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8. Dezember 2020

REGIONALE 2025: Mathe-Projekt wird umgesetzt – acht weitere Vorhaben ausgezeichnet

Südwestfalen. Freude an Schulen in Südwestfalen: Das Projekt „DigiMath4Edu“ wird umgesetzt! Dahinter steckt das Vorhaben der Uni Siegen, den Matheunterricht mit digitalen Medien neu zu gestalten. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Unternehmen sollen davon profitieren. Der zuständige Ausschuss in der REGIONALE 2025 gab dem Vorhaben den dritten Stern. Damit stehen Fördergelder bereit und die Verantwortlichen können bald mit ihrer Arbeit starten. Der REGIONALE-Ausschuss, der über die Umsetzung von Projekten für die Zukunft Südwestfalens entscheidet, zeichnete zudem acht weitere Vorhaben aus Kultur, Ehrenamt, Technologie und Stadtentwicklung aus.

Das frisch ausgezeichnete 3-Sterne-Projekt „DigiMath4Edu“ kümmert sich um digitale Bildung. An 15 ausgewählten Schulen in Siegen-Wittgenstein und dem Kreis Olpe sollen Unterrichtsinhalte aus dem Matheunterricht mit 3D-Druck, Smart-Boards, VR- und AR-Anwendungen den Schülerinnen und Schülern neu vermittelt werden. Speziell von der Uni ausgebildete Unterrichtsassistentinnen und -assistenten unterstützen die Lehrkräfte über insgesamt 3 Jahre konkret dabei. Auch 17 Unternehmen und Verbände sind mit an Bord und zeigen an konkreten Beispielen, wie und wo das erlernte Wissen beispielsweise in der Ausbildungspraxis eine Rolle spielt.

Der REGIONALE-Ausschuss, in dem Vertreterinnen und Vertreter aus ganz Südwestfalen, der Bezirksregierung Arnsberg sowie den Ministerien des Landes NRW sitzen, fand das Vorhaben so überzeugend, dass es nun den dritten Stern erhielt. Ab Februar kann das Projekt dann starten. Nach dem Wirtschaftsprojekt „Blockchain für die Supply Chain“ ist es das zweite Projekte der REGIONALE 2025, das in die Umsetzung geht.

Der Ausschuss zeichnete in seiner digitalen Sitzung zudem acht weitere Vorhaben aus. Sie sind noch nicht so weit wie das Matheprojekt, befinden sich aber auf einem guten Weg zur Umsetzung – und kümmern sich um komplett unterschiedliche Themen: Wie könnte künstliche Intelligenz bei der Sanierung von historischen Altstädten in Südwestfalen eingesetzt werden? Was können Vereine gegen den Mitgliederschwund tun und welche Anlaufstelle für kulturelle Formate planen junge Menschen in Warstein? All dies steckt in Projektideen der REGIONALE 2025.

„Dass die Menschen in Südwestfalen trotz der Pandemie weiter an ihren Projekten gearbeitet haben und neue kreative Ideen entwickeln, zeigt wie wieviel Potenzial in der REGIONALE 2025 steckt und dass wir weiterhin eine überaus aktive Region sind“, erklärte Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und aktuell Vorsitzender des REGIONALE-Ausschusses. „Wir spüren vielleicht mehr als je zuvor die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung. Sich daher mit unserem südwestfälischen DNA-Ansatz – digital, nachhaltig, authentisch – auseinanderzusetzen und Zukunft zu gestalten, macht umso mehr Sinn“, sagte Schneider.

Unter den acht ausgezeichneten Projekten befinden sich drei Projekte, die für ihre tolle Idee ein tragfähiges Konzept entwickelt haben. Daher wurden sie mit dem zweiten Stern ausgezeichnet.

  • 2. Stern: Projekt „FH3 – Der dritte Ort für Warstein“
    Unter dem Motto „FH3 gibt Dir die Bühne!“ entsteht in Warstein derzeit ein „Dritter Ort“, also ein Ort, der Raum schafft für viele verschiedene Funktionen und Aktivitäten. Kunst und Kultur sollen dort genauso gefördert werden wie Bildung, modernes Arbeiten und bürgerschaftliches Engagement. Getragen wird das Vorhaben von den jungen Mitgliedern des Vereins “We love Warstein“ und begleitet von der Stadt Warstein. Es soll ein Ort der Begegnung entstehen, an dem Kultur erlebt und selber geschaffen werden kann. Zur Verfügung stehen hierfür eine Bühne für Vor-Ort- und Online-Veranstaltungen sowie Einzel- und Gruppenarbeitsplätze.
  • 2. Stern: Projekt „RegioQuest“
    Über die App „RegioQuest“ sollen sich junge Menschen in Südwestfalen über ihre Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informieren können. Das Herzstück der App ist eine digitale Plattform, auf der Unternehmen aus der Region Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten in ihren Betrieben einstellen können. Diese Informationen werden mit Geodaten und konkreten Aufgaben verknüpft. Junge Menschen können diese dann über eine App aufrufen und sie direkt vor Ort beim Unternehmen lösen. Auf diese Weise sollen sich die Jugendlichen spielerisch mit den Betrieben und ihren eigenen Berufschancen in Südwestfalen beschäftigen. Hinter dem Projekt stehen die Uni Siegen und der Kreis Olpe in Zusammenarbeit mit vielen Partnerinnen und Partnern der Region.
  • 2. Stern: Projekt „Zeit.Raum Region – das neue Siegerlandmuseum“
    Das Siegerlandmuseum im Oberen Schloss in Siegen benötigt mehr Platz – und möchte Geschichte und Kultur modern vermitteln. Genau dort setzt das Projekt „Zeit.Raum Region“ an. Nur wenige Meter vom Hauptstandort entfernt, entsteht in einem alten Hochbunker ergänzend das „neue Siegerlandmuseum“, das kulturelle Bildung ganz neu vermitteln möchte. Multimedial, lehrreich und spielerisch sollen Besucherinnen und Besucher künftig die Stadt- und Regionalgeschichte erleben können. Das museumspädagogische Konzept enthält spielerische Elemente wie solche der Wissensvermittlung.

Ganz neu im Prozess der REGIONALE 2025 sind fünf weitere Ideen aus Südwestfalen. Sie erhielten den ersten Stern.

1- Stern-Projekte

  • 1. Stern: Projekt „Digitalum“
    Um Berührungsängste mit digitalen Themen abzubauen und digitale Kompetenzen aufzubauen, haben sich in Wittgenstein viele Akteure zusammengeschlossen. Sie planen mit dem „Digitalum“ einen zentralen Ort, an dem verschiedene Zielgruppen digitales Wissen erlernen können. Schülerinnen und Schüler und Auszubildende werden ebenso angesprochen wie Eltern, Lehrkräfte, Fach- und Führungskräfte, Senioren, Vereine und Kirchen. Um die Region Wittgenstein in der Breite abzudecken, sind auch mobile Angebote geplant.
  • 1. Stern: Projekt „KopfStein“
    Eine smarte Lösung aus Südwestfalen soll Kommunen helfen, Straßen und Plätze in den Innenstädten der Region attraktiv, denkmalgerecht, barrierefrei und nachhaltig zu gestalten. Mit Hilfe von Robotik und künstlicher Intelligenz wollen die Verantwortlichen des REGIONALE-Projekts „KopfStein“ Technologien entwickeln, um historisches Kopfsteinpflaster zu erhalten. Durch die Wiederverwendung bestehender Materialien sollen Ressourcen geschont und zudem das Handwerk gestärkt werden. Hinter dem Vorhaben stehen neben der Cobble AG aus Soest auch viele weitere Partnerinnen und Partner aus der Region. 
  • 1. Stern: Projekt „Wallfahrtsstadt Werl – Entschleunigen und Wohlfühlen“
    Der historische Stadtkern in Werl soll zukünftig mehr sein als nur ein klassischer Einzelhandelsstandort. Unter dem Leitgedanken „Entschleunigen und Wohlfühlen“ soll die Stadtmitte umgestaltet und so zu einem vielfältig nutzbaren Raum für die Bevölkerung werden. Der in der Stadtgeschichte fest verankerte Wallfahrtsgedanke dient bei diesen Veränderungen als Fundament. Entschleunigung und Ruhe sollen in Werl mit neuen Ansätzen für Leben, Arbeiten und Wohnen verbunden werden, um die Innenstadt für die Bevölkerung noch attraktiver zu machen.
  • 1. Stern: Projekt „Wanderspace“
    Mit dem Projekt „Wanderspace“ wollen die Universität Siegen und die Kunstakademie Düsseldorf mobile Kultur- und Kunstangebote in Südwestfalen schaffen. Der „Wanderspace“ selbst ist ein transportabler Raum im Baukasten-System mit verschiedenen Modulen, der vielfältig gestaltet werden kann. So reist er durch Südwestfalen und dient mal als Werkstatt, mal als Ausstellungsraum oder auch als digitale Medienstation. Inhaltlich geht es immer um Themen, die für die Bürgerinnen und Bürger in den jeweiligen Orten wichtig sind. Deshalb steht bei allen „Wanderspace“-Überlegungen im Mittelpunkt, sie einzubeziehen und zu adressieren.
  • 1. Stern: Projekt „Zukunftssicherung des Ehrenamtes in Südwestfalen“
    Rückläufige Mitgliederzahlen und eine sinkende Bereitschaft, sich ehrenamtlich zu engagieren: Wie viele weitere Vereine in Südwestfalen hat auch der Sauerländische Gebirgsverein e.V. mit diesen Tendenzen im Ehrenamt zu kämpfen. Der Verein will deshalb neue Lösungen und Maßnahmen entwickeln, um vor allem mehr junge Leute für ein Ehrenamt zu begeistern. Der SGV plant eine umfassende Untersuchung, um herauszufinden, was sich Ehrenamtliche von ihrem Verein wünschen und wie sie sich engagieren und einbringen wollen. Von den Ergebnissen profitieren soll die gesamte Vereinslandschaft in Südwestfalen.

Mit den nun ausgezeichneten Projekten sind bereits 48 Projekte Teil der REGIONALE 2025. Sie werden alle betreut von den Südwestfalen-Beauftragten in den fünf Kreisen sowie dem Team der Südwestfalen Agentur, das die REGIONALE 2025 koordiniert. Und schon jetzt zeichnet sich aus Gesprächen und Beratungen ab, dass weitere Projekte eingereicht werden. „Die unterschiedlichen Ansätze und Ideen machen die REGIONALE 2025 erst besonders. Sie sind wie viele kleine Stellschrauben eines großen Ziels: die Region weiterzuentwickeln für die nachfolgenden Generationen“, sagten Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur. „Ein solcher Baustein ist auch jetzt das vom Ausschuss ausgezeichnete 3-Sterne-Projekt ‚DigiMath4Edu‘. Wenn Schülerinnen und Schüler schon früh den Einsatz und Alltagsnutzen digitaler Medien kennenlernen, eine bessere Anbindung an gefragte Ausbildungsinhalte regionaler Unternehmen gegeben ist und gleichzeitig Lehrkräfte im Unterricht unterstützt werden, dann ist das ein vielversprechender ganzheitlicher Ansatz. So kann und wird die REGIONALE 2025 echte Mehrwerte bringen.“

Im Rahmen der REGIONALE 2025 werden noch bis mindestens Ende 2021 Ideen gesucht. Einen Überblick über alle bislang ausgezeichneten Projekte finden Interessierte auf www.suedwestfalen-agentur.com/regionale-2025/projekte

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