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Was ist eigentlich ein Selfmade Millionär?

Sieht man sich heute in Wirtschafts- und Lifestyle-Magazinen um, merkt man eines recht schnell. Millionäre werden immer jünger. Schon lange ist die Zeit vorbei, als vor der ersten Million ein jahrzehntelanger Weg lag. Mit der richtigen Idee und cleverem Mitteleinsatz beweisen immer mehr junge Menschen, dass es auch anders geht. Doch wie hängt das Bild des jugendlichen Top-Verdieners mit dem Begriff Self-made-Millionär zusammen? Und woher kommt der Begriff eigentlich? Sehen wir einmal genauer hin.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Begriffsursprung – der Self-made man
  2. Wie verdienen die meisten Selfmade-Millionäre ihre erste Million?
  3. Erste Möglichkeit: Unternehmensgründung
  4. Zweite Möglichkeit: Führungskräfte, Manager
  5. Dritte Möglichkeit: Hochqualifizierte
  6. Vierte Möglichkeit: Verkauf
  7. Fünfte Möglichkeit: Sonstiges

Begriffsursprung – der Self-made man

Der Begriff Self-made man entstand in den USA. Am einfachsten lässt er sich anhand der Idealvorstellung vom Tellerwäscher verstehen, der es bis zum Millionär bringt. Man bezeichnet damit Menschen, die aus ärmlichen oder einfachen Verhältnissen stammen und es aus eigener Kraft zu Erfolg und Geld bringen.

In dieser Deutung geht der Begriff vermutlich auf den ehemaligen Sklaven und Schriftsteller Frederick Douglass zurück. Er verwendete die Bezeichnung 1859 in einer Rede. Darin erklärte er, wie man mit Mut und Durchhaltevermögen sozial und finanziell aufsteigen kann. Beispielhaft für diesen Weg führt er sein eigenes Leben an. Er wurde als Sklave geboren und schaffte es, durch harte Arbeit zum berühmtesten Afroamerikaner des 19. Jahrhunderts zu werden.

Zwei weitere Vorbilder der Idee sind Gründervater Benjamin Franklin und Einwanderer Johann Jakob Aster. Beide stammten aus ärmlichen Verhältnis (Franklin Sohn eines Kerzendrehers, Aster Sohn des Dorfmetzgers) und konnten sich ein beträchtliches Vermögen aufbauen. Astor brachte es sogar zum ersten Multimillionär der Vereinigten Staaten.

Wie verdienen die meisten Selfmade-Millionäre ihre erste Million?

Sieht man sich die vielen Selfmade-Millionäre genauer an, erkennt man Muster. Grundsätzlich gibt es fünf Arten, auf die Aufsteiger ihre erste Million verdienen:

Erste Möglichkeit: Unternehmensgründung

Sieht man in die USA, zeichnet sich ein deutliches Bild. Dort sind 74% der Selfmade-Millionäre Unternehmensgründer. Das ist auch naheliegend. Immerhin unterliegen die Gehälter, die man als Angestellter verdient, Grenzen. Als Unternehmensführer gibt es keine Einschränkung.

Das bedeutet: Wer aus eigener Kraft eine Million verdienen will, sollte ein Unternehmen gründen. Der Vorteil hierbei besteht darin, dass dieser Weg jedem offen steht. Grundsätzlich hat jeder die Möglichkeit, ein Unternehmen zu gründen.

Zweite Möglichkeit: Führungskräfte, Manager

10% der Selfmade-Millionäre verdienen ihr Geld als Top-Manager. Hier gibt es zwei Gruppen. Auf der einen Seite sind da diejenigen, die in großen Konzernen tätig sind. Nur in diesem Bereich ist es möglich, Gehälter im Millionenbereich zu verdienen. Meistens arbeiten sie sich über viele Jahre auf der Karriereleiter nach oben. Daneben gibt es noch eine andere Gruppe. Meistens handelt es sich dabei um Mitarbeiter kleiner Startups, die sehr schnell expandieren. So haben Anfangsmitarbeiter großer Firmen wie Facebook und Apple z. B. viel Geld damit verdient, dass sie anfangs mit Belegschaftsaktien ausgezahlt wurden, die später im Wert gestiegen sind.

Dritte Möglichkeit: Hochqualifizierte

Weitere 10% der Reichen haben ihr Geld aufgrund ihrer hohen Qualifikation verdient. Sie gehören zu den Besten ihrer Branche und verdienen entsprechend mehr als der Rest ihrer Kollegen. Häufig kann man diese Beobachtung in medizinischen und juristischen Berufsfeldern machen. So verdienen z. B. 20% der Anwälte 80% der Umsätze (Pareto-Prinzip).

Eine solide Ausbildung ist also immer eine Grundvoraussetzung für die erste Million. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass außerdem noch eine überdurchschnittliche Intelligenz erforderlich ist. Das ist auch der Grund dafür, weshalb es 90% der Menschen niemals in derartige Verdienstbereiche schaffen.

Vierte Möglichkeit: Verkauf

Ein kleiner Teil der Selfmade-Millionäre sind Verkäufer (rund 5%). Hier geht es vor allem um hohe Margen. Manche haben ihr Vermögen allein mit hohen Provisionen gemacht. Dieser Weg ist vor allem für diejenigen interessant, die selbst über kein Kapital verfügen. Darüber hinaus spielt die Ausbildung beim Verkauf eher eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger sind hier die Social Skills.

Fünfte Möglichkeit: Sonstiges

Den restlichen einen Prozent der Selfmade-Millionäre machen all diejenigen aus, die ihr Geld abseits der Wirtschaft verdient haben. Das kann ein Lottogewinn gewesen sein, ein Hitsong oder ein Buch. Deutlich erkennt man daran aber, dass ein Millionengewinn in diesen Bereichen am unwahrscheinlichsten ist.

(Redaktion)


 


 

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