Bikepark-Experte Nico Reuter: “Es braucht Strecken für alle Schwierigkeitsgrade”

Laut statista.de beträgt der Fahrradbestand in Deutschland knapp 80 Millionen Bikes. Also: Fast jeder Deutsche besitzt statistisch gesehen einen Drahtesel. Der Umsatz durch Fahrradverkäufe lag im Jahr 2018 bei 3,16 Milliarden Euro – Tendenz weiter steigend, auch wegen Corona, das bei vielen Menschen die Liebe zum Rad neu entfacht hat.
Es gibt darüber hinaus eine Personengruppe, die mehr will, als einfach nur in die Pedale strampeln. Nämlich sportlich ambitionierte Mountainbiker, die durch anspruchsvolle Parcours fahren, harte Kurven und weite Jumps nehmen als sei es ein Kinderspiel. Wir sprachen mit Nico Reuter, der im saarländischen Freisen ein Unternehmen für die Entwicklung und Vermarktung von Mountainbike Destinationen aufgebaut hat und womöglich schon bald seinen eigenen Bikepark am Idarkopf im rheinland-pfälzischen Hunsrück betreibt.
business-on.de: Nico, Du entwickelst seit 8 Jahren den Bikepark Idarkopf, in etwa gleich weiter Entfernung von Trier und Koblenz. Kann ein Bike Park den Tourismus ankurbeln?
Nico Reuter: Klar, auf jeden Fall. Mountainbiking ist die stärkste wachsende touristische Zielgruppe und wird schon bald Wandern und Wintersport ablösen. Darauf haben wir als Unternehmen schon vor zehn Jahren gesetzt und unser Geschäftsmodell aufgebaut.
business-on.de: Ist sowas auch für kleinere Regionen denkbar?

Nico Reuter: Selbstverständlich. Aktuell haben wir für einen Verein im Nordsaarland einen Mini-Bikepark gebaut. Da kommen teilweise bis zu 200 Leute pro Tag am Wochenende hin. Die Gemeinde hat dieses Potenzial jetzt erkannt und uns damit beauftragt, dieses Konzept deutlich zu erweitern. Hier wird viel Geld investiert. Und das wird sich im Rahmen volkswirtschaftlicher und regional ökonomischer Effekte auszahlen. Aber auch kleine Wintersportbetriebe in Mittelgebirgen können starke Profiteure sein. Gerade die Topografie eines Mittelgebirges eignet sich ideal fürs Mountainbiken. Hier gibt es keine so steilen Hänge wie in den Alpen. Das kommt Anfängern selbstverständlich zugute. Gerade aufgrund dieses Potenzials investieren wir auch selbst in Standorte wie den Idarkopf im Hunsrück.
business-on.de: Wer sind die Profiteure von Bike Parks?
Nico Reuter: Natürlich die ansässige Gastronomie und Beherbergungsbetriebe, kommunale Einrichtungen wie Schwimmbäder oder Freizeitzentren, andere touristische Betriebe und Attraktionen und nicht zuletzt der lokale Einzelhandel.
business-on.de: Liegen Bike Parks generell im Trend?
Nico Reuter: Unsere Konzepte und Planungen richten sich komplett nach dem Motto „Naturnaher Tourismus für die ganze Familie“. Wir konzentrieren uns also klar auf Mountainbike Erlebnisse für die ganze Familie und das ohne die ambitionierten Fahrer dabei zu vernachlässigen. Das liegt absolut im Trend. Und wird immer stärker werden. Die Destinationen, welche das Thema Mountainbiking nicht professionell denken und entsprechend investieren, werden touristisch gesehen abgehängt werden.
business-on.de: Was braucht es für einen interessanten Bike Park?

Nico Reuter: Der Fokus muss sich auf Strecken für alle Schwierigkeitsgrade richten. Vom absoluten Anfänger bis hin zum Profi. Die Strecken müssen daher konzeptionell und aufbauend aufeinander über alle Schwierigkeitsgrade gut funktionieren. So bekommen Besucher immer wieder neue Herausforderungen geboten, wenn sie sich bei jedem neuen Besuch in ihrer Fahrtechnik steigern. Das ist die größte konzeptionelle Herausforderung und bedarf langer Erfahrung sowie entsprechenden Szenekenntnissen.
business-on.de: Ist es schwierig alle Parteien unter einen Hut zu kriegen? Zum Beispiel Politik, Forstbesitzer, Jäger, Anwohner und so weiter?
Nico Reuter: Ich bin selbst Jäger und aktiver Naturschützer. Ich versuche dies immer in all meine Projekte mit einfließen zu lassen. Die Interessenlage in deutschen Wäldern ist komplex. Da bedarf es viel Knowhow im Stakeholder Management. Wir betreiben mit unseren Konzepten in erster Linie, besonders auf Basis unserer jagdlichen und naturschutzfachlichen Erfahrungen, gezielte Besucherlenkung sowie Kanalisierung des Sports. Das überzeugt dann in den allermeisten Fällen, auch wenn es oft ein schwieriger und langwieriger Prozess ist.
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
ArbeitslebenArbeitssicherheit ist ein Erfolgsfaktor. Sie schützt die Gesundheit der Mitarbeiter, stabilisiert Abläufe und senkt Ausfallzeiten sowie Kosten. Wer Unfallrisiken im Betrieb früh erkennt und systematisch bewertet, verbessert den Schutz im Arbeitsalltag. Das ist gesetzlich vorgeschrieben und wirtschaftlich sinnvoll. Gerade bei hoher Belastung, knapper Personaldecke und wachsendem Dokumentationsaufwand wird ein gut organisierter Mitarbeiterschutz für viele Unternehmen immer wichtiger. Arbeitsschutz entscheidet über Stabilität im Betrieb Arbeitgeber müssen dafür sorgen, dass Mitarbeiter ihre Arbeit sicher und ohne vermeidbare Gesundheitsrisiken ausüben können. Das Arbeitsschutzgesetz verpflichtet Unternehmen, Gefahren am Arbeitsplatz zu erkennen, passende Maßnahmen festzulegen, deren Wirkung zu prüfen und die Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren.
AktuellWer heute ein Bürogebäude, einen Handelsstandort oder eine gemischt genutzte Gewerbeimmobilie modernisiert, landet schnell bei derselben Frage: Reicht ein konventionelles Heizsystem noch aus, wenn Energiekosten, CO2-Emissionen und regulatorische Vorgaben gleichzeitig Druck machen? Genau an diesem Punkt wird die Wärmepumpe für viele Unternehmen interessant. Das zeigt auch der Blick auf den Markt. In Nichtwohngebäuden lag der Wärmeverbrauch 2023 bei 207 TWh. Davon entfielen noch 69 Prozent auf Öl, Gas und Kohle. Zugleich gewinnen Wärmepumpen im Neubau und bei neuen Projekten spürbar an Bedeutung. Die Debatte wird trotzdem noch zu grob geführt. In vielen Gesprächen geht es nur um die Frage, ob eine Wärmepumpe funktioniert. Die bessere Frage lautet: In welchem Gebäude, mit welcher Wärmequelle und unter welchen Lastprofilen rechnet sie sich? Für eine kleine Büroeinheit gelten andere Maßstäbe als für ein Produktionsgebäude mit hohem Wärmebedarf, langen Laufzeiten oder zusätzlicher Kälteversorgung. Genau deshalb braucht das Thema eine wirtschaftliche und technische Einordnung, die näher an der Praxis bleibt. Warum Wärmepumpen im Gewerbe gerade jetzt ein reales Entscheidungsthema sind
