Aktuell·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
3. Dezember 2020

Homeoffice – ja, aber sicher!

Im Mittelpunkt der jüngsten virtuellen Sitzung des SIHK FachForums Qualitätsmanagement / DGQ-Regionalkreis Märkische Region stand aus aktuellem Anlass das Thema Homeoffice aus dem Blickwinkel der Informations- und Arbeitssicherheit. In der Pandemie haben viele die Erfahrung machen dürfen, wie gut Homeoffice funktionieren kann. Es ist zwar sicher nicht für jeden die optimale Lösung, doch für sehr viele wird dies zumindest in Kombination mit einer betrieblichen Anwesenheit zur Regel werden. Auch darüber waren sich die mehr als 40 Teilnehmer/innen des Treffens einig. In zwei Praxisberichten berichteten Dr. Holger Grieb von der KSI CONSULT LTD. & CO. KG aus Düsseldorf und Arbeitssicherheitsingenieur Peter Heinen aus Lüdenscheid, wie wichtig die Punkte Informationssicherheit und Arbeitssicherheit gerade auch im Homeoffice sind.

Dr. Grieb informierte in ausgesprochen unterhaltsamer und kurzweiliger Art aber gleichzeitig auch hochprofessionell, welch ein Einfallstor ein ungeschütztes Homeoffice Cyberkriminellen bietet. Erschreckend oft wissen diese das zumeist mit hohen Schadensfolgen zu nutzen. Im Gegensatz zu „analogen“ Werten, wo ein Einbruch durch Fenster oder Tür und der Verlust von Wertgegenständen zügig festgestellt werde, sei das bei der Cyberkriminalität nicht so einfach. Der Schutz privater Technik ist häufig wenig geeignet, um damit wertvolle Unternehmensdaten zu sichern. So wird der Weg hin zu einer professionellen Ausstattung mit Unternehmens-Equipment führen, gesichert und überwacht durch die IT des Unternehmens. Grieb sparte bei seinen Ausführungen auch nicht mit vielen Hinweisen und Tipps für die betriebliche Umsetzung.

Peter Heinen, als Ingenieur für Arbeitssicherheit seit Jahren im unternehmerischen Umfeld unterwegs, umriss zunächst die Pflichten des Arbeitgebers speziell auch im Hinblick auf das Thema Homeoffice. Neben der richtigen technischen Ausstattung benötigen Mitarbeiter/innen im Homeoffice aber auch einen angemessenen Arbeitsplatz. Bürostuhl, Tisch und Beleuchtung haben den gleichen Anforderungen wie im Unternehmen zu entsprechen. Der Privatbereich sei ein hohes geschütztes Gut und hier werde ohne Absprache auch keine Beratung und Kontrolle stattfinden. Doch die Gesundheit der Mitarbeiter/innen zu erhalten sei auch im Homeoffice im Sinne des Unternehmens. Deshalb sollte in beiderseitigem Interesse offen miteinander gesprochen und auch umgegangen werden.

Teilen:
Weitere Artikel
Das unsichtbare Netz: Das Zusammenspiel von Körper und Psyche im Arbeitsalltag
Arbeitsleben
Das unsichtbare Netz: Das Zusammenspiel von Körper und Psyche im Arbeitsalltag

Der Berufsalltag verlangt oft volle Aufmerksamkeit: E-Mails im Minutentakt, knappe Fristen und ständige Erreichbarkeit gehören für viele Berufstätige zum Standard. Belastung wird dabei meist als reine Kopfsache abgetan als eine mentale Hürde, die mit etwas Disziplin genommen werden soll. Doch der Organismus funktioniert nicht in getrennten Abteilungen. Physische Reaktionen und seelisches Wohlbefinden sind untrennbar miteinander verknüpft. Was als Druck im Kopf beginnt, zeigt sich oft unbemerkt im Nacken, im Magen oder im allgemeinen Energielevel. Wer Stress am Arbeitsplatz nachhaltig verstehen will, muss das Zusammenspiel von Körper und Psyche als Ganzes betrachten.

4 Min. LesezeitLesen
Schmuck und Antiquitäten verkaufen: Was bei der Einschätzung zählt
Business
Schmuck und Antiquitäten verkaufen: Was bei der Einschätzung zählt

Schmuck aus einem Nachlass, alte Münzen, eine hochwertige Uhr oder Porzellan vom Dachboden: Für Laien ist häufig schwer einzuschätzen, welchen Wert solche Gegenstände haben und welche Merkmale beim Ankauf eine Rolle spielen. Die Kortum GmbH beschäftigt sich mit dem Ankauf und Handel von Gold, Silber, Schmuck und Antikwaren. Bei dem Juwelier in Dresden und Chemnitz für Gold-, Silber- und Antiquitäten gehören neben Edelmetallen unter anderem Münzen, Brillanten, hochwertige Uhren, Porzellan und verschiedene Antiquitäten zum Geschäft. Im Interview spricht Geschäftsführer Klaus Kortum darüber, welche Stücke für eine Begutachtung infrage kommen, worauf bei der Einschätzung geachtet wird und was Verkäufer vor einem Ankauf wissen sollten. business-on.de: Herr Kortum, mit welchen Gegenständen kommen Menschen typischerweise zu Ihnen?

6 Min. LesezeitLesen
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit
Business
Business-Mail für KMU: So wächst die digitale Kommunikation mit

Wenn aus einem Einzelunternehmen ein Team wird, steigen die Anforderungen an die digitale Kommunikation. Gemeinsame Postfächer, klare Zuständigkeiten und sichere Zugänge helfen dabei, Kundenanfragen zu koordinieren und Informationen zuverlässig verfügbar zu halten. Eine passende E-Mail-Infrastruktur unterstützt kleine und mittlere Unternehmen dabei, ihre Abläufe an neue Mitarbeiter und wachsende Aufgaben anzupassen. Am Anfang genügt häufig ein einzelnes E-Mail-Konto für Angebote, Rechnungen und Kundenkontakte. Mit jedem neuen Teammitglied wächst jedoch der Abstimmungsbedarf. Wer beantwortet eingehende Anfragen? Wie bleibt die Korrespondenz für Vertretungen zugänglich? Und wer verwaltet die Zugänge, wenn Beschäftigte das Unternehmen verlassen? Eine Business-E-Mail mit eigener Domain schafft eine einheitliche Grundlage. Damit sie im Alltag funktioniert, müssen Unternehmen auch die organisatorischen und technischen Rahmenbedingungen festlegen. Von der Einzelperson zur koordinierten Teamkommunikation

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite