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Interview

Philipp Maximilian Scharpenack: „Es gibt immer einen Grund zum Feiern.“

Philipp Maximilian Scharpenack ist Mitbegründer von SUCKIT, einem Wassereis mit Alkohol, das erst seit diesem Jahr auf dem Markt ist. Der gebürtige Wuppertaler kam über China in die Domstadt und sagt heute über seine Entscheidung für Köln „Ich liebe diese Stadt“. Dass man auch als Zugezogener sehr lokalpatriotisch sein kann, bewies der Unternehmer im Interview mit Business-on.de.

Business-on.de: Sind Sie gebürtig aus dem Rheinland?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich bin gebürtiger Wuppertaler aber verstehe mich mittlerweile als Rheinländer.

Business-on.de: Sind Sie nur beruflich oder auch privat im Rheinland ansässig?

Philipp Maximilian Scharpenack: Mittlerweile bin ich sowohl beruflich als auch privat hier ansässig und sehr zufrieden.

Business-on.de: Wenn Sie zugezogen sind: Seit wann wohnen Sie im Rheinland und was hat Sie damals zu dem Umzug bewogen?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich habe mich damals aus China für eine Stadt entscheiden müssen, in die es nach dem Auslandsaufenthalt geht. Da standen nur München, Berlin oder Köln zur Debatte. Ich habe mich schlussendlich für letzteres entschieden und bin glücklich darüber.

„Man kennt sich, man hilft sich ist nicht nur ein Kölsche Spruch, sondern Tatsache.“

Business-on.de: Was ist das Besondere am Rheinland?

Philipp Maximilian Scharpenack: In erster Linie die Menschen. Die rheinische Frohnatur ist einfach einfach. Hier wird geduzt und es herrscht überall eine lockere unbefangene Atmosphäre.

Business-on.de: In welcher Branche sind Sie tätig und seit wann?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich bin der Gründer von SUCKIT, einem Wassereis mit Alkohol und erst seit Anfang 2014 am Markt. Wir möchten die Getränkewelt etwas auf den Kopf stellen und dies gelingt uns durch ein gutes Produkt und Marketing ganz gut.

Business-on.de: Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Ihr Unternehmen?

Philipp Maximilian Scharpenack: Aktuell sind wir acht Mitarbeiter inklusive der vier Gründer.

Business-on.de: Wieso arbeiten Sie gerne im Rheinland?

Philipp Maximilian Scharpenack: Wie bereits vorher erwähnt, sind die Menschen einfach sehr entspannt und unkompliziert. „Man kennt sich, man hilft sich“ ist nicht nur ein Kölsche Spruch, sondern Tatsache.

Business-on.de: Welche Vorteile sehen Sie für Ihr Unternehmen in einem Standort in der Region?

Philipp Maximilian Scharpenack: Wir haben in NRW über 17 Millionen Einwohner und viele wichtige Städte ganz in der Nähe. Zudem verfügen wir über eine sehr gute Infrastruktur .

Business-on.de: Ihre Meinung zum berüchtigten Kölner Klüngel…

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich bin dort sehr aktiv und kann eine gegenseitige Unterstützung nur befürworten. Wir sind Herdentiere, die nur in symbiotischen Verbunden richtig erfolgreich sein können. Wer den Kölner Klüngel verurteilt, kennt ihn entweder nicht von innen oder versteht nichts vom Netzwerken.

Philipp Maximilian Scharpenack: „Ich sorge für mein eigenes Netzwerk.“

Business-on.de: Sind Sie im Karneval aktiv?

Philipp Maximilian Scharpenack: Nur auf der Straße, in Clubs und Kneipen. Ich werde aber nächstes Jahr eintreten.

Business-on.de: Wie verbringen Sie Ihre Freizeit?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich spiele viel Basketball, Poker, Schach und Backgammon. Zudem reise ich immens gerne und verbringe viel Zeit mit meinen Freunden und Kontakten.

Business-on.de: In welchen Clubs netzwerken Sie?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich habe seit bald vier Jahren meine eigenen Veranstaltung, das „Gründerpokern – Spielerisch neue Kontakte knüpfen“ und sorge somit für mein eigenes Netzwerk.

Business-on.de: Was ist Ihr Lieblingsort in der Region und warum?

Philipp Maximilian Scharpenack: Definitiv Köln. Ich liebe diese Stadt einfach.

Business-on.de: Wie beurteilen Sie die Zukunft Ihrer Branche in der Region?

Philipp Maximilian Scharpenack: Lebensmittel werden immer funktionieren. In meinem Bereich rund um Suckit gehe ich auch von keinem Rückgang aus. Menschen haben immer einen Grund zu feiern.

„Die Bürokratie ist eine der größten Unternehmensbremsen.“

Business-on.de: Besteht Ihrer Meinung nach hinsichtlich der wirtschaftlichen Faktoren im Rheinland noch Optimierungsbedarf?

Philipp Maximilian Scharpenack: Es gibt sicherlich immer Themen die verbesserungswürdig sind. Ich kehre aber immer am liebsten erst mal vor meiner Haustüre. Ansonsten sehe ich unsere Bürokratie und langsames System als größte Bremse überhaupt.

Business-on.de: Sehen Sie sich als Unternehmer seitens der Politik ausreichend unterstützt? Wenn nicht, wo besteht noch Handlungsbedarf?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ich sehe mich in einem Land, das die höchsten Standards überhaupt hat - auch politisch. Handlungsbedarf sehe ich insbesondere im Abbau von Bürokratie und direkter Förderung von Netzwerk und Unternehmern.

Business-on.de: Vervollständigen Sie diesen Satz: „Der typische Kölner ist…“

Philipp Maximilian Scharpenack: Ein weltoffener FC-Fan, der mit Kölsch an Karneval am Dom sagt: Et hät noch imma jut jegangen.

Business-on.de: Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissensstand und Erfahrungsschatz beruflich noch mal von vorne anfangen könnten, welche Entscheidungen würden Sie revidieren?

Philipp Maximilian Scharpenack: Jeder Entscheidung, die mit Bewusstsein getroffen und im Nachhinein reflektiert wurde, hilft dir die Gegenwart und Zukunft positiv zu beeinflussen. Es gibt viele Dinge, die nicht gut gelaufen sind, aber sie gehören zu mir und meinem Werdegang, daher revidiere ich keine Entscheidungen.

Business-on.de: Würde es beim Rheinland bleiben?

Philipp Maximilian Scharpenack: Ävver et Hätz bliev he in Kölle...

Business-on.de: Beenden Sie diesen Satz: „Wenn ich nicht in Köln wäre, dann wäre ich in …“

Philipp Maximilian Scharpenack: …meinem Herzen trotzdem dort.

(Christian Weis)


 


 

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