Expertentalk·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
19. Oktober 2020

Interview mit Manuel Heyden, CEO von nextmarkets

Herr Heyden, was sind Neobroker und was machen diese so attraktiv?

M. Heyden: Vor vielen Jahren haben wir beim Aktienkauf noch bis zu 50 Euro pro Order beziehungsweise pro Transaktion gezahlt. Anfang der 2000er kamen dann Broker, die die sogenannte Flat Fee eingeführt haben. Dann waren es in der Regel noch circa 5,90 Euro. Jetzt kommen wir aber in ein ganz neues Zeitalter. Denn jetzt können Nutzer null Euro pro Transaktion zahlen. Was viele Leute nicht wissen ist, dass Broker eine Rückvergütung von dem Marktplatz erhalten, auf dem die Transaktion ausgeführt wurde. Man versucht also durch einen hohen Grad an Technologie auf eine Order-Gebühr seitens der Kunden zu verzichten. Hier spricht man dann von einem Neobroker. Diese Bewegung kommt aus den USA und ist mittlerweile auch hierzulande übergeschwappt.

Was raten Sie Einsteigern in die Börsenwelt?

M. Heyden: Mit einem ETF kann man im Grunde genommen nicht viel falsch machen. In einem solchen Fond sind viele Wertpapiere enthalten, was das Risiko überschaubar macht. Aber natürlich ist auch die Rendite geringer. Die Investition in Einzelaktien ist zwar riskanter, dafür aber oftmals lukrativer.

Sind Neulinge oft mit dem Börsengeschehen überfordert?

M. Heyden: Neulinge gehen laut zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen systematisch zu viel Risiko ein. Ohne ein ordentliches Money- und Risikomanagement sollte kein Anleger an der Börse handeln. Unseren Kunden stellen wir deshalb zusätzlich zahlreiche Coaches zur Verfügung, die ihnen viel Expertise an die Hand geben – natürlich kostenlos. Diese versorgen unsere User monatlich mit bis zu 200 Analysen.

Gibt es ein Patentrezept, wie man ein erfolgreicher Trader werden kann?

M. Heyden: Ich würde hier nicht von einem Patentrezept sprechen. Für mich bringt ein erfolgreicher Trader allerdings drei Charaktereigenschaften mit: Stressresistenz, Entscheidungsfreude und Disziplin. Er muss in der Lage sein, seine theoretischen Ansätze konsequent in die Praxis umzusetzen und auf plötzliche Veränderungen der bisherigen Analyse zügig zu reagieren, manchmal sogar sich komplett neu auszurichten. Wir bei nextmarkets wollen unseren Kunden mit unserem Coaching-Programm Werkzeuge an die Hand geben und sie dahingehend unterstützen, sicher mit diesen umzugehen.

Oft ist die Rede von Fractional Trading. Würden Sie uns erklären, was genau man darunter versteht und wieso Anleger davon profitieren können?

M. Heyden: Auch nextmarkets bietet Fractional Trading an. Das heißt, dass unsere Kunden keine ganze Aktie kaufen müssen, sondern nur in ein Bruchstück davon investieren. Zum Beispiel können Anleger schon 50 Euro in eine Amazon-Aktie investieren, die aktuell um die 2.700 Euro kostet. Dadurch partizipieren sie auch mit einer kleinen Investition an der Wertentwicklung eines Unternehmens.

Auf Ihrer Website sprechen Sie von einem sogenannten Spar-CFD. Was ist das?

M. Heyden: Beim Spar-CFD machen sich unsere Kunden die Zinsunterschiede zwischen dem US-amerikanischen Leitzins und dem Zins im Euroraum zunutze. Zurzeit sichern wir unseren Kunden eine jährliche Rendite von 1,25% zu. Durch die unterschiedliche Zinspolitik im Euroraum und den USA gehen wir davon aus, dass sich die Rendite des Spar-CFD auch in den nächsten Jahren in diesem Bereich weiterbewegen oder sogar steigen wird.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Heyden.

Teilen:
Weitere Artikel
Wie werde ich Versicherungsmakler? Voraussetzungen, Ausbildung und Karriere
Karriere
Wie werde ich Versicherungsmakler? Voraussetzungen, Ausbildung und Karriere

Versicherungsmakler arbeiten an einer sensiblen Schnittstelle zwischen Beratung, Risikoanalyse und wirtschaftlicher Verantwortung. Wer in diesen Beruf einsteigen will, braucht deshalb nicht nur Interesse an Versicherungen und Finanzen, sondern auch Fachwissen, rechtliche Sicherheit und ein belastbares Gespür für die Anliegen verschiedener Kunden. Der Weg in die Maklerschaft ist geregelt, zugleich aber vielseitig. Es gibt den klassischen Einstieg über eine Ausbildung, den Wechsel aus einem Versicherungsunternehmen und ebenso Chancen für Quereinsteiger mit der passenden Vorbereitung. Entscheidend ist dabei eine nüchterne Einordnung. Die Tätigkeit als Versicherungsmakler beginnt nicht mit einer einfachen Gewerbeanmeldung und auch nicht mit Vertriebsinteresse allein. Erforderlich sind fachliche Voraussetzungen, eine Erlaubniserteilung, eine Registrierung und ein tragfähiges Konzept für den späteren Berufsalltag. Wer diesen Weg sauber vorbereitet, kann sich in einer anspruchsvollen Versicherungsbranche eine langfristige Position aufbauen. Was macht ein Versicherungsmakler eigentlich?

Lesen
Wie werde ich Feuerwehrmann? Der Weg in einen Beruf mit Verantwortung, Technik und Einsatzbereitschaft
Karriere
Wie werde ich Feuerwehrmann? Der Weg in einen Beruf mit Verantwortung, Technik und Einsatzbereitschaft

Wer Feuerwehrmann werden will, braucht körperliche Belastbarkeit, technisches Verständnis, Disziplin und einen realistischen Blick auf den Berufsalltag. Der Einstieg führt in Deutschland in vielen Fällen über den mittleren feuerwehrtechnischen Dienst, teils auch über kombinierte Ausbildungsmodelle bei der Berufsfeuerwehr oder über die Werkfeuerwehr. Entscheidend sind dabei nicht nur die formalen Voraussetzungen, sondern auch die persönliche Eignung. Der Beruf besteht dabei nicht nur aus Brandeinsätzen. Zum Dienst gehören ebenso Hilfe bei Unfällen, technische Einsätze, Arbeit mit Fahrzeugen und Geräten, Schichtdienst, Rettungsdienst und der Umgang mit Menschen in akuten Notlagen. Wer sich mit der Frage beschäftigt, wie man Feuerwehrmann wird, sucht meist nach einem verlässlichen Überblick: Welcher Schulabschluss wird verlangt, wie läuft die Ausbildung ab, was passiert im Einstellungstest und wie sieht der spätere Dienst wirklich aus? Genau darum geht es in diesem Beitrag.

Lesen
Murostar-Geschäftsführer Felix Hanspach über Qualität, REACH-Konformität und die Zukunft der Tattoo-Branche
Expertentalk
Murostar-Geschäftsführer Felix Hanspach über Qualität, REACH-Konformität und die Zukunft der Tattoo-Branche

Tattoos sind längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen, doch was genau unter die Haut geht, ist eine Wissenschaft für sich. Wir sprechen mit Felix Hanspach, Geschäftsführer der Mabuti GmbH und dem Gesicht hinter Murostar.com, einem der führenden Großhändler für Tattoobedarf und Tattoo-Farben aus Chemnitz. Im Interview gibt er Einblicke in die Herausforderungen der strengen EU-Verordnungen, erklärt, woran man erstklassige Tattoo-Farben erkennt, und verrät, welche Trends die Branche aktuell bewegen. Die Kunst des Tätowierens erfordert nicht nur eine ruhige Hand und Kreativität, sondern vor allem das richtige Werkzeug. Insbesondere bei Tattoo-Farben haben sich die Anforderungen in den letzten Jahren drastisch gewandelt. Seit der Einführung der neuen REACH-Verordnung der EU stehen Sicherheit und Inhaltsstoffe mehr denn je im Fokus. Händler und Studios mussten sich schnell anpassen, um gesetzeskonforme und dennoch brillante Ergebnisse zu liefern. Murostar hat sich in diesem Marktumfeld als verlässlicher Partner für professionelle Tätowierer etabliert. Das Unternehmen bietet ein riesiges Sortiment – von etablierten US-Größen bis hin zu innovativen "Made in Germany"-Marken. Wir haben nachgefragt, was eine hochwertige Farbe heute ausmacht und wie Murostar sicherstellt, dass Künstler nur das Beste in die Dermis ihrer Kunden einbringen.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite