Medizinalcannabis mit Struktur: Wie eine Münchner Apotheke den Onlinehandel neu denkt

In der Oberländer Apotheke hat Inhaber Ramez Barekzai e.K. etwas geschaffen, das über den klassischen Apothekenbetrieb hinausgeht – aber ohne die Apotheke selbst zu verlassen. Im Online-Shop können Kunden Apotheken Cannabis in München bestellen: Ein spezialisierter Zugang zu medizinischem Cannabis, der so reibungslos und präzise funktioniert, wie es sonst nur wenige Anbieter im Bundesgebiet schaffen.
Dabei ist fox20.de nicht etwa ein externer Dienstleister oder ein loses Vertriebsnetz – es ist der digitale Arm der Oberländer Apotheke. Das macht einen entscheidenden Unterschied. Denn was hier verkauft wird, durchläuft nicht nur pharmazeutische Qualitätskontrollen, sondern auch die persönliche Handschrift eines Apothekers, der sich mit den Herausforderungen der Cannabis Therapie intensiv auseinandersetzt. Wer sich in dieser Branche bewegt, weiß: Es geht um mehr als Verfügbarkeit. Es geht um Vertrauen, sichere Prozesse – und das Verständnis für individuelle Bedürfnisse von Patienten.
Was besonders auffällt: Während der mediale Fokus oft auf regulatorische Fragen oder Lieferengpässe gerichtet ist, setzt fox20.de konsequent auf Klarheit. Live-Bestände im Shop, ein Botendienst, der die Stadtgrenzen nicht scheut und eine fachkundige Beratung durch echte Apothekenmitarbeiter – das ergibt ein selten solides Gesamtbild. Und dennoch: Die Digitalisierung in der Arzneimittelversorgung bleibt ein vermintes Terrain. Was ist möglich, was sinnvoll – und was ist für den Patienten wirklich hilfreich?
Im Gespräch mit Business-on gibt Herr Barekzai Einblicke in die strategische Ausrichtung, die praktischen Hürden und die Vision hinter dem Shop fox20.de.
Business-on: Herr Barekzai, fox20.de ist kein klassischer Marktplatz, sondern direkt an Ihre Apotheke angebunden. Was war der entscheidende Impuls, diesen Online-Shop überhaupt zu starten – und warum gerade jetzt?
Herr Barekzai: In den letzten Jahren haben wir in der Oberländer Apotheke immer mehr Anfragen von Cannabispatienten erhalten – viele davon mit sehr persönlichen Geschichten. Dabei wurde uns schnell klar: Diese alternative Behandlungsmethode bringt in zahlreichen Fällen eine spürbare Verbesserung der Lebensqualität. Gleichzeitig haben wir festgestellt, wie schwierig es für viele Patienten ist, zuverlässig an ihr Medikament zu kommen – sei es wegen Lieferengpässen, unklaren Abläufen oder fehlender Transparenz.
Da ich privat wie beruflich ein großer Fan von Prozessoptimierung bin, war schnell klar, dass es dafür eine eigene digitale Lösung braucht – mit klaren Strukturen, direkter Anbindung an unsere Apotheke und einem echten Mehrwert für den Patienten. fox20.de ist deshalb kein Fremdprojekt, sondern unser Weg, die Versorgung spürbar zu verbessern: mit Live-Beständen, digitaler Rezeptannahme und einem Botendienst, der nicht nur ausliefert, sondern mitdenkt. Der Zeitpunkt war reif – für mehr Effizienz, mehr Nähe und mehr Verlässlichkeit.
Business-on: Der Markt für medizinisches Cannabis wird durch neue gesetzliche Regelungen gerade stark verändert. Wie nehmen Sie die aktuellen Entwicklungen in der Versorgungspraxis wahr – und was bedeutet das konkret für Ihre Patientinnen und Patienten in München?
Herr Barekzai: Wir erleben einen Wandel, der viele Chancen bietet – aber auch neue Verantwortung mit sich bringt. Mit dem Wegfall der BTM-Pflicht wird der Zugang für Patienten zwar einfacher, gleichzeitig steigen aber die Erwartungen an eine strukturierte und sichere Versorgung. Für uns heißt das: noch mehr Fokus auf Qualität, Dokumentation und persönliche Begleitung.
Gerade bei Patienten, die neu in die Therapie einsteigen möchten, sind wir häufig die erste Anlaufstelle. Und das ist auch gut so – denn wer sich zum ersten Mal mit medizinischem Cannabis auseinandersetzt, möchte einen kompetenten Partner an seiner Seite wissen. Da geht es um Aufklärung, Vertrauen und ein Gefühl von Sicherheit. So etwas macht man nicht gerne über einen anonymen Versandhandel, sondern lieber im direkten Austausch mit echten Menschen.
Unsere Patienten profitieren davon, dass wir nicht nur liefern, sondern wirklich begleiten. Ob bei Fragen zur Sorte, zur Einnahme oder zu möglichen Wechselwirkungen – fox20.de ist eben kein anonymer Webshop, sondern ein digitales Versorgungsangebot mit Apotheker-Expertise und echter Nähe.
Business-on: Transparente Live-Bestände, Same-Day-Delivery, digitale Rezeptannahme: fox20.de verbindet Apothekentradition mit digitalen Standards. Doch wie viel Automatisierung verträgt ein sensibler Bereich wie die Cannabis Versorgung überhaupt – und wo braucht es nach wie vor persönliche Beratung und Erfahrung?
Herr Barekzai: Automatisierung ist nur dann sinnvoll, wenn sie Prozesse effizienter und sicherer macht – nicht, wenn sie den Menschen ersetzt. Bei fox20.de setzen wir auf Digitalisierung dort, wo sie Patienten entlastet: etwa durch die Live-Anzeige der Bestände oder die einfache Rezeptübermittlung.
Aber gerade bei Cannabis ist persönliche Beratung durch nichts zu ersetzen. Wir sprechen hier oft von komplexen Therapieverläufen mit individuellen Bedürfnissen. Deshalb ist unser pharmazeutisches Team jederzeit erreichbar – ob telefonisch, per Mail oder persönlich in der Apotheke. Die Technik unterstützt uns, aber die Verantwortung bleibt bei uns als Apotheker.
Business-on: Telemedizin, Botendienste, Rezeptmanagement – fox20.de scheint viele neue Schnittstellen zu bedienen. Welche technischen oder organisatorischen Hürden mussten Sie überwinden, um diese digitale Versorgungsform so nahtlos umzusetzen?
Herr Barekzai: Der größte Aufwand lag sicherlich darin, verschiedene Systeme miteinander zu verbinden – von der Warenwirtschaft über Telemedizin-Plattformen bis hin zur sicheren Zahlungsabwicklung im Webshop. All diese Schnittstellen mussten so gestaltet werden, dass sie nicht nur rechtlich einwandfrei funktionieren, sondern auch für Patienten einfach und transparent nutzbar sind.
Gleichzeitig mussten unsere internen Prozesse neu aufgesetzt werden: Rezeptannahme, Verfügbarkeitsprüfung, Rückfragen und die Organisation unserer Botenlieferungen – all das läuft inzwischen oft innerhalb weniger Stunden.
Dabei war uns von Anfang an wichtig: fox20.de ist kein klassischer Onlineshop, sondern eine digitale Erweiterung unserer Apotheke. Unser Ziel war es, eine zuverlässige, lokal verankerte Lösung zu schaffen – mit dem gleichen Anspruch an Qualität und persönlicher Betreuung, den man auch vor Ort bei uns erwartet.
Business-on: Vielen Dank an Ramez Barekzai für das Gespräch – und für die Einblicke in eine digitale Lösung, die Versorgung persönlicher macht, statt distanzierter.
- Titelbild: Bild von Jacques Tiberi auf Pixabay
RatgeberEin Nebengewerbe meldet man beim örtlichen Gewerbeamt oder Ordnungsamt der Wohnsitzgemeinde an, wahlweise online, persönlich am Schalter oder per Post. Die Gewerbeanmeldung kostet je nach Bundesland und Kommune rund 15 bis 65 Euro. Drei Grundvoraussetzungen entscheiden darüber, ob überhaupt eine nebenberufliche Selbstständigkeit dieser Art vorliegt. Die Tätigkeit muss selbstständig ausgeübt werden, auf Gewinn ausgerichtet sein und dem Hauptberuf zeitlich sowie einkommensmäßig untergeordnet bleiben. Wer ein Nebengewerbe anmelden möchte, findet hier jeden Schritt, alle Kosten, die steuerlichen Pflichten und die sozialversicherungsrechtlichen Folgen, durchgehend mit den aktuellen Werten für 2026. Auf den Punkt gebracht Ein Nebengewerbe meldet man beim örtlichen Gewerbeamt an, online, persönlich oder per Post.
Recht & SteuernWer in der Probezeit psychisch krank ist, kann gekündigt werden, auch während einer laufenden Krankschreibung wegen Depression, Angststörung oder Burnout. Denn das Kündigungsschutzgesetz greift erst nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit, und die Frist für eine ordentliche Kündigung beträgt in dieser Phase nur zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB). Eine Krankmeldung schützt für sich genommen nicht vor der Trennung. Trotzdem stehen Betroffene nicht schutzlos da. Das Maßregelungsverbot und das Schwerbehindertenrecht ziehen klare Grenzen, und finanzielle Ansprüche wie Lohnfortzahlung und Krankengeld bleiben bestehen. Wer psychisch krank am Arbeitsplatz ist, sollte seine Rechte kennen. Die folgenden Abschnitte klären die Rechtslage in Deutschland Schritt für Schritt, von der Beendigung des Jobs über die Offenlegungsfrage bis zur konkreten Handlungsanleitung. Das sollten Sie wissen
InfluencerInfluencer*innen verdienen ihr Geld vor allem über bezahlte Markenkooperationen. Dazu kommen Affiliate-Marketing, direkte Plattformvergütung, Abo- und Fan-Modelle sowie eigene Produkte. Die wichtigste Säule sind die Sponsored Posts auf Social Media. Wer verstehen will, wie Influencer ihr Geld verdienen, sollte nicht bei der Aufzählung der Einnahmequellen stehen bleiben. Entscheidend ist, wie viel vom Bruttoumsatz nach Provisionen, Kosten und Abgaben netto übrig bleibt und wie stark das Einkommen schwankt. Das Wichtigste im Überblick Bezahlte Kooperationen mit Unternehmen sind die wichtigste Einnahmequelle von Influencer*innen, gefolgt von Affiliate-Marketing und eigenen Produkten.
