Erbbaurecht und Bebauung können zusammenfließen
Anders kann es jedoch aussehen, wenn die Bestellung eines Erbbaurechts an einem Grundstück vereinbart wird und der Grundstückseigentümer aufgrund der Vertrag lichen Verpflichtung zuvor noch das Gebäude auf eigene Kosten herstellen muss. Hier liegt nach dem Urteil des FG Köln vom 10.3.2010 ein Erbbaurecht an einem bebauten Grundstück vor und neben den Erbbauzinsen fließen auch die Aufwendungen für die Errichtung des Gebäudes in die Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer (HIER finden Sie Informationen zur Grunderwerbsteuer) ein. Denn in einem solchen Fall liegt ein einheitliches Vertragswerk vor, weil zwischen dem Erbbaurechts- und dem Bauerrichtungsvertrag ein enger sachlicher Zusammenhang besteht, aufgrund dessen für alle am Projekt Beteiligten verbindlich feststeht, dass, wie und mit welchem Unternehmen das Grundstück, an dem der Erwerber das Erbbaurecht erwerben wird, bebaut werden wird (Az. 5 K 99/09).
Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist jede Gegenleistung, die der Erwerber eines Grundstücks beziehungsweise der Erbbauberechtigte als Entgelt für den Kauf beziehungsweise die Bestellung des Erbbaurechts gewährt. Geht es um die Bestellung eines Erbbaurechts an einem bebauten Grundstück, so sind neben den vom Erbbauberechtigten zu zahlenden Erbbauzinsen grundsätzlich auch seine Aufwendungen maßgebend, wenn diese in die Errichtung des Gebäudes durch den Eigentümer einfließen. Gleiches gilt nun, wenn das Erbbaurecht nur an einem unbebauten Grundstück besteht, die vereinbarten Kosten, die vom Eigentümer getragen werden, dem Erbbauberechtigten zugutekommen. Dann zählen diese Bauaufwendungen zur steuerpflichtigen Gegenleistung.
Entscheidend für die Annahme eines einheitlichen Vertragswerks ist nicht, ob sich der Erwerb in bebautem Zustand aus einem Vertrag ergibt. Auch die Inhalte mehrerer Verträge gelten als ein Erwerb, wenn zwischen ihnen ein rechtlicher oder ein so enger tatsächlicher Zusammenhang besteht, dass der Erwerber – objektiv betrachtet – ein bebautes Grundstück erhält.
(TIPP) Durch diese Rechtsprechung haben Finanzbeamte nunmehr gute Argumente, zum Beispiel den Hauskauf vom Bauträger immer als schlüsselfertiges Werk zu besteuern. Auch eine Aufspaltung in mehrere Verträge nützt nichts, das Finanzamt vermutet auch hier einen einheitlichen Vorgang und setzt generell auf alles Grunderwerbsteuer fest. Das gilt dann neben den Baukosten und Grundstückspreis auch für Makler-, Vermessungs-, Erschließungsgebühren und Sonderwünsche des Bauherren. Zu beachten ist, dass die Grunderwerbsteuer bei den Mieteinkünften nicht sofort als Werbungskosten (zur Werbungskosten Definition) absetzbar, sondern zusammen mit dem Gebäude über 50 Jahre verteilt abzuschreiben ist. Sie zählt nämlich zu den Anschaffungskosten des Grund und Bodens und des Gebäudes.
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FirmenportraitFenster, Haustür und Sonnenschutz sind weit mehr als funktionale Bestandteile eines Gebäudes. Die Bauelemente beeinflussen Energieeffizienz, Wohnkomfort sowie den Wert einer Immobilie und damit auch die Wirtschaftlichkeit einer Investition. Der Markt ist vielfältig: Online-Anbieter, Baumärkte und regionale Fachbetriebe konkurrieren mit unterschiedlichen Konzepten und Preisstrategien. Worauf es bei der Auswahl tatsächlich ankommt und wie sich ein inhabergeführter Handwerksbetrieb mit eigener Fertigung in diesem Markt positioniert, zeigt ein Blick nach Reute bei Freiburg. Fenstertausch und Sanierung als Vertrauensfrage
BusinessKunden gewinnen innerhalb kurzer Zeit einen Eindruck von einem Unternehmen. Dabei zählen nicht allein Produkte und Dienstleistungen: Auch Mitarbeitende prägen die Wahrnehmung einer Marke – vor allem im direkten Kundenkontakt. Firmenkleidung kann diesen Eindruck gezielt unterstützen. Sie macht die Zugehörigkeit zum Unternehmen sichtbar, schafft ein einheitliches Erscheinungsbild und stärkt so den professionellen Markenauftritt. Wie stark Kleidung die Wahrnehmung beeinflussen kann, zeigt eine 2020 im Journal of Applied Social Psychology veröffentlichte Studie. In vier Experimenten wurden uniformierte Mitarbeitende im Durchschnitt positiver bewertet als ihre nicht uniformierten Kollegen. Bei schlechtem Service zeigte sich jedoch ein gegenläufiger Effekt: Die Verantwortung wurde häufiger dem Unternehmen zugeschrieben. Firmenkleidung kann die Wahrnehmung einer Marke sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Sie macht die Zugehörigkeit zum Unternehmen sichtbar und wird dadurch zu einem wichtigen Bestandteil des Markenauftritts.
VerbraucherEine gute Idee allein ist noch kein Vermögenswert. Erst wenn Erfindungen, Markennamen oder Produktdesigns rechtlich abgesichert sind, lassen sie sich wirtschaftlich nutzen und im Zweifel auch verteidigen. Genau das ist die Aufgabe einer Patentanwältin in Heidenheim: Sie prüft, welches Schutzrecht zu einer Entwicklung passt, begleitet die Anmeldung beim zuständigen Amt und hilft, die Rechte im Streitfall durchzusetzen. Viele Gründer und mittelständische Unternehmen unterschätzen, wie schnell eine ungeschützte Entwicklung von Wettbewerbern aufgegriffen wird. Gewerblicher Rechtsschutz sorgt dafür, dass aus geistigem Eigentum ein echter Wettbewerbsvorteil entsteht. Warum gewerblicher Rechtsschutz für Unternehmen zum Wettbewerbsfaktor wird Für viele Unternehmen gehört das eigene Know-how zum wichtigsten Kapital überhaupt. Eine neue Technik, ein prägnanter Markenname oder eine eigenständige Produktgestaltung entstehen durch erhebliche Investitionen in Entwicklung und Marktpositionierung. Ohne rechtlichen Schutz lässt sich dieser Wert jedoch nur schwer verteidigen: Wettbewerber können erfolgreiche Produkte imitieren, ähnliche Namen nutzen oder Gestaltungen übernehmen.
