Ratgeber·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
1. März 2024

4 Tipps, wie Unternehmen familienfreundlicher werden können

Ein familienfreundlicher Arbeitsplatz ist attraktiv für hochqualifizierte Talente, die Wert auf eine gute Work-Life-Balance legen. Dies hilft Unternehmen, talentierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten – auch und gerade in Zeiten des Fachkräftemangels. Wenn Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihre familiären Verpflichtungen respektiert und unterstützt werden, steigt zudem ihre Zufriedenheit am Arbeitsplatz, was zu einer höheren Motivation und Produktivität beiträgt.

Durch die Unterstützung von Eltern mit flexiblen Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsmöglichkeiten können Unternehmen auch die Fehlzeiten reduzieren, die durch familiäre Verpflichtungen entstehen. Eine familienfreundliche Politik fördert eine Kultur der Fürsorge und Unterstützung, die sich positiv auf das gesamte Arbeitsumfeld auswirkt. Nicht zuletzt führt die Unterstützung von Familien für Unternehmen zu einem positiven Image in der Öffentlichkeit und bei potenziellen Kunden, was zu einer stärkeren Markenloyalität führen kann.

Maßnahmen zur Förderung einer kinderfreundlichen Arbeitsumgebung

Unternehmen können durch verschiedene Maßnahmen eine kinderfreundlichere Arbeitsumgebung schaffen, von flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten bis zu Kinderbetreuungsangeboten und gesundheitlichen Vorsorgeleistungen. Diese Maßnahmen tragen nicht nur dazu bei, die Bedürfnisse von Eltern zu erfüllen, sondern verbessern auch die Arbeitszufriedenheit und Produktivität im gesamten Unternehmen.

Indem Unternehmen in familienfreundliche Politiken und Praktiken investieren, schaffen sie eine inklusive Arbeitsumgebung, die allen Mitarbeitern zugutekommt und gleichzeitig zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beiträgt.

Wir geben deshalb 4 einfache Ratschläge, wie Manager und Unternehmer die Arbeitsbedingungen in Ihren Unternehmen familienfreundlicher gestalten können.

Tipp 1: Flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten

Flexible Arbeitszeiten ermöglichen es Mitarbeitern, ihren Arbeitsbeginn und -ende innerhalb bestimmter Rahmenbedingungen selbst zu wählen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass Mitarbeiter innerhalb eines Zeitfensters von 7:00 bis 10:00 Uhr mit ihrer Arbeit beginnen und entsprechend früher oder später den Arbeitstag beenden können. Ziel ist es, Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, ihre beruflichen Verpflichtungen besser mit persönlichen oder familiären Anforderungen wie der Betreuung von Kindern zu vereinbaren.

Homeoffice-Möglichkeiten oder Telearbeit bieten Mitarbeitern die Flexibilität, von zu Hause aus zu arbeiten. Durch die Nutzung digitaler Kommunikationstools und -plattformen können Aufgaben und Projekte effektiv von jedem Ort aus erledigt werden. Dies reduziert den Zeit- und Stressfaktor, der mit dem Pendeln verbunden ist, und ermöglicht Eltern, in der Nähe ihrer Kinder zu sein, was besonders bei Babys oder kleinen Kindern von Vorteil ist.

Unternehmen können flexible Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten durch klare Richtlinien und Vereinbarungen fördern.

Dazu gehören die Definition von Kernarbeitszeiten, in denen die Anwesenheit erforderlich ist, sowie die Bereitstellung der notwendigen technischen Ausstattung und Unterstützung für effizientes Arbeiten von zu Hause aus. Regelmäßige Meetings und Check-ins können helfen, die Kommunikation und den Teamzusammenhalt zu stärken, auch wenn physische Treffen seltener werden.

Tipp 2: Kinderbetreuungsangebote, Wickelräume und Co.

Kinderbetreuungsangebote von Unternehmen können verschiedene Formen annehmen, von firmeneigenen Kindertagesstätten über Kooperationen mit lokalen Kinderbetreuungseinrichtungen bis zu finanziellen Zuschüssen für die Kinderbetreuung der Mitarbeiter, sei es durch direkte Zuschüsse oder durch steuerlich begünstigte Programme. Ziel dieser Angebote ist es, Eltern zu unterstützen, indem die Kinderbetreuung erleichtert und zugänglicher gemacht wird, was eine wesentliche Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt.

Egal, wofür Sie sich entscheiden, die Einführung von Kinderbetreuungsangeboten erfordert eine sorgfältige Planung und Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mitarbeiter.

Zusätzlich sollten auch die Arbeitsstätten kinderfreundlicher gestaltet werden, damit Kinder kurzfristig und ausnahmsweise auch in den Firmenräumen betreut werden können. Richten Sie private und saubere Still- und Wickelräume ein, um Eltern die notwendige Privatsphäre und Bequemlichkeit zu bieten, stellen Sie eine Spielecke zur Verfügung oder statten Sie Ihre Teeküchen mit entsprechenden Nahrungsmitteln und Zubehör aus, welches Sie beispielsweise unter aptaclub.de erwerben können.

Bevor jedoch Maßnahmen ergriffen werden, sollten Unternehmen zunächst den Bedarf an Kinderbetreuung unter ihren Mitarbeitern ermitteln, beispielsweise durch Umfragen oder Gespräche. Basierend auf diesen Informationen können sie dann entscheiden, welche Form der Unterstützung am besten geeignet ist. Wichtig ist auch, die Angebote regelmäßig zu evaluieren und anzupassen, um sicherzustellen, dass sie den Bedürfnissen der Mitarbeiter entsprechen.

Durch die Bereitstellung von Kinderbetreuungsangeboten, Spielecken und Wickelräumen zeigen Unternehmen nicht nur ihre Wertschätzung für die Mitarbeiter, sondern investieren auch in eine positive Arbeitskultur, die die Zufriedenheit und Loyalität der Mitarbeiter fördert und das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber positioniert.

Tipp 3: Elternzeitregelungen und Rückkehrprogramme

Elternzeitregelungen bieten Mitarbeitern die Möglichkeit, nach der Geburt oder Adoption eines Kindes eine Auszeit von der Arbeit zu nehmen, um sich der Betreuung und Erziehung ihres Kindes zu widmen. Diese Regelungen können von gesetzlichen Mindestanforderungen bis zu erweiterten Angeboten des Unternehmens reichen, die über das gesetzliche Maß hinausgehen. Sie umfassen oft die Sicherung des Arbeitsplatzes während der Abwesenheit und können auch finanzielle Unterstützung beinhalten.

Rückkehrprogramme wiederum sind darauf ausgerichtet, Eltern nach der Elternzeit die Wiedereingliederung in den Beruf zu erleichtern. Sie können Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, Mentoring und Unterstützung bei der Kinderbetreuung umfassen. Ziel ist es, den Übergang zurück ins Berufsleben so reibungslos wie möglich zu gestalten und den Eltern zu helfen, ihre beruflichen Fähigkeiten aufzufrischen und sich wieder in das Arbeitsumfeld zu integrieren.

Unternehmen können durch die Entwicklung klarer Richtlinien für Elternzeit und die Schaffung von Strukturen für die Unterstützung bei der Rückkehr in den Beruf eine familienfreundliche Arbeitsumgebung fördern. Dazu gehören die Kommunikation der verfügbaren Optionen an alle Mitarbeiter, die Bereitstellung von Ressourcen und Ansprechpartnern für Fragen zur Elternzeit und die Organisation von Weiterbildungsprogrammen, um die fachliche Kompetenz der Rückkehrer zu aktualisieren.

Zusätzlich können Unternehmen Netzwerke oder Gruppen für Eltern einrichten, um Erfahrungen auszutauschen und gegenseitige Unterstützung zu bieten. Die regelmäßige Überprüfung und Anpassung dieser Programme anhand des Feedbacks von teilnehmenden Eltern hilft, sie effektiv und relevant zu halten.

Durch die Kombination von unterstützenden Elternzeitregelungen und durchdachten Rückkehrprogrammen können Unternehmen eine Kultur der Inklusion und Unterstützung fördern, die nicht nur den Eltern, sondern auch dem Unternehmen selbst zugutekommt, indem sie die Loyalität, Zufriedenheit und Produktivität der Mitarbeiter steigert.

Tipp 4: Gesundheitsvorsorge

Gesundheitsvorsorge in Unternehmen umfasst Maßnahmen und Programme, die auf die Förderung der Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter und ihrer Familien abzielen. Für Eltern mit Babys kann dies spezielle Angebote wie Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen, Beratungsdienste zur Ernährung und Gesundheit des Kindes sowie psychologische Unterstützung umfassen. Unternehmen können diese Leistungen direkt am Arbeitsplatz anbieten, durch Partnerschaften mit Gesundheitsdienstleistern oder als Teil ihres Gesundheits- und Sozialleistungspakets.

Zusätzlich sollten Sie entsprechende Informationsressourcen zu all Ihren Angeboten zur Verfügung stellen und die Kinder Ihrer Angestellten regelmäßig am Berufsleben Ihrer Eltern teilhaben lassen, beispielsweise durch einen festen ‘Bring dein Kind zur Arbeit Tag’ im Jahr. Schließlich sollten alle Maßnahmen regelmäßig evaluiert und an die Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst werden, um ihre Wirksamkeit und die Zustimmung der Mitarbeiter dauerhaft zu gewährleisten.

Unternehmen, die diese Tipps umsetzen, werden in der Konkurrenz um Fachkräfte einen entscheidenden Vorteil gegenüber Unternehmen, die diese Bereiche vernachlässigen erzielen und können gleichzeitig Ihr Image verbessern, die Mitarbeiterbindung stärken, die Produktivität verbessern und eventuell sogar die Arbeitskräfte von Morgen mit ihrem Unternehmen vertraut machen.

Teilen:
Weitere Artikel
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist
Business
Warum ein guter Passwort-Manager für Unternehmen unverzichtbar ist

Passwörter als unterschätztes Sicherheitsrisiko Digitale Konten und Anwendungen sind aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken. E-Mail-Postfächer, Cloud-Dienste, Onlineshops, Banking-Systeme und interne Plattformen erfordern meist eigene Zugangsdaten. Mit der wachsenden Zahl an Accounts steigt jedoch auch die Gefahr, dass Passwörter mehrfach verwendet, zu einfach gewählt oder unsicher abgelegt werden. Gerade für Unternehmen kann daraus ein erhebliches Sicherheitsrisiko entstehen. Wird ein Zugang kompromittiert, können nicht nur einzelne Konten betroffen sein. Unter Umständen erhalten Angreifer Zugriff auf sensible Unternehmensdaten, Kundendaten oder interne Systeme. Ein durchdachtes Passwort-Management sollte deshalb ein fester Bestandteil der IT-Sicherheitsstrategie sein.

3 Min. LesezeitLesen
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten
Business
Vertragsmanagement digitalisieren: Warum Unternehmen ihre Verträge neu denken sollten

Verträge gehören zum Fundament jedes Unternehmens. Sie regeln Geschäftsbeziehungen mit Kunden und Lieferanten, definieren Zahlungsbedingungen, Laufzeiten und Verantwortlichkeiten und können im Streitfall entscheidend sein. Trotzdem werden Verträge in vielen Unternehmen noch immer über verschiedene Ordner, E-Mail-Postfächer, Netzlaufwerke oder Tabellen verwaltet. Mit zunehmender Vertragsmenge wird dieses Vorgehen unübersichtlich und kann unnötige Risiken verursachen. Vom Dokumentenarchiv zum aktiven Vertragsmanagement Nach der Unterzeichnung beginnt für Unternehmen die laufende Vertragsverwaltung. Dazu gehören die Überwachung von Fristen, die Kontrolle vereinbarter Leistungen und die rechtzeitige Prüfung von Verlängerungen. Gerade automatische Vertragsverlängerungen können zum Problem werden, wenn Kündigungsfristen nicht rechtzeitig beachtet werden.

4 Min. LesezeitLesen
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt
Expertentalk
Interview mit REFINUM: Worauf es bei Stein-, Terrassen- und Parkettpflege ankommt

Ob Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite