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5. Februar 2016

Heiko Müller: „Ebury richtet sich an den klassischen Mittelstand und an Unternehmen, die mehr Transparenz und Effizienz fordern“

Business-on.de: Bitte stellen Sie Ihr Unternehmen Ebury kurz vor.

Heiko Müller: Ebury ist ein FinTech-Unternehmen mit Sitz London, das 2009 gegründet wurde. Als Spezialist für Auslandstransaktionen unterstützt Ebury kleine und mittelständische Unternehmen bei der Durchführung von Fremdwährungstransaktionen und der Absicherung von Fremdwährungsrisiken.

Business-on.de: Ebury ist erst kürzlich in Deutschland gestartet – wieso dieser Schritt?

Heiko Müller: Wir haben früh gemerkt, dass der deutsche Markt nicht nur eine tragende Rolle spielt, sondern dass Unternehmen in Deutschland auch großen Bedarf an den Dienstleistungen haben, die Ebury bietet. Generell sind deutsche Unternehmen im Vergleich zu anderen Nachbarn in Europa bei dem Thema Finanzdienstleistungen eher vorsichtig und zurückhaltend und wenden sich traditionell eher an die Hausbanken. Daher ist es für Ebury besonders wichtig ein Expertenteam bieten zu können, das sich nur dem deutschen Markt widmet und die Bedürfnisse und Lösungen der Unternehmen genau kennt.

Business-on.de: Auf der deutschen Internetseite von Ebury heißt es, dass viele Unternehmen keine angemessene Unterstützung von traditionellen Finanzinstituten erhalten würden. Können Sie erläutern, an welche Unternehmen Sie sich richten und wieso?

Heiko Müller: Traditionelle Finanzinstitute bieten traditionelle Lösungen, die nach einem Standardschema definiert und angeboten werden. Ebury richtet sich an den klassischen Mittelstand und an Unternehmen, die mehr Transparenz und Effizienz fordern als die standardisierten Prozesse, die Banken bieten können.

Mit einem Währungsangebot von über 140 Währungen bietet Ebury vielen Unternehmen aus etlichen Branchen Lösungen für Auslandstransaktionen. Der immer größer werdende Kundenstamm von Ebury umfasst beispielsweise Online-Händler, die internationale Zahlungen empfangen und Unternehmen aus dem Import- und Export-Bereich. Zudem arbeitet Ebury auch intensiv mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammen, die häufig nach einer Lösung suchen, Spendengelder in Schwellenländer zu transferieren und dabei Währungsrisiken eliminieren möchten. Ebury bietet hier effiziente und effektive Optionen, die individuell auf das jeweilige Unternehmen abgestimmt sind.

Business-on.de: Auf welcher Technologie basieren die Services von Ebury?

Heiko Müller: Ebury ermöglicht Kunden nicht nur den direkten Kontakt mit den Fremdwährungsspezialisten, die bedarfsorientierte Lösungen bieten. Ebury stellt den Kunden zusätzlich eine hauseigene Online-Plattform zur Verfügung, auf der Kunden direkt handeln können. Dadurch können Ebury’s Kunden den Service flexibel und jederzeit in Anspruch nehmen und Transaktionen verfolgen.

Business-on.de: Ebury handelt mit 140 Währungen – gibt es Überlegungen, auch Crypto-Currencies – wie z.B. Bitcoins – anzubieten?

Heiko Müller: Nein, bisher haben wir Bitcoins oder ähnliche Währungen noch nicht für zukünftige Pläne berücksichtigt.

Business-on.de: Ein deutsches Import- und Exportunternehmen möchte Ihren Dienst in Anspruch nehmen. Wie sieht das konkret aus?

Heiko Müller: Ebury arbeitet beispielsweise mit Unternehmen zusammen, die in Deutschland produzieren, Umsätze in Euro erwirtschaften, jedoch auch Teile aus China importieren. Die Lieferanten in China werden meist in US-Dollar, zum Teil aber auch in Yuan bezahlt. Dadurch sind die Unternehmen dem aktuellen Wechselkurs und möglichen Schwankungen ausgesetzt, was sich wiederum negativ auf die Marge auswirken kann.

Ebury ermöglicht diesen Unternehmen eine Absicherung gegen Kursvolatilitäten, um die Margen konstant zu halten und budgetierte Wechselkurse zu garantieren. Außerdem können durch die Verwendung von Lokalwährungen zum Teil bessere Lieferbedingungen verhandelt werden. Ebury nimmt neben der Absicherung aber auch die Zahlung an den Lieferanten vor, was den Zahlungsverkehr des Unternehmens vereinfacht.

Mehr Information auf ebury.de

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