Wirtschaftslexikon·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
6. November 2013

Zentrale Größe der Geschäftstätigkeit

Aussagekraft der Gewinngröße

Um Rückschlüsse auf den Geschäftserfolg zu ziehen, muss der Gewinn in Relation zu anderen Größen gesetzt werden. Besonders wichtig ist hierbei das Eigenkapital. Die entsprechende Kenngröße bezeichnet man als Eigenkapitalrentabilität. Der Gewinn lässt darüber hinaus nur bedingt Rückschlüsse auf den Erfolg der eigentlichen Geschäftstätigkeit zu. Grund hierfür sind gesetzliche Bestimmungen, wie sie Rücklagen, das Niederstwertprinzip und stille Reserven betreffen.

Die Berechnung des Gewinns

Die Formel zur Errechnung des Gewinns in der Kosten- und Leistungsrechnung lautet:

G=E-K

G: Gewinn
E: Erlös
K: Kosten

Unterschiedliche Arten der Erfolgsrechnung

Der Gewinn wird innerhalb der Erfolgsrechnung des Rechnungswesens durchgeführt. Je nach Betrachtungsgegenstand unterscheidet man Periodenerfolgsrechnung, Stückerfolgsrechnung und Investitionsrechnung.

Gewinnermittlung in der Betriebswirtschaft

Die Gewinnermittlung erfolgt innerhalb des Rechnungswesens, genauer gesagt im Rahmen der Erfolgsrechung. Je nachdem, welchen Zweck die Erfolgsrechnung verfolgt, wird der verwendete Gewinnbegriff angepasst. Auf der anderen Seite wird der Gewinnbegriff erst durch Ermittlungsregeln der Erfolgsrechnung konkretisiert und so nutzbar gemacht. Mit diesen verschiedenen Systemen gehen auch verschiedene Möglichkeiten bei der Ermittlung des Erfolgs einher. Entsprechend vielschichtig sind die Ergebnisse, die im Rahmen einer Gewinnermittlung auftreten können.

Beispiele für Verfahren zur Erfolgsmessung sind unter anderem:

  • die Periodenerfolgsrechnung
  • die Stückerfolgsrechnung
  • die Investitionsrechnung

Die Periodenrechnung dient hierbei der Ermittlung des Erfolgs in einer bestimmten Periode wie beispielsweise einem Geschäftsjahr. Mit der Stückerfolgsrechnung wird hingegen der Beitrag gemessen, den einzelne Produktionseinheiten zum gesamten Unternehmenserfolg leisten. Bei der Investitionserfolgsrechnung wird der Beitrag von einzelnen Investitionen zum gesamten Unternehmenserfolg ermittelt.

Begriffliche Abgrenzung

Es ist immer zu beachten, dass die Gewinn- und Verlust rechnung nicht mit den Größen Gewinn und Verlust endet. Viel wichtiger ist hier der Jahresüberschuss /Jahresfehlbetrag. Dabei handelt es sich aber nicht um die gleichen Größen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn das Unternehmen, das die Bilanz erstellt, den Jahresüberschuss an die Muttergesellschaft abführt oder Jahresfehlbeträge erhält. Diese Aufwendungen müssen nur vor dem Jahresüberschuss ausgewiesen werden, was regelmäßig zu Verwirrung führt. Die wirtschaftliche Darstellung der Gewinne/Verluste der Tochtergesellschaft ist entsprechend nicht korrekt.

Durch Gewinnabführungsverträge ist der Bilanzgewinn in der Regel Null. In Wirklichkeit ist es jedoch natürlich zu Gewinnen und Verlusten gekommen, die lediglich von der Muttergesellschaft abgeschöpft wurden. Hierbei handelt es sich dann um „Aufwendungen aus abgeführten Gewinnen“ und „Verträge aus Verlustübernahmen“. Zusammen stellen sie die Korrekturposten für die Gewinne und Verluste dar, die tatsächlich entstanden sind.

Florian Weis

Teilen:
Weitere Artikel
Produktivität trifft Design: Der Weg zur optimalen Büroeinrichtung
Arbeitsleben
Produktivität trifft Design: Der Weg zur optimalen Büroeinrichtung

Das Büro hat sich im Laufe der Zeit spürbar gewandelt. Es ist heute weit mehr als nur ein Raum mit Schreibtischen. Vielmehr dient es als wichtiger Ort für den fachlichen Austausch und für konzentriertes Arbeiten. Die Wahl der passenden Einrichtung spielt in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle. Dabei geht es um weit mehr als um rein optische Fragen. Gut geplante Räume und sorgfältig ausgewählte Möbel wirken sich messbar auf das Wohlbefinden und die tägliche Arbeitsleistung aus. Somit ist eine kluge Entscheidung bei der Büroausstattung stets auch ein strategischer Schritt für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

3 Min. LesezeitLesen
Die Kunst der strategischen Erholung: Wie Unternehmer langfristig leistungsfähig bleiben
Wirtschaft
Die Kunst der strategischen Erholung: Wie Unternehmer langfristig leistungsfähig bleiben

Das Bild vom unermüdlichen Gründer, der Tag und Nacht am Schreibtisch sitzt, hält sich in der Wirtschaftswelt hartnäckig. Ständige Erreichbarkeit und ein voller Terminkalender gelten oft noch als Maßstab für berufliches Engagement. Doch dieser Dauerbetrieb fordert auf lange Sicht einen spürbaren Preis. Wer ein Unternehmen leitet, trägt viel Verantwortung, und genau das verbraucht tägliche Ressourcen. Erholung ist deshalb kein Luxus und erst recht kein Zeichen von mangelnder Disziplin. Vielmehr handelt es sich um eine sachliche Notwendigkeit im Arbeitsalltag. Die eigenen Energiereserven müssen genauso aufmerksam verwaltet werden wie die Finanzen des Betriebs.

4 Min. LesezeitLesen
Immobilienverkauf mit Weitblick: Die essenziellen Schritte für Eigentümer
Verbraucher
Immobilienverkauf mit Weitblick: Die essenziellen Schritte für Eigentümer

Der Verkauf einer Immobilie ist ein bedeutendes finanzielles Vorhaben. Oft sind die Räume mit vielen persönlichen Erinnerungen verbunden, was den Abschied verständlicherweise schwer macht. Doch genau diese Gefühle können den Blick auf die sachlichen Aspekte des Verkaufs verstellen. Wer ein Haus oder eine Wohnung erfolgreich auf dem Markt anbieten möchte, sollte das Vorhaben als geschäftliches Projekt betrachten. Die Bedingungen auf dem Immobilienmarkt verändern sich stetig. Rahmenbedingungen wie Zinsen schwanken, und auch die Erwartungen der Käuferseite passen sich den neuen Gegebenheiten kontinuierlich an. In einem solchen Umfeld ist ein klarer Fahrplan entscheidend für den Erfolg. Eine gründliche Vorbereitung schützt vor unerwarteten Hürden und sorgt für einen ruhigen, geordneten Ablauf bis zur Schlüsselübergabe.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite