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Interviews

„Vor den Großen habe ich nie Angst gehabt“

Schon im Alter von 15 Jahren gründete Thomas Strohe – im Wohnzimmer seiner Eltern – sein erstes Unternehmen. In einer Zeit als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, beschäftigte er sich bereits mit dem Thema „Webhosting“ – sein heutiges Steckenpferd. Mit 20 war er der jüngste Aussteller der CEBIT und heute, mit gerade mal 26 Jahren, gehört er zu den erfolgreichsten Jungunternehmern der Region.

Schon im Alter von 15 Jahren gründete Thomas Strohe – im Wohnzimmer seiner Eltern – sein erstes Unternehmen. In einer Zeit als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, beschäftigte er sich bereits mit dem Thema „Webhosting“ – sein heutiges Steckenpferd. Mit 20 war er der jüngste Aussteller der CEBIT und heute, mit gerade mal 26 Jahren, gehört er zu den erfolgreichsten Jungunternehmern der Region.

Als Gründer und Vorstand der intergenia AG, steht Strohe – der „Bill Gates von Köln“ – für Kreativität, für ein initiatives Gespür für Marktrends und –entwicklungen, ungewöhnliche Maßnahmen und Geschäftsideen. Obwohl viel beschäftigt und oft auf Reisen, nimmt er sich dennoch wie selbstverständlich Zeit für ein Interview mit Business-On.de

business-on.de: Beschreiben Sie uns bitte Ihren beruflichen Werdegang:

Thomas Strohe:

Bildung:

1997: High School Abschluss in den USA 1999: Abitur am Norbert Gymnasium Knechtsteden 2006: Diplom Medien-Ökonomie an der RFH Köln

Beruflich:

1996: Gründung NetFabrik GmbH in meinem „Kinderzimmer“, Geschäftsführer NetFabrik

1999: Gründung intergenia AG, Vorstand intergenia AG

Seitdem Vorstand intergenia AG und Geschäftsführer diverser Beteiligungen

business-on.de: Wer oder was hat Sie im Beruf am meisten nach vorne gebracht?

Thomas Strohe: Ich habe nie Angst gehabt, mich mit den großen anzulegen, nie eine Herausforderung gescheut, auch schon als mein Unternehmen noch sehr klein war. Darüber hinaus harte Arbeit, Kreativität und eine große Portion Glück, im richtigen Moment die richtige Idee gehabt zu haben.

business-on.de: Erläutern Sie bitte in einem Satz, was Ihr Unternehmen macht.

Thomas Strohe: Mein Unternehmen stellt für über 2,5 Millionen Menschen weltweit die technische Infrastruktur des Internets zur Verfügung. Wir sorgen dafür, dass dauerhaft eine Vielzahl von Inhalten im Internet abgerufen werden können.

business-on.de: Was macht den Erfolg des Intergenia Unternehmens aus?

Thomas Strohe: Sehr gute Produkte mit einem ausgezeichneten Preis/Leistungsverhältnis, gleich bleibend hohe Qualität, eine Vielzahl an Innovationen und begeisterungsfähige, kundenorientierte Mitarbeiter.

business-on.de: Was wünschen Sie sich für Ihr Unternehmen?

Thomas Strohe: Weiteres Wachstum bei gleich bleibendem Erfolg.

business-on.de: Wenn Sie könnten, was würden Sie sofort ändern, um die Region Köln und Umgebung wirtschaftlich voranzubringen?

Thomas Strohe: Das Subventionsgeflecht in Deutschland muss insgesamt entzerrt werden: Wir haben nie einen Cent Subventionen erhalten und konkurrieren mit Unternehmen z.B. In Berlin oder den neuen Bundesländern, die bis zu 50% ihrer Investitionen aus Subventionen gezahlt bekommen.

business-on.de: Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Thomas Strohe: An der Spitze eines der größten deutschen Kommunikationsunternehmen.

business-on.de: Ihre Prognose für die Entwicklung der deutschen Webhosting-Branche?

Thomas Strohe: Auch an unserer Branche wird die Konsolidierung und Globalisierung nicht spurlos vorbeiziehen, die großen Anbieter werden auf Kosten der kleineren Anbieter wachsen.

Thomas Strohe der Bill Gates von Köln?

business-on.de: Mit einem Alter von 26 Jahren haben Sie für viele bereits den Zenit des beruflichen Erfolgs erreicht. Ihr außergewöhnlichen Karrieregang hat Ihnen bereits den Spitznamen „Bill Gates von Köln“ eingebracht. Wie nehmen Sie selber Ihren Erfolg wahr?

Thomas Strohe: Ich selbst nehme das alles nicht wirklich als großen Erfolg wahr, da sich meine Lebensumstände nicht geändert haben und ich mit beiden Füßen fest auf dem Boden bin. Ich habe keine großen Ansprüche, habe bis vor kurzer Zeit noch in einer 37qm Studentenbude gewohnt und zahle mir selbst auch ein eher niedriges Gehalt aus. Der Vergleich zwischen Bill Gates und mir ehrt mich zwar, ist aber auch ziemlich vermessen: Auf der einen Seite der erfolgreichste und reichste IT-Unternehmer der Welt, auf der anderen Seite ich. Wenn ich wirklich Bill Gates Paroli bieten sollte, habe ich meinen Zenit noch lange nicht überschritten und muss noch einiges für die Zukunft in der Hinterhand halten. Das tue ich auch und hoffe, dass die Entwicklung noch lange Zeit so weiter aufwärts geht, und der Vergleich irgendwann realistischer wird.

business-on.de: Welche Tipps geben Sie anderen Jungunternehmern?

Thomas Strohe: 1. Glaube an Dich selbst 2. Arbeite hart 3. Sei kreativ 4. Arbeite im Team 5. Handle ethisch: Nur wer ehrliches Geschäft macht kann gleiches von seinen Geschäftspartnern erwarten.

business-on.de: In welchen Organisationen/Clubs engagieren Sie sich?

Thomas Strohe: Leider fehlt mir dazu die Zeit, ich bin in einigen Business-Clubs aktiv, darüber hinaus engagieren sich mein Unternehmen und ich sehr stark für die Anna Frank Stiftung .

business-on.de: Für welche Erfindung wären Sie gerne verantwortlich?

Thomas Strohe: Ich habe vor den meisten Erfindern sehr großes Respekt, weil sie durch die Kombination von Kreativität, harter Arbeit und Durchhaltwillen Neues geschaffen haben, das die Welt (hoffentlich zum Guten) verändert. Es fällt mir schwer, eine Erfindung herauszugreifen: Wenn doch, dann würde ich Konrad Zuse nennen, den deutschen Erfinder des Computers. Nach meinem Ermessen wird er zu wenig wertgeschätzt: Ohne ihn und seine Erfindung wären wir heute nicht da, wo wir sind.

business-on.de: Welches Auto würden Sie gerne einmal fahren?

Thomas Strohe: Ich mache mir nichts aus Autos, mein kleiner Corsa hat mir lange Zeit gute Dienste geleistet.

business-on.de: Was werden Sie heute Abend wahrscheinlich als letztes tun?

Thomas Strohe: Meine Emails checken, um immer über alle Geschehnisse up to date zu sein.

Vielen Dank, Herr Strohe, für das Interview.

Über die intergenia AG: Gegründet 1999 durch Thomas Strohe, Jochen und Christoph Berger, konnte sich der Kölner Webhosting – und Serveranbieter schnell auf dem Markt etablieren; heute zählt der Dienstleister mit über 15.000 dedizierten Servern, Hosting-Accounts, einem eigenen europäischem Backbone und einer hart kalkulierten Preispolitik zu den weltweiten Marktführern im dedizierten Hosting. Seit ihrer Gründung ist die intergenia AG profitabel und wächst – entgegen der schwierigen Branchensituation- jährlich um durchschnittlich 45% hinsichtlich Gewinn und Umsatz. Als Erfinder des dedizierten Server Hostings in Deutschland steht das Unternehmen mit den Marken PlusServer, SERVER4YOU und der Webagentur Domke für eine perfekte Synergie aus Hightech und Know-how. Mittlerweile konnte erfolgreich in den amerikanischen Hosting-Markt expandiert und Tochtergesellschaften in Frankreich, Russland und Bulgarien gegründet werden. Mittelfristig will die intergenia AG durch gezielte Investitionen seine Position auch in ganz Europa weiterhin stärken.

Weitere Infos: www.intergenia.de

 

Olbrisch Katharina

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