Lufthansa, ist „PR-Manager des Jahres 2021“. Mit der Auszeichnung würdigt das prmagazin jährlich außergewöhnliche Leistungen eines Kommunikationsprofis.

Bartels erhält den Preis für die hoch professionelle Krisenkommunikation während der Covid-19-Pandemie sowie die interne und externe Strategie der Unternehmenskommunikation aus der Corona-Krise.

Besonders hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang seine verbindliche Kommunikation rund um die staatlichen Milliardenhilfen, nachdem das Geschäft der Fluggesellschaft wegen der weltweiten Reisebeschränkungen fast komplett eingebrochen war. Die Lufthansa verlor damals zeitweise eine Million Euro pro Stunde, weil mehr als 90 Prozent der Flugzeuge am Boden standen.

Intern musste Bartels infolge der Krise massive Kosteneinsparungen begleiten, darunter einen groß angelegten Stellenabbau. Nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr 2020 reduzierte die Lufthansa innerhalb von nur zwölf Monaten die Zahl ihrer Mitarbeitenden von weltweit 140.000 auf 110.000. Im Frühjahr 2021 kündigte das Unternehmen an, über freiwillige Abgänge und Teilzeitlösungen etwa 10.000 weitere Vollzeitstellen in Deutschland zu streichen oder in vergleichbarem Umfang Personalkosten einzusparen.

Dass die Lufthansa ohne irreparablen Reputationsschaden bei ihren Stakeholdern aus dieser beispiellosen Krise hervorgeht, liegt auch an der verlässlichen Kommunikation des Unternehmens unter Führung von Andreas Bartels.

Bartels ist seit knapp 15 Jahren für die Deutsche Lufthansa tätig. 2007 stieg der heute 51-Jährige als Leiter Media Relations der Gruppe ein. 2011 übernahm er die Kommunikationsleitung für den Kernbereich der Lufthansa Airline. 2014 wurde er erneut zum Leiter Media Relations der Gruppe ernannt.

In dieser Funktion begleitete Bartels einen tiefgreifenden Konzernumbau, im Zuge dessen auch diverse Streikwellen kommunikativ zu bewältigen waren. In den schwierigsten Tagen der Lufthansa, nachdem ein Airbus A320 der Konzerntochter Germanwings in den französischen Alpen abgestürzt war, fand die Krisenkommunikation des Unternehmens auch international große Anerkennung. Laut Untersuchungsbericht hatte der Kopilot von Germanwings-Flug 9525 den Absturz am 24. März 2015 bewusst herbeigeführt. Im April 2016 stieg Bartels zum Leiter Group Communications auf.

Vor seinem Start bei der Lufthansa arbeitete der Medienwissenschaftler in der Finanzwirtschaft. Er begann 1997 als Referent Interne Kommunikation und Pressesprecher beim Niedersächsischen Sparkassen- und Giroverband in Hannover. Im Jahr 2000 zog er weiter zur Comdirect Bank (Quickborn bei Hamburg), wo er als Manager Public Relations und Pressesprecher fungierte.

2002 folgte der Wechsel zur Deutschen Bank. Bei den Frankfurtern wirkte Bartels zunächst als Director Communications und Pressesprecher, ab 2004 als Head of Media Relations und Pressesprecher der Privatkundensparte.

Der Jury für den „PR-Manager des Jahres“ gehören neben der Chefredaktion des prmagazins, Katharina Skibowski und Thomas Rommerskirchen, die bisherigen Preisträger des Seismographen an: Horst Borghs, Anton Hunger, Eva-Maria Geiblinger, Dieter Schweer, Klaus Walther, Andreas Fritzenkötter, Hartmut Schick, Christian Kullmann, Richard Gaul, Harry Roegner, Thomas Ellerbeck, Oliver Schumacher, Martin Brüning, Maximilian Schöberl, Christine Graeff, Stephan Grühsem, Ulrich Ott, Michael Preuss, Christof Ehrhart und Christoph Sieder.

Die Auszeichnung – ein symbolischer Seismograph – wird im Frühsommer 2022 im Rahmen einer Feier im Verlag Rommerskirchen überreicht, bei der Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa, die Laudatio halten wird.

(ots)

Bildquellen:
    Teilen:
    Weitere Artikel
    Elektro Widhammer in Feldkirchen-Westerham: Handwerk und Postservice unter einem Dach
    Arbeitsleben
    Elektro Widhammer in Feldkirchen-Westerham: Handwerk und Postservice unter einem Dach

    Wer in Feldkirchen-Westerham ein Paket aufgeben will, landet nicht selten in dem Geschäft, in dem auch Elektroinstallationen geplant und Haushaltsgeräte verkauft werden: bei Elektro Widhammer. Der familiengeführte Betrieb vereint klassisches Elektrohandwerk, moderne Energietechnik und eine Postfiliale mit DHL-Service unter einem Dach. Diese Kombination klingt zunächst ungewöhnlich und ist zugleich ein Beispiel dafür, wie regionale Betriebe ihre Rolle im Ortskern heute neu definieren. Statt sich auf ein einziges Standbein zu verlassen, bündeln kleine Unternehmen Dienstleistungen, die im Alltag ihrer Kunden zusammengehören. Für Mittelständler und Unternehmer, die ihr eigenes Geschäftsmodell weiterentwickeln wollen, lohnt der Blick in die oberbayerische Gemeinde: Er zeigt, wie Diversifizierung im kleinen Maßstab gelingen kann. Ein Familienbetrieb mit zwei Standbeinen

    6 Min. LesezeitLesen
    Trachtenstube Inge in Penzberg: Ein Familienbetrieb zwischen München und Garmisch
    Business
    Trachtenstube Inge in Penzberg: Ein Familienbetrieb zwischen München und Garmisch

    Zwischen München und Garmisch-Partenkirchen, südlich des Starnberger Sees, hat sich Penzberg über die Jahre als kleiner, aber lebendiger Standort für Trachtenmode etabliert. Wer in der Region ein Dirndl für die Hochzeit, Lederhosen für den Vereinsauftritt oder Trachten für die ganze Familie sucht, landet früher oder später bei einem Geschäft, das es dort seit rund fünf Jahrzehnten gibt: der Trachtenstube Inge. Der Familienbetrieb verbindet traditionelle und moderne Trachtenmode unter einem Dach und steht damit für eine Form des stationären Fachhandels, die auf Beratung, Nähe und Beständigkeit setzt. In einer Branche, in der Online-Shops und schnelle Kollektionswechsel den Markt prägen, ist ein Familienbetrieb mit einer solchen Historie eine bemerkenswerte Konstante. Dieses Porträt zeigt, wie das Penzberger Geschäft gewachsen ist, welches Sortiment es bietet und warum es für die Region zwischen München und Garmisch mehr ist als eine reine Verkaufsadresse. Für Unternehmer, die selbst im Handel oder in einer inhabergeführten Firma arbeiten, lohnt der Blick auf dieses Modell. Ein Familienbetrieb mit rund 50 Jahren Geschichte

    6 Min. LesezeitLesen
    Ambrosia Bestattungen in Chemnitz: Wie ein Familienunternehmen den Generationswechsel gestaltet
    Business
    Ambrosia Bestattungen in Chemnitz: Wie ein Familienunternehmen den Generationswechsel gestaltet

    Wenn ein Mensch stirbt, bleibt den Angehörigen oft nur wenig Zeit, das Unvorstellbare zu organisieren. Zwischen Behördenwegen, Formalitäten und der eigenen Trauer entsteht in wenigen Tagen ein organisatorischer Kraftakt. In solchen Momenten zählt vor allem eines: ein verlässlicher Ansprechpartner vor Ort, der Ruhe, Erfahrung und Struktur in eine Ausnahmesituation bringt. In Chemnitz begleitet die Ambrosia Bestattungen GmbH als Familienunternehmen Menschen seit mehr als drei Jahrzehnten auf diesem Weg und hat zuletzt einen Generationswechsel vollzogen, der Kontinuität mit neuen Impulsen verbindet.

    6 Min. LesezeitLesen
    Zur Startseite