Soest/Südwestfalen. Eine smarte Lösung aus Südwestfalen soll Kommunen helfen, Straßen und Plätze in den Innenstädten der Region attraktiv, denkmalgerecht, barrierefrei und nachhaltig zu gestalten.
Mit Hilfe von Robotik und künstlicher Intelligenz wollen die Verantwortlichen des REGIONALE-Projekts „KopfStein“ Technologien entwickeln, um historisches Kopfsteinpflaster zu erhalten. Ein Projekt mit großer Strahlkraft. Hinter dem Vorhaben stehen neben der Cobble AG aus Soest auch viele weitere Partnerinnen und Partner aus der Region. Das Projekt wurde nun im Rahmen der REGIONALE 2025 vom zuständigen Ausschuss mit dem ersten Stern ausgezeichnet.
Historisches Kopfsteinpflaster ist Teil der regionalen Baukultur, aber für viele Städte auch eine Herausforderung, da es nicht barrierefrei ist. Denn genau dieser Aspekt ist bei der Neugestaltung von öffentlichen Plätzen, wie Fußgängerzonen oder Marktplätzen besonders wichtig. Das Ziel des REGIONALE-Projektes „KopfStein“ ist es deshalb, das historische Pflaster zu erhalten und gleichzeitig an die geänderten Bedürfnisse anzupassen. Dafür will die Cobble AG in Kooperation mit Hochschulen, kleinen- und mittelständischen Unternehmen und der Stadt Soest ein Verfahren entwickeln, um historische Pflastersteine aufzubereiten und vollautomatisch neu zu verlegen.
Von diesem neuen Verfahren sollen nicht nur die Bürgerinnen und Bürger in den südwestfälischen Städten und Gemeinden profitieren. Das Projekt hat auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun. Denn historisches Kopfsteinpflaster ist enorm robust und damit beständiger als moderne Betonlösungen, die darüber hinaus fast ausschließlich in Drittländern produziert werden. Ein weiterer Vorteil: Durch die Wiederverwendung bestehender Materialien werden Ressourcen geschont. Und auch das Handwerk in Südwestfalen soll durch das REGIONALE-Projekt gestärkt werden. Denn geht es nach den Projektverantwortlichen, soll die neue Technik aus Südwestfalen bald auch über die Grenzen der Region genutzt werden.
„Der erste Stern ist für uns eine Bestätigung, dass in Südwestfalen die großen Herausforderungen Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit von den Kommunen zielstrebig angegangen werden“, freut sich Prof. Dr. Andreas Gerlach, Gründer und Vorstand Cobble AG. „Wir nutzen die technologischen Stärken der Region, um ökologisches und kulturelles Erbe für alle Menschen zu erhalten und zukunftsfähig zu machen. Die im Projekt KopfStein entwickelten Technologien sind nicht nur in Südwestfalen gefragt. Sie sind die Grundlage für nachhaltige Hightech-Lösungen weltweit.“
Die REGIONALE 2025 ist ein Strukturprogramm des Landes NRW. Südwestfalen hat sich erfolgreich beworben und wird nun bei Fördermitteln bevorzugt berücksichtigt. Im Rahmen der REGIONALE 2025 erhalten Projekte bis zu drei Sterne. Darüber beraten die Gremien der REGIONALE 2025, die mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Südwestfalen und den unterschiedlichsten Organisationen besetzt sind. Der erste Stern wird für eine herausragende Idee vergeben, der zweite für ein tragfähiges Konzept. Beim dritten Stern sind Fördermittel sicher und das Projekt kann umgesetzt werden.
ExpertentalkOb Terrasse, Eingangsbereich oder Parkett im Büro: Oberflächen prägen den ersten Eindruck eines Hauses oder Unternehmens und werden im Alltag stärker beansprucht, als viele Eigentümer annehmen. Verschmutzungen, Bewuchs oder Kratzer lassen sich dabei nicht mit ein und derselben Methode behandeln was im schlechtesten Fall mehr schadet als nützt. Im Interview ordnet REFINUM, ein Betrieb für Oberflächenaufbereitung aus der Region München, ein, welche Fragen vor einer professionellen Aufbereitung geklärt werden sollten, worin sich Innen- und Außenflächen unterscheiden und wo die Grenzen pauschaler Reinigungsversprechen liegen. Material und Verschmutzung zusammen denken business-on.de: Warum lassen sich Naturstein, Terrazzo, fugenlose Flächen und Holz nicht mit derselben Methode reinigen?
ArbeitslebenDer klassische Bürojob bietet Sicherheit doch nicht jeder findet darin auf Dauer Erfüllung. Zwei Ingenieure aus Passau haben genau diese Erfahrung gemacht und Konsequenzen gezogen: Statt monotoner Abläufe am Schreibtisch wollten sie etwas mit eigenen Händen gestalten und ein eigenes Unternehmen aufbauen. Herausgekommen ist die PA Grundstein GmbH, ein Hausmeisterdienst aus Passau, der Wohnanlagen, Mehrfamilienhäuser und Gewerbeobjekte betreut. Im Gespräch erzählen die Geschäftsführer Anton Ponigl und Julian Tuma, warum sie ihre ursprüngliche Immobilienidee verwarfen, wie sie innerhalb von nur zwei Monaten gründeten und welche Rolle das technische Studium heute im Betrieb spielt. Wer selbst über eine Gründung nachdenkt, findet darin viele vertraute Fragen wieder von der Finanzierung bis zur Frage, ab wann ein Gewerbe angemeldet werden muss. business-on.de: Sie beide haben studiert und standen mitten im Berufsleben. Wie sah Ihre Ausgangslage aus – und was hat Sie schließlich in die Selbstständigkeit getrieben? Anton Ponigl und Julian Tuma: Uns verbindet eine langjährige Freundschaft und schon früh der gemeinsame Wunsch, ein eigenes Projekt zu realisieren. In unseren bisherigen Tätigkeiten waren wir allerdings zunehmend unzufrieden: Der Anteil kreativer, gestaltender Aufgaben war gering, die Arbeitsprozesse überwiegend monoton und wiederkehrend. Möglichkeiten, sich persönlich und fachlich wirklich zu verwirklichen, fehlten. Gleichzeitig hatten wir beide schon lange eine starke Affinität zu eigenen handwerklichen Projekten, etwa in der Schreinerei. Der Wunsch nach unternehmerischer Selbstständigkeit war also schon eine Weile da. Natürlich verlässt man eine feste Anstellung nicht nebenbei wir haben Chancen und Risiken lange abgewogen. Aber irgendwann war klar, dass wir den Schritt wagen wollen.
BusinessEine gebuchte Messefläche ist noch kein fertiges Konzept. Bevor Besucher einen Stand betreten, müssen Unternehmen entscheiden, wen sie erreichen wollen, welche Gespräche dort stattfinden sollen und was dafür räumlich und technisch nötig ist. Wer diese Fragen zuerst beantwortet, kann Gestaltung, Budget und Ablauf aufeinander abstimmen. Das erleichtert auch die Wahl zwischen einem Systemstand, einer individuellen Fertigung und einer Kombination aus beidem. Erst das Ziel klären, dann den Stand gestalten

