Der Verband Deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) definiert als relevante Rechtsgrundlagen Auszüge aus dem Arbeitsschutzgesetz, dem Sozialgesetzbuch VII, der Arbeitsstättenverordnung und dem Bundesberggesetz. Je nach Branche und Tätigkeitsfeld kommen weitere gesetzliche Vorschriften zur Anwendung. Für die Erste Hilfe im Betrieb müssen ausgebildete Mitarbeiter ständig bereitstehen. Für die Unfallversorgung sind Alarm- und Meldeeinrichtungen, genormte Verbandskästen und arbeitsspezifische Rettungsgeräte vorzuhalten. Die Anzahl der qualifizierten Personen hängt von der Mitarbeiterzahl ab.
Ausstattung und Hilfsmittel am Arbeitsplatz
Die drei genormten Verbandskastentypen werden als Kfz-Verbandskasten (Typ B nach DIN 13164), als kleiner Betriebsverbandskasten (Typ C nach DIN 13157) und als großer Betriebsverbandskasten (Typ E nach DIN 13169) klassifiziert. Die vorgeschriebene Anzahl ist nach Gewerbeart und Mitarbeiterzahl gestaffelt. Grundlegend müssen Arbeitsstätten aus Handel und Verwaltung bis fünfzig Mitarbeiter einen kleinen und bis dreihundert Personen einen großen Betriebsverbandskasten bereithalten. Bei herstellenden, produzierenden und verarbeitenden Betrieben ist ein Kasten Typ C bis zwanzig Personen vorgeschrieben, bis hundert Belegschaftsangehörigen muss mindestens ein Kasten Typ E zur Verfügung stehen. Je nach Ausdehnung und Struktur sowie spezifischen Gefährdungsarten muss die Ausstattung erhöht und ergänzt werden. Normverbandskästen und zusätzliche Ausrüstung und Hilfsmittel bietet Engelbert-Strauss.de an.
Ersthelfer und verantwortliche Personen
Ausgebildete und qualifizierte Ersthelfer sind ausgebildete Mitarbeiter, die sich in zweijährigen Etappen permanent fortbilden. An einer Arbeitsstätte bis zu zwanzig Beschäftigten muss mindestens ein Ersthelfer bereitstehen. In größeren Belegschaften in verwaltenden und handelnden Betrieben wie Büros müssen fünf Prozent der Mitarbeiter Ersthelfer sein. In allen anderen Branchen erhöht sich der Anteil auf zehn Prozent. In Kindertagesstätten muss für jede Kindergruppe ein Ersthelfer bereitstehen. Die vorgegebene Mindestanzahl an Ersthelfern muss immer vor Ort sein. Ab 1.500 Mitarbeitern ist ein Betriebssanitäter erforderlich. Alle grundsätzlichen Vorschriften können durch spezifische Gegebenheiten erweiterte Regeln erhalten. Typische Beispiele sind der Umgang mit Gefahren- und Giftstoffen und das Risiko des eingeschlossen sein.
Vorgehensweise in Not- oder Unfallsituationen
Die Aufgabe von Ersthelfern ist die Sofortversorgung des oder der geschädigten Opfers und das Absetzen eines geeigneten Notrufs. Parallel zu körperlicher Hilfe wie Blutungsstoppung, Wiederbelebung muss der Ersthelfer die Gefahrenzone und Unfallstelle absichern. Beim Notruf gilt die fünf „W“-Regel, um dem Empfänger das Einleiten der optimalen Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen. Mit dem „Wo“ wird zuerst eine möglichst knappe und präzise Beschreibung des Orts angegeben. Als nächster Schritt wartet (W) der Ersthelfer auf die Fragen der Rettungsstelle. Sie beinhalten drei weitere „W“. Was ist passiert, wie viele Personen sind betroffen und welche Verletzungen liegen vor.
Turnus und Zeitumfang der Aus- und Fortbildung
Die für das Erlangen eines Fahrzeugführerscheins obligatorischen Erste-Hilfe-Kurse entsprechen nicht der Grundausbildung eines Ersthelfers. Die Grundausbildung zum Ersthelfer dauert neun Stunden. Der Ausbilder muss von der zuständigen Berufsgenossenschaft zugelassen sein. Die zweijährliche Auffrischung umfasst den gleichen Zeitrahmen. Die Fortbildung kann auch gestaffelt organisiert werden, solange der Ersthelfer innerhalb des Zweijahresrhythmus bleibt. Die ausgebildeten Personen sind auch für die griffbereite, sichere und zuverlässige Lagerung der Hilfsmittel verantwortlich.
Guide'sWenn Räume im Sommer zu warm werden, Waren definierte Lagerbedingungen brauchen oder Technik zuverlässig laufen muss, rückt eine neue Kühl- oder Klimaanlage auf die Investitionsliste. Vor der Geräteauswahl steht jedoch eine andere Aufgabe: Unternehmen müssen beschreiben, welche Bereiche unter welchen Bedingungen gekühlt werden sollen. Erst daraus lassen sich Anforderungen an Leistung, Regelung und späteren Betrieb ableiten. Erst den betrieblichen Bedarf beschreiben Ein Anforderungsprofil hält fest, welches Ergebnis die Anlage im jeweiligen Bereich erreichen soll. Dazu gehören gewünschte Temperatur- und Feuchtebereiche ebenso wie die Frage, wie stark die Bedingungen schwanken dürfen. In einem Büro kann es vor allem um angenehme Arbeitsbedingungen während der Nutzungszeit gehen. Bei empfindlichem Lagergut oder einem technischen Prozess können engere Vorgaben entscheidend sein. Solche Unterschiede sollten vor der Dimensionierung sichtbar werden, statt später durch nachträgliche Einstellungen ausgeglichen werden zu müssen.
BusinessEin Handelsregisterauszug für eine Auslandsniederlassung, ein Zeugnis für eine neue Fachkraft oder eine Vollmacht für einen Geschäftspartner: Sobald Dokumente Grenzen überschreiten, reicht die sprachliche Verständlichkeit allein nicht immer aus. Die empfangende Stelle kann eine beglaubigte Übersetzung verlangen; bei öffentlichen Urkunden kommen mitunter weitere Formalitäten hinzu. Unternehmen sparen Nacharbeit, wenn sie vor der Übersetzung klären, welche Unterlagen in welcher Form tatsächlich einzureichen sind. Wann eine beglaubigte Übersetzung im Geschäftsalltag relevant wird Für die interne Prüfung eines Vertrags oder die Abstimmung mit einem ausländischen Partner genügt häufig eine fachlich sorgfältige, aber nicht beglaubigte Übersetzung. Anders kann es aussehen, wenn ein Dokument bei einer Behörde, einem Gericht oder einer anderen Institution vorgelegt werden soll. Bei Gründungen und Niederlassungen betrifft das beispielsweise Registerauszüge oder Gesellschaftsunterlagen. Im Personalbereich können Abschlusszeugnisse und Qualifikationsnachweise relevant werden. Auch Vollmachten und Zertifikate können je nach Verfahren besondere Formanforderungen auslösen.
BusinessEin Firmenfahrzeug wird schnell über den Kaufpreis, die Leasingrate oder die Fahrzeugklasse diskutiert. Im Arbeitsalltag zählen jedoch andere Fragen: Welche Wege fährt es regelmäßig? Was muss hineinpassen? Wie gut lässt sich ein Werkstatttermin mit den betrieblichen Abläufen vereinbaren? Wer solche Anforderungen vor der Suche festhält, kann Fahrzeuge und Angebote gezielter vergleichen. Das gilt für den einzelnen Wagen eines Selbstständigen ebenso wie für mehrere Fahrzeuge eines kleinen Betriebs. Vom Arbeitsalltag zum Anforderungsprofil Am Anfang steht keine Modellliste, sondern ein Blick auf die tatsächlichen Fahrten. Ein Fahrzeug für Kundentermine muss andere Aufgaben erfüllen als eines, das morgens Werkzeug zur Baustelle bringt oder tagsüber zwischen mehreren Standorten pendelt. Hilfreich ist es, typische Arbeitstage zu beschreiben: Wie viele Personen fahren mit? Welche Gegenstände werden transportiert? Gibt es feste Routen oder wechseln Ziele und Einsatzorte häufig? Auch die Frage, ob das Fahrzeug überwiegend kurz unterwegs ist oder regelmäßig längere Strecken zurücklegt, gehört in dieses Profil.

