Wirtschaftslexikon·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. November 2013

Definition Gewinn-und-Verlust-Rechnung – Essenzieller Teil des Jahresabschlusses

Aufbau der Gewinn-und- Verlust -Rechnung

Gewinne und Verluste werden einander übersichtlich gegenübergestellt. Es ist nicht zulässig, sie zu saldieren. Bei der Erstellung der GuV wählt man die Konto- oder die Staffelform. In Kapitalgesellschaften ist die Staffelform aufgrund der höheren Übersichtlichkeit vorgeschrieben. Man verwendet das Gesamt- oder das Umsatzkostenverfahren. Grundsätzlich ist die Form der Darstellung ebenso beizubehalten wie die Bezeichnung und Abfolge der einzelnen Posten. Damit werden die Bilanzkontinuität und die Vergleichbarkeit der GuV gewährleistet.

Wichtige Vorschriften bei der Erstellung der GuV

Die Regelungen für die Ausführung der GuV sind im Handelsgesetzbuch (HGB) festgelegt. Für kleine und mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten gemäß § 276 HGB Vereinfachungen bei der Erstellung. Die für die einzelnen Posten geltenden Vorschriften werden in § 277 genau erklärt. Dabei geht es um außerordentliche Abschreibungen, Erträge, Aufwendungen Bestandsveränderungen und Umsatzerlöse. Einzelkaufleute und Personengesellschaften sind zwar nicht an die Richtlinien gebunden, doch empfehlen sie sich als Orientierungshilfe.

Grenzen der GuV

Der Jahresüberschuss kann in das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, das außerordentliche Ergebnis und die Steuern gegliedert werden. Damit ist zwar eine Analyse der Geldquellen (zur Geld Definition), doch keine betriebswirtschaftliche Erfolgsaufspaltung möglich. Hierfür fehlt die Unterscheidung von Erträgen und Aufwendungen in inner- und außerbetriebliche, regelmäßige und einmalige, periodenfremde und periodeneigene.

Christian Weis

Teilen:
Weitere Artikel
Standortqualität in Hockenheim: Was Unternehmen und Beschäftigte neben Verkehr und Gewerbeflächen berücksichtigen sollten
Guide's
Standortqualität in Hockenheim: Was Unternehmen und Beschäftigte neben Verkehr und Gewerbeflächen berücksichtigen sollten

Bei einer Standortentscheidung stehen häufig Gewerbeflächen, Kosten und Verkehrsanbindung zuerst auf dem Prüfstand. Für Unternehmen ist das nachvollziehbar: Ohne geeignete Räume und funktionierende Wege lassen sich betriebliche Abläufe schwer planen. Beschäftigte erleben einen Standort jedoch auch nach Feierabend. Wer Hockenheim wirtschaftlich einordnen möchte, sollte deshalb ebenso auf Wohnen, Freizeit, Familienalltag und die Einbindung in die Region schauen. Standortentscheidungen enden nicht am Werkstor

6 Min. LesezeitLesen
Rollende Innovation: Wie moderner Reifenservice Fuhrparks und Fahrzeughalter entlastet
Innovation
Rollende Innovation: Wie moderner Reifenservice Fuhrparks und Fahrzeughalter entlastet

Reifen gelten im Alltag oft als reines Verschleißteil. Doch im modernen Straßenverkehr spielen sie eine strategische Rolle. Für Flottenbetreiber und Fahrzeughalter sind sie ein wesentlicher Faktor, wenn es um die Sicherheit, den Kraftstoffverbrauch und die gesamten Betriebskosten eines Fahrzeugs geht. Ein klassischer Werkstattbesuch für den reinen Radwechsel deckt die heutigen Anforderungen oft nicht mehr ab. Der Reifenservice hat sich im Laufe der Zeit von einer handwerklichen Aufgabe zu einer umfassenden Dienstleistung entwickelt. Moderne Konzepte und gut abgestimmte Prozesse helfen inzwischen maßgeblich dabei, die Mobilität auf der Straße effizienter, sicherer und vor allem planbarer zu gestalten.

3 Min. LesezeitLesen
Immobilienverkauf mit Weitblick: Franz Knon über Vorbereitung, Vermarktung und Übergabe
Expertentalk
Immobilienverkauf mit Weitblick: Franz Knon über Vorbereitung, Vermarktung und Übergabe

Ein Immobilienverkauf beginnt nicht mit dem Inserat. Für Eigentümer stellt sich zuerst die Frage, welcher Preis unter den konkreten Bedingungen plausibel ist, welche Unterlagen fehlen und wie viel Abstimmung der Prozess erfordert. Wer hier zu schnell startet, riskiert falsche Erwartungen und unnötige Verzögerungen. Im Interview erklärt Franz Knon, der nach eigenen Angaben seit 1999 gemeinsam mit Manuela Karl-Knon in Niederbayern tätig ist, welche Schritte beim Immobilienverkauf für Eigentümer aus seiner Sicht für eine belastbare Vorbereitung entscheidend sind. business-on.de: Warum sollte der Verkauf nicht mit dem Inserat beginnen? Franz Knon: Weil ein Inserat nur funktioniert, wenn vorher die grundlegenden Fragen geklärt sind. Häufig haben Eigentümer bereits eine konkrete Preisvorstellung und einen Wunschtermin im Kopf, bevor überhaupt klar ist, in welchem Zustand das Objekt ist oder welche Unterlagen fehlen. Dann entsteht Druck, der im weiteren Verlauf teuer werden kann. Am Anfang sollte eine ehrliche Bestandsaufnahme stehen: Was ist der Anlass des Verkaufs, welches Ziel verfolgt der Eigentümer, und wie sieht der realistische Zeitrahmen aus? Gerade bei familiären Anlässen wie einer Erbschaft oder einer Trennung spielen oft mehrere Personen und unterschiedliche Erwartungen hinein, die frühzeitig auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Erst wenn diese Punkte benannt sind, lohnt es sich, über Vermarktung und Veröffentlichung nachzudenken. Diese Reihenfolge kostet am Anfang etwas Zeit, spart aber später deutlich mehr Zeit und Nerven. Ein überstürzter Start führt dagegen häufig dazu, dass Fragen erst dann auftauchen, wenn Interessenten bereits vor der Tür stehen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite