News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
17. Dezember 2020

Kosten, Förderung, Klima: Was leistet der Elektro-Lkw? „My eRoads“ berät Praktiker online

Die Politik treibt die Mobilitätswende auch im Transportsektor immer schneller voran. „Darum wollen wir den Praktikern in den Speditionen ein Tool an die Hand geben, mit dem sie sich in wenigen Minuten eine Übersicht über Lkw-Modelle und ihre Praxistauglichkeit verschaffen können. Die Kosten im Vergleich zu den vorhandenen Diesel-Fahrzeugen spielen dabei eine zentrale Rolle“, beschreibt Julius Jöhrens das neue Angebot. Das webbasierte Tool unter www.my-eroads.de soll Firmen helfen, den Einsatz von elektrisch angetriebenen Lkw für ihre spezifische Anwendung zu prüfen, so der Studienleiter des ifeu, dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. Auch staatliche Fördermöglichkeiten werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Nach Registrierung für den Betatest erhalten die Nutzer einen personalisierten Link zum Online-Tool. Dort können sie Typ, Aufbau und Fahrprofil eines vorhandenen Diesel-Fahrzeugs eingeben. Das Beratungstool bietet dazu eine Auswahl vom leichten LKW über schwere Laster bis zum Sattelzug an. Dafür können jeweils verschiedene Aufbau-Varianten wie Pritsche oder Kühlaufbau gewählt werden. Das tägliche Fahrprofil kann mit wenigen Mausklicks auf einem Zeitstrahl zusammengestellt werden.

My eRoads mit betrieblichen Erfahrungswerten individuell anpassen

„Auf diese Weise können wir alle Nutzungsprofile von Lkw, die eine gewisse Regelmäßigkeit aufweisen, sehr einfach erfassen. Außerdem berücksichtigen wir, welche Batterie-Lademöglichkeiten auf dem eigenen Gelände oder bei Dritten zur Verfügung stehen“, erklärt Jöhrens.

Als Ergebnis bekommt der Nutzer von My eRoads eine praxisgerechte Übersicht über verfügbare und angekündigte E-Laster, ihre technische Eignung für das jeweilige betriebliche Nutzungsprofil und eine umfassende Aufstellung über Anschaffungskosten, Betriebskosten und Umweltauswirkungen im täglichen Praxiseinsatz.

Die Auswertungen zu Eignung, Kosten und CO2-Emissionen der nutzbaren E-Lkw gehen dabei ins Detail: Das Online-Beratungstool bietet eine Vielzahl von Parametern an, etwa Fahrzeugpreise, Mautkosten oder Verschleiß- und Schmierstoffkosten, für die jeweils plausible Vorgabewerte berechnet werden. „Bei den Annahmen zu den Anschaffungs- und Betriebskosten können und sollen die von uns voreingestellten Werte natürlich durch die Erfahrungswerte der einzelnen Nutzer ersetzt werden, sodass sich sehr schnell eine realistische erste Einschätzung der Wirtschaftlichkeit im Einzelfall ergibt“, so Jöhrens.

Das Beratungstool My eRoads ist als lernendes System konzipiert und wird in den kommenden Monaten eine intensive Testphase durchlaufen. Je mehr Praktiker aus den Unternehmen es nutzen und auch mit kritischem Feedback füttern, desto besser wird es. Während der Testphase wird My eRoads laufend aktualisiert, um die Funktionsfähigkeit zu verbessern und zusätzliche Funktionalität entsprechend der Rückmeldungen der Teilnehmer zu integrieren. Über Tool-Updates werden die User regelmäßig per Mail informiert.

Jetzt weiterlesen:

TÜV Rheinland: Elektromobilität ist im Autohaus angekommen

Teilen:
Weitere Artikel
Ideen für Selbstständigkeit zu Hause mit echten Zahlen
Ratgeber
Ideen für Selbstständigkeit zu Hause mit echten Zahlen

Wer sich selbstständig von zu Hause machen will, hat 2026 vier realistische Wege. Digitale Dienstleistungen wie virtuelle Assistenz oder Texten gehören dazu, ein skalierbares Online-Business wie E-Commerce oder Online-Kurse, der Verkauf kreativer Produkte sowie wissensbasierte Beratung und Coaching. Welche dieser Ideen für die Selbstständigkeit zu Hause zu dir passt, hängt von drei Faktoren ab. Es kommt auf deine verfügbare Zeit an, auf vorhandenes Kapital und auf deine Fähigkeiten. Jede der folgenden zehn Geschäftsideen wird deshalb mit realistischer Verdienstspanne, konkretem Startkapital und offiziellen Marktdaten unterlegt. Dazu kommt eine fundierte Orientierung zu Steuern, Rechtsform und Förderung. Was du wissen musst Laut KfW-Gründungsmonitor gründen in Deutschland jährlich über 500.000 Menschen, viele davon solo und von zu Hause.

Lesen
Nebengewerbe anmelden ohne teure Fehler
Ratgeber
Nebengewerbe anmelden ohne teure Fehler

Ein Nebengewerbe meldet man beim örtlichen Gewerbeamt oder Ordnungsamt der Wohnsitzgemeinde an, wahlweise online, persönlich am Schalter oder per Post. Die Gewerbeanmeldung kostet je nach Bundesland und Kommune rund 15 bis 65 Euro. Drei Grundvoraussetzungen entscheiden darüber, ob überhaupt eine nebenberufliche Selbstständigkeit dieser Art vorliegt. Die Tätigkeit muss selbstständig ausgeübt werden, auf Gewinn ausgerichtet sein und dem Hauptberuf zeitlich sowie einkommensmäßig untergeordnet bleiben. Wer ein Nebengewerbe anmelden möchte, findet hier jeden Schritt, alle Kosten, die steuerlichen Pflichten und die sozialversicherungsrechtlichen Folgen, durchgehend mit den aktuellen Werten für 2026. Auf den Punkt gebracht Ein Nebengewerbe meldet man beim örtlichen Gewerbeamt an, online, persönlich oder per Post.

Lesen
Psychisch krank in der Probezeit – Ihre Rechte
Recht & Steuern
Psychisch krank in der Probezeit – Ihre Rechte

Wer in der Probezeit psychisch krank ist, kann gekündigt werden, auch während einer laufenden Krankschreibung wegen Depression, Angststörung oder Burnout. Denn das Kündigungsschutzgesetz greift erst nach sechs Monaten Betriebszugehörigkeit, und die Frist für eine ordentliche Kündigung beträgt in dieser Phase nur zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB). Eine Krankmeldung schützt für sich genommen nicht vor der Trennung. Trotzdem stehen Betroffene nicht schutzlos da. Das Maßregelungsverbot und das Schwerbehindertenrecht ziehen klare Grenzen, und finanzielle Ansprüche wie Lohnfortzahlung und Krankengeld bleiben bestehen. Wer psychisch krank am Arbeitsplatz ist, sollte seine Rechte kennen. Die folgenden Abschnitte klären die Rechtslage in Deutschland Schritt für Schritt, von der Beendigung des Jobs über die Offenlegungsfrage bis zur konkreten Handlungsanleitung. Das sollten Sie wissen

14 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite