Vertikale Mobilität ohne Stillstand: warum der Aufzug Chefsache sein sollte

In modernen Bürokomplexen, Hotels oder Einkaufszentren ist der Aufzug so selbstverständlich wie der Strom aus der Steckdose. Niemand verschwendet einen Gedanken daran, solange die Fahrt reibungslos verläuft. Doch sobald die Kabine steht oder das Schild „Außer Betrieb“ an der Tür klebt, ändert sich die Wahrnehmung schlagartig.
Ein defekter Fahrstuhl ist weit mehr als ein technisches Ärgernis. Er wird zur Barriere für Kunden, bremst den Warenfluss und sorgt für Frust bei der Belegschaft. Für Gebäudebetreiber und die Verwaltung bedeutet jeder Stillstand nicht nur organisatorischen Stress, sondern oft auch einen greifbaren Imageverlust und unnötige Kosten.
Funktionierende Aufzugsanlagen sind daher ein entscheidender Baustein für die Infrastruktur und den Wert einer Immobilie. Um zu verstehen, warum gute Wartung die beste Versicherung gegen Ausfälle ist, hat sich unsere Redaktion mit ONIK Liftservice ausgetauscht.
Das Unternehmen erklärt im folgenden Interview, warum die Betreiberverantwortung nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf und weshalb unabhängige Expertise oft flexibler ist als starre Konzernverträge.
Wartung als Investition
business-on.de:
Viele Eigentümer betrachten Wartungsverträge zunächst als reinen Kostenfaktor. Welchen wirtschaftlichen Hebel bietet eine professionelle, regelmäßige Instandhaltung tatsächlich, wenn man die Verlängerung der Lebensdauer der Anlage und die Vermeidung teurer Notfallreparaturen in die langfristige Gesamtkalkulation mit einbezieht?
Die Geschäftsführung des ONIK Liftservice:
Ein Aufzug ist ein langlebiges Investitionsgut mit einer geplanten Nutzungsdauer von 25 bis 30 Jahren. Ob diese Lebensdauer tatsächlich erreicht oder sogar überschritten wird, entscheidet sich nicht bei der Installation, sondern im laufenden Betrieb. Regelmäßige, professionelle Instandhaltung wirkt dabei wie ein wirtschaftlicher Hebel an mehreren Stellen gleichzeitig.
Erstens verlängert sie nachweislich die Lebensdauer zentraler Komponenten wie Antrieb, Steuerung und Türsysteme. Durch frühzeitiges Erkennen von Verschleiß lassen sich Bauteile instand setzen oder gezielt austauschen, bevor Folgeschäden entstehen. Das verschiebt kostenintensive Modernisierungen oft um viele Jahre nach hinten – ein erheblicher Effekt in der Gesamtkalkulation.
Zweitens reduzieren Wartungen ungeplante Stillstände. Notfallreparaturen sind nicht nur deutlich teurer als geplante Maßnahmen, sie verursachen auch indirekte Kosten: Nutzungsausfälle, unzufriedene Mieter, organisatorischen Aufwand und im schlimmsten Fall Haftungsrisiken. Eine stabile Verfügbarkeit senkt diese Risiken und schafft Planbarkeit.
Drittens werden Wartungskosten planbar und budgetierbar. Anstatt unvorhersehbarer Einzelrechnungen entsteht ein kalkulierbarer Kostenrahmen, der Eigentümern Sicherheit gibt und Liquidität schont. In der Lebenszykluskostenrechnung liegt eine gut gewartete Anlage daher deutlich unter den Gesamtkosten einer vernachlässigten.
Kurz gesagt: Wer Wartung nur als laufenden Aufwand betrachtet, schaut auf den falschen Zeitraum. Über den gesamten Lebenszyklus gerechnet senkt regelmäßige Instandhaltung die Gesamtkosten, erhöht den Anlagewert und schützt vor finanziellen Überraschungen. Genau darin liegt ihr wirtschaftlicher Hebel.
Technik und Personal
business-on.de:
Die Technik in modernen Aufzugsanlagen wird zunehmend komplexer und digitaler. Wie schwierig ist es in der heutigen Zeit, qualifizierte Fachkräfte für die Wartung von Aufzügen zu finden oder auszubilden, die nicht nur die Mechanik beherrschen, sondern auch die elektronischen Steuerungen sicher analysieren können?
Die Geschäftsführung des ONIK Liftservice:
Aus Sicht eines Unternehmensführers ist das Thema Fachkräfte heute klar eine Herausforderung.
Moderne Aufzüge sind hochkomplexe mechatronische Systeme. Servicetechniker müssen Mechanik, Elektrik und elektronische Steuerungen gleichermaßen beherrschen. Solche Allround-Profile sind am Arbeitsmarkt rar, zumal wir im Wettbewerb mit anderen technischen Branchen stehen.
Deshalb liegt der Fokus weniger auf dem reinen Rekrutieren, sondern auf gezielter Ausbildung und kontinuierlicher Weiterbildung. Der Qualifizierungsaufwand ist deutlich gestiegen, zahlt sich aber aus: Gut ausgebildete Techniker erkennen Probleme früher, vermeiden Fehlreparaturen und sichern eine hohe Anlagenverfügbarkeit.
Haftung und Vorschriften
business-on.de:
Der Gesetzgeber nimmt Gebäudebetreiber durch die Betriebssicherheitsverordnung streng in die Pflicht. Welche konkreten Haftungsrisiken gehen Unternehmen ein, die vorgeschriebene Prüfintervalle vernachlässigen, und wie entlastet ein spezialisierter Dienstleister die Verwaltung bei der Einhaltung dieser rechtlichen Hürden?
Die Geschäftsführung des ONIK Liftservice:
Die Haftungsrisiken bei Vernachlässigung der Prüfpflichten können erheblich sein. Werden vorgeschriebene Prüfintervalle nicht eingehalten, drohen nicht nur Bußgelder, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen und persönliche Haftung der Verantwortlichen insbesondere bei Personen- oder Sachschäden. Zudem kann der Versicherungsschutz im Schadensfall ganz oder teilweise entfallen.
Ein spezialisierter Dienstleister entlastet die Verwaltung, indem er Prüfungen fristgerecht koordiniert, dokumentiert und revisionssicher nachweist. Betreiber erhalten damit Rechtssicherheit, klare Zuständigkeiten und eine lückenlose Dokumentation. So werden rechtliche Risiken minimiert und der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert.
Flexibilität durch Unabhängigkeit
business-on.de:
Am Markt dominieren oft große Konzerne mit standardisierten Angeboten. Welche Vorteile bietet ein mittelständischer, herstellerunabhängiger Servicepartner, wenn es um die schnelle Beschaffung von Ersatzteilen für verschiedenste Marken oder um individuelle Lösungen jenseits von starren Vertragsmodellen geht?
Die Geschäftsführung des ONIK Liftservice:
Wir als mittelständischer, herstellerunabhängigen Servicepartner sehen genau darin unseren größten Vorteil. Wir sind nicht an einen Hersteller gebunden und können Ersatzteile markenübergreifend beschaffen, was im Störungsfall Zeit spart und Stillstände verkürzt. Entscheidungswege sind bei uns deutlich kürzer, individuelle Lösungen lassen sich ohne Konzernvorgaben schnell umsetzen. Statt starrer Vertragsmodelle bieten wir flexible Konzepte, die sich am tatsächlichen Zustand und der Nutzung der Anlage orientieren. Das schafft Kostentransparenz und passgenaue Leistungen. Für Eigentümer bedeutet das vor allem eines: mehr Handlungsspielraum, schnellere Reaktionen und einen Service, der sich an ihren Bedürfnissen ausrichtet.
Sicherheit im Notfall
business-on.de:
Der Stillstand einer Kabine zwischen zwei Etagen ist für Nutzer eine absolute Stresssituation. Wie entscheidend sind eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit und eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale, um im Ernstfall Panik zu vermeiden und die Mobilität im Gebäude schnellstmöglich wiederherzustellen?
Die Geschäftsführung des ONIK Liftservice:
Ein Aufzugsstillstand ist immer ein Ausnahmezustand vor allem für die eingeschlossenen Personen. In dieser Situation entscheidet die erste Minute darüber, ob Panik entsteht oder Vertrauen bleibt. Eine rund um die Uhr besetzte Notrufzentrale mit geschultem Personal kann sofort beruhigen, informieren und die richtigen Maßnahmen einleiten. Ebenso entscheidend ist eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit im Serviceeinsatz, um die Befreiung schnell und sicher durchzuführen. Je kürzer die Wartezeit, desto geringer sind Stress, Gesundheitsrisiken und Folgeschäden. Für Betreiber ist das kein Komfortmerkmal, sondern ein zentraler Bestandteil ihrer Verantwortung für Sicherheit und Mobilität im Gebäude.
ExpertentalkOb Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?
ArbeitslebenDer klassische Bürojob bietet Sicherheit doch nicht jeder findet darin auf Dauer Erfüllung. Zwei Ingenieure aus Passau haben genau diese Erfahrung gemacht und Konsequenzen gezogen: Statt monotoner Abläufe am Schreibtisch wollten sie etwas mit eigenen Händen gestalten und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Herausgekommen ist die PA Grundstein GmbH, ein Hausmeisterdienst aus Passau, der Wohnanlagen, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte betreut. Im Gespräch erzählen die Geschäftsführer Anton Ponigl und Julian Tuma, warum sie ihre ursprüngliche Immobilienidee verwarfen, wie sie innerhalb von nur zwei Monaten gründeten und welche Rolle das technische Studium heute im Betrieb spielt. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt, findet darin viele vertraute Fragen wieder von der Finanzierung bis zur Frage, ab wann ein Gewerbe angemeldet werden muss. business-on.de: Sie beide haben studiert und standen mitten im Berufsleben. Wie sah Ihre Ausgangslage aus – und was hat Sie schließlich in die Selbstständigkeit getrieben? Anton Ponigl und Julian Tuma: Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und schon früh der gemeinsame Wunsch, ein eigenes Projekt zu realisieren. In unseren bisherigen Tätigkeiten waren wir allerdings zunehmend unzufrieden: Der Anteil kreativer, gestaltender Aufgaben war gering, die Arbeitsprozesse überwiegend monoton und wiederkehrend. Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich wirklich zu verwirklichen, fehlten. Gleichzeitig hatten wir beide schon lange eine starke Affinität zu eigenen handwerklichen Projekten, etwa in der Schreinerei. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit war also schon eine Weile da. Natürlich verlässt man eine feste Anstellung nicht nebenbei wir haben Chancen und Risiken lange abgewogen. Aber irgendwann war klar, dass wir den Schritt wagen wollen.
BusinessEine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten
