Spenglerei Bachmann: Handwerk, das bleibt – seit 1862

Es gibt Betriebe, bei denen spürt man: Hier wird nicht bloß gearbeitet, hier wird ein Handwerk gelebt. Die Spenglerei Bachmann bei Rosenheim ist einer davon. Seit über 150 Jahren steht der Name für Metallbearbeitung mit Substanz – vom ersten Hammerschlag in der Schmiede bis zur heutigen spezialisierten Spenglerei, die Dachrinnen, Gauben, Fassadenverkleidungen oder Metalldächer nicht nur baut, sondern denkt.
Die Geschichte des Unternehmens beginnt im Jahr 1862 – mit einem Schmied, der unter anderem am Bau von Herrenchiemsee beteiligt war. Fünf Generationen später ist aus dieser Schmiede einSpenglerei Betrieb in Rosenheim geworden, der sich trotz aller Wandlungen treu geblieben ist: in der Haltung, in der Präzision, im Anspruch an Qualität. Heute führen Martin und Michael Bachmann das Familienunternehmen – beide Spenglermeister, beide im elterlichen Betrieb ausgebildet.
Die Leistungen decken die komplette Palette klassischer Bau-Spenglerei ab – von der passgenauen Dachentwässerung bis zu Stehfalz-Metalldächern, von Abdichtungen bis zu kunstvollen Einzelanfertigungen. Auch ökologische Aspekte fließen ein: Gründächer gehören ebenso zum Portfolio wie der bewusste Einsatz langlebiger, nachhaltig verarbeiteter Materialien.
Auffällig ist auch der enge Schulterschluss mit anderen Gewerken. Spenglerarbeiten sind meist Teil eines größeren Baukontextes – und genau hier zeigt sich, wie wichtig Erfahrung und Koordination sind. Besonders bei Altbausanierungen oder denkmalgeschützten Objekten ist Maßarbeit gefragt, die sich nicht aus Katalogen lösen lässt.
Ein Gespräch mit einem Betrieb, der vieles erlebt hat – und deshalb genau weiß, worauf es ankommt.
Business-on: Sie bieten klassische Spenglerarbeiten, aber auch Kunstspenglerei an. Wie gehen Sie an Projekte heran, bei denen Funktionalität und Gestaltung gleichwertig nebeneinanderstehen?
Spenglerei Bachmann:
Gerade das Spenglerhandwerk bietet hier die Möglichkeit, diese auf den ersten Blick manchmal widersprüchlichen Bereiche perfekt zu verbinden, schön gestaltete Spenglerarbeiten sind auch immer funktional. Ein Falzdach mit schöner Falzführung,
eine ansprechend ausgeführte Kaminverwahrung oder auch ein schön gestaltetes Flachdach mit Begrünung müssen und können diese beiden Sprüche perfekt erfüllen.
Business-on: Ihr Unternehmen besteht seit über 150 Jahren und wird heute in fünfter Generation geführt. Wie verändert sich ein Handwerk über einen so langen Zeitraum – und was bleibt gleich?
Spenglerei Bachmann:
Diese Frage ist sehr spannend, unser Ur-Ur Großvater hat um 1860 die Firma gegründet und war Hufschmied. Er führte verschiedenste Schmiedearbeiten aus und fertigte z.B. auch Bohrer, die für den Bau der Saline-Salzsoleleitung zwischen Berchdesgaden und Rosenheim verwendet wurden aus.
In die Zeit meines Urgroßvaters fiel dann die Zeit des 1. Weltkrieges, in der dieser verpflichtet wurde, wöchentlich Hufeisen für die kaiserliche Armee zu liefern.
Unser Grossvater musste den Betrieb durch die schwierige Zeit des 2 Weltkrieges führen, in der er selbst als Soldat teilnehmen musste.
Unsere Väter und unsere Mutter übernahmen dann in einer wirtschaftlich schwierigen Phase die Verantwortung über den Betrieb und wandelten diesen vom Mischbetrieb zum spezialisierten Spenglerfachbetrieb um und bildeten nebenbei Ihre 3 Söhne zu Spenglermeistern aus.
Mein Bruder Martin und ich führen diesen nun auch schon seit 15 Jahren verantwortlich fort.
Es bleibt also festzuhalten, dass jede Generation ihre eigenen Herausforderungen und Probleme meistern muss durch Flexibilität und Mut.
Was sicher gleich bleibt, ist die Liebe zum Handwerk, das man gelernt hat und dass man jeden Tag aufs Neue versucht, den Herausforderungen gerecht zu werden.
Business-on: Sie arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden, Neubauten, Industriehallen und Gründächern. Welche Anforderungen stellen diese unterschiedlichen Projekte an Ihre Planung und Arbeitsweise?
Spenglerei Bachmann:
Bei denkmalgeschützten Gebäuden wie z.B. Kirchen werden jahrhundertealte Arbeitsweisen wie Falztechnik oder Löttechnik eingesetzt und mit bewährten Materialien wie Kupfer oder Blei kombiniert. Da haben sich einfach die besten Methoden durchgesetzt.
Das älteste Kupfer Blechdach Deutschlands ist auf dem Dom in Hildesheim und ist in Teilen ca. 800 Jahre alt , dabei wurde die sogenannte Doppelstehfalztechnik verwendet, um die Bleche zu verbinden, genau diese Doppelstehfalztechnik führen wie Spengler immer noch genauso aus wie die Spenglerkollegen vor 800 Jahren, ich finde das einfach faszinierend.
Bei Industrie und Zweckbauten herrschen natürlich wirtschaftlich andere Zwänge und es wird durch die Auswahl anderer Baustoffeversucht günstiger zu bauen, eine Gewerbehalle braucht auch kein Kupferblechdach, da reicht eben auch verzinkter Stahl völlig aus.
Business-on: Sie setzen auf ökologische Materialien und eine lange Lebensdauer Ihrer Lösungen. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit in Ihrem Berufsalltag konkret – auch mit Blick auf die Zusammenarbeit mit Architekten oder Bauherren?
Spenglerei Bachmann:
Natürlich wird dieser Bereich immer wichtiger und rückt in den Fokus auch der Bauherren.
Aber auch hier kann das Spenglerhandwerk durch langlebige Materialien und bewährte Arbeitsmethoden seinen Beitrag leisten. Bei Spenglerfalzdächern entsteht praktisch keinerlei Müll oder Abfall.Die Metalle für die Dachdeckungen weisen alle, von Kupfer, Stahl, Zink zu Alu einen sehr hohen Recyclinganteil aus und der anfallende Verschnitt wird gesammelt und wieder eingeschmolzen, das ist wirklich ein Kreislauf und der sehr lange Lebenszyklus eines Spenglerdaches ist hier auch positiv zu nennen.
Bei z.B. Flachdächern verwendet man immer mehr ökologische Baustoffe, bei einem Projekt zur Zeit verwenden wir eine Flachdachdämmung aus Muschelkalk.
Auch die Flachdachbegrünungen sind hier sehr gut und haben viele Vorteile, zum einen schützen sie das Flachdach und zum anderen blühen Blumen, wird Wasser zurückgehalten und das Mikroklima verbessert.
PersonalOhne Strom steht der Betrieb still. Ob Server im Büro, Kassen im Verkauf oder Maschinen in der Halle die heutigen Arbeitsabläufe sind stark von elektrischen Geräten abhängig. Eine zuverlässige Stromversorgung ist die absolute Basis für produktives Arbeiten. Doch wo täglich Strom fließt, entstehen oft unsichtbare Gefahren. Ein kleiner Defekt an einem Kabel oder ein unbemerkter Kurzschluss kann weitreichende Folgen haben. Ein plötzlicher Ausfall legt nicht nur die Arbeit lahm, sondern verursacht oftmals auch finanzielle Schäden. Genau hier setzt die betriebliche Elektrosicherheit an. Sie ist keine lästige Pflichtaufgabe, sondern ein wichtiger Teil des unternehmerischen Risikomanagements. Wer mögliche Gefahrenquellen im Blick behält, sorgt für sichere Abläufe und stärkt die langfristige Stabilität des gesamten Betriebs.
VerbraucherDie Energieversorgung von Gebäuden rückt zunehmend in den Fokus wirtschaftlicher Überlegungen. Der Heizungskeller spielt dabei eine entscheidende Rolle für den langfristigen Werterhalt von Immobilien und Betriebsstätten. Steigende Energiekosten und veränderte gesetzliche Vorgaben machen eine vorausschauende Planung notwendig. Eine Heizungsmodernisierung ist heute kein reiner Kostenfaktor mehr. Vielmehr handelt es sich um eine strategische Investition in die wirtschaftliche Zukunft eines Gebäudes. Damit sich dieser Schritt auszahlt, ist eine genaue Kalkulation gefragt. Es gilt, die anfänglichen Ausgaben, den langfristigen Nutzen und die verfügbaren staatlichen Förderungen sorgfältig aufeinander abzustimmen.
BusinessEin neues Büro ist für jedes Unternehmen ein wichtiger Schritt. Oft wächst das Team, es werden modernere Arbeitsflächen benötigt oder die internen Abläufe haben sich gewandelt. Ein solcher räumlicher Wechsel bringt stets frische Impulse für den Arbeitsalltag. Gleichzeitig gibt es dabei eine spürbare Herausforderung: Der normale Geschäftsbetrieb muss reibungslos weiterlaufen. Ein stillstehender Betrieb kostet Geld, verzögert laufende Projekte und beeinträchtigt den gewohnten Service für die Kundschaft. Die Erreichbarkeit muss zu jedem Zeitpunkt gesichert sein. Das Ziel ist es daher, den Umzug so zu gestalten, dass die tägliche Arbeit nicht unterbrochen wird. Das gelingt mit einer durchdachten Vorbereitung und einer klaren Struktur. Wer im Vorfeld die richtigen logistischen und organisatorischen Schritte plant, meistert den Wechsel an den neuen Standort sicher und entspannt, ohne dass das Kerngeschäft darunter leidet.
