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9. Juli 2025

Zwischen Generationen und Gewerken – Kremser Bau baut, was bleibt

Auf eine Baustelle zu blicken, heißt meist: den Ist-Zustand zu sehen. Ziegel, Schalung, Mörtel. Was man nicht sieht: die Entscheidungen, die vorausgingen. Und die Haltung, die dahinter steht. Wer wie die Kremser Bau GmbH im Landkreis Erding nicht erst seit gestern baut – sondern seit Generationen – bringt genau diesen Erfahrungshintergrund mit.

Gegründet 1957, heute geführt von Andreas und Michael Kremser, steht das Unternehmen nicht nur für solides Handwerk, sondern auch für eine konsequente Verbindung aus Tradition und technischem Anspruch. Was auffällt: Kremser Bau ist gewachsen, aber nicht beliebig geworden. Der Betrieb agiert regional, aber mit Weitblick. Gebaut wird für Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen – und immer mit dem Anspruch, das jeweilige Projekt ganzheitlich zu denken.

Ob Neubau, Umbau oder Gewerbeobjekt: Das Team begleitet sämtliche Phasen – vom Fundament bis zur Schlüsselübergabe. Doch es ist mehr als ein funktionierender Ablauf, der die Zusammenarbeit prägt. Wer mit Kremser Bau baut, trifft auf ein Bauunternehmen bei Erding, das nicht bloß Projekte umsetzt, sondern echte Haltung vermittelt – in der Planung, im Materialeinsatz und im Umgang miteinander.

Und es stellt sich eine naheliegende Frage: Wie bleibt man sich treu in einem Markt, der sich so schnell verändert? Wie geht man als Familienunternehmen mit technologischen Anforderungen, Personalfragen oder wachsendem Kostendruck um? Ein Gespräch über Entscheidungen, Substanz und den Mut, nicht jedem Trend hinterherzulaufen.

Business-on: Herr Kremser, ein Bauunternehmen über sieben Jahrzehnte hinweg in Familienhand zu halten, ist keine Selbstverständlichkeit. Wie gelingt es Ihnen, dabei nicht nur das Handwerk, sondern auch Werte weiterzugeben?

Herr Kremser: Mir ist es wichtig das ich unseren Lehrlingen nicht nur eine Ausbildung biete, sondern auch eine Zukunft. Klar ist es logisch, dass es in der Ausbildung um das Berufsbild geht, aber auch das Menschliche und der Zusammenhalt in einer Firma prägen unseren Nachwuchs. So lernen Sie auch von unseren älteren Mitarbeitern, was im Leben wichtig ist und auf was es ankommt.

Business-on: In einem Markt mit steigendem Zeitdruck und zunehmender Standardisierung – wie gelingt es Kremser Bau, individuelle Bauvorhaben wirtschaftlich umzusetzen, ohne Kompromisse bei Substanz und Detailqualität einzugehen?

Herr Kremser: Zeitdruck lässt sich nicht mehr vermeiden, in einer Welt, die sich immer schneller dreht. Man muss lernen, damit umzugehen, ohne an Qualität einzusparen. Was trotzdem wichtig ist, ist, dass man sich nicht unter seinem Wert verkaufen lässt. Um Qualität und Wirtschaftlichkeit unter einen Hut zu bringen, braucht man ein starkes Team, auf das man sich eben auch verlassen kann. Natürlich sind auch die Partnerfirmen wichtig, mit denen wir schon über Jahrzehnte zusammenarbeiten.

Business-on: Zwischen klassischem Wohnbau, Gewerbehallen und Fliesenhandel – Ihr Portfolio ist breit. Gibt es einen Grundsatz, der alle Projekte bei Kremser Bau verbindet?

Herr Kremser: Einen Grundsatz ? Nein, eigentlich nicht wirklich. Wir kümmern uns nur darum, dass der Kunde zufrieden ist.

Business-on: Der Fachkräftemangel trifft auch das Baugewerbe. Wie begegnen Sie als Ausbildungsbetrieb diesen Herausforderungen – und welche Rolle spielt dabei die langfristige Bindung ans eigene Team?

Herr Kremser: Nachwuchs zu bekommen ist echt schwierig geworden. Seit unserer Gründung 1957 haben wir schon über 60 Lehrlinge ausgebildet. Doch die Zeiten haben sich in den letzten Jahren echt geändert. Viele Jugendliche wollen nicht mehr körperlich arbeiten, wollen selten Verantwortung übernehmen. Da ist es umso wichtiger, dass man die paar jungen Leutedie man noch bekommt gut durch die Prüfung führt, und ihnen Zukunft im Betrieb bietet.

Business-on: Vielen Dank, Herr Kremser, für das offene Gespräch und die Einblicke in Ihr Bauunternehmen. Zwischen Tradition, Teamgeist und technischem Anspruch zeigt sich: Wer mit Substanz arbeitet, schafft Werte, die bleiben.

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