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11. Januar 2018

Marketing-Trends 2018: Neue Herausforderungen und Chancen für Online-Händler


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Der klassische Marketing-Mix: Heute noch aktuell?

Am Anfang war Neil H. Borden – dieser entwickelte in den 1950er-Jahren den Marketing-Mix, der Unternehmen auch heute noch als wesentliches Erfolgsinstrument für erfolgreiche Kampagnen dient. Neben dem AIDA-Modell von Elmo Lewis zählt auch das 4P-Modell zu den bewährten Konzepten, um (potenzielle) Kunden zu gewinnen und zu halten. Der Name setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben der vier Säulen. Diese bestehen aus der Produkt- (product), Preis- (price), Distributions- (placement) und Kommunikationspolitik (public relation). Vereinfacht gesagt bedeutet das, mit dem richtigen Produkt, am richtigen Ort, mit dem richtigen Preis über den richtigen Vertriebskanal Erfolg zu haben. Was das im Einzelnen für Onlinehändler bedeutet und warum Webshop-Betreiber, die Produkte verkaufen, das klassische 4P-Marketingmodell besser für sich nutzen können als Dienstleistungsunternehmen, erklärt dieser Ratgeberbeitrag von 1und1 anschaulich am Beispiel der Modeindustrie.

Wer sich eingehender mit dem Thema befasst – und das sollte jeder Gründer tun – stellt jedoch schnell fest: Das kann noch nicht alles gewesen sein. Denn die rasante Weiterentwicklung von Technologien im 21. Jahrhundert erfordert eine kontinuierliche Anpassung des Modells durch Erfahrungswerte und Prognosen. Speziell für den Dienstleistungssektor wurde der ursprüngliche Marketing-Mix bereits um die Faktoren Personal- (people), Prozess- (processes) und Ausstattungspolitik (physical evidence) zu einem 7P-Modell erweitert.

Blick in die Marketing-Zukunft: Entwicklungen und Prognosen

Wer diese Instrumente des Marketings richtig nutzt und auf Ausgewogenheit zwischen Online- und Offline-Aktivitäten achtet, kennt schon früh den Wert seiner Geschäftsidee und die Wünsche der Kunden. Wie die Kundenansprache erfolgt, ist nicht nur alleine von der Dienstleistung/dem Produkt, der Zielgruppe und dem Kampagnenziel abhängig. Denn mit der Schnelligkeit und Beliebtheit des Onlineshoppings sind auch die Ansprüche der Kunden gestiegen – sowohl was den Preis als auch die Auswahl sowie die Kommunikation betrifft. Verbraucher sind heute skeptischer und informierter als noch vor 20 Jahren. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, sollten Shop-Betreiber auf zukunftsweisende Marketingstrategien setzen. Dazu zählt, mit (potenziellen) Kunden in einen Dialog zu treten und deren Bedürfnisse möglichst genau zu kennen. So verzeichnen Onlineshops immer mehr Bestelleingänge via Smartphone – eine für mobile Endgeräte optimierte Website ist heute Grundvoraussetzung für den Erfolg.

Die alte Regel „Gesucht wird auf dem Smartphone, gekauft wird auf dem Desktop“ gilt nicht mehr. Einer aktuellen Studie von Criteo zum digitalen Einkaufsverhalten in Deutschland zufolge werden 38 Prozent aller Onlinekäufe in Deutschland auf einem Mobilgerät abgeschlossen. Die Segmente Mode und Luxusgüter verzeichnen mit einem Anstieg von über 40 Prozent die größten Zuwachsraten im Mobile Commerce. Strategien und Tools, die Cross-Device-Tracking und Online-to-Offline-Marketing (O2O) umfassen, tragen dazu bei, den Kunden an der richtigen Stelle abzuholen und in den optimalen Kanal weiterzuleiten. Spannend bleibt 2018 zudem, ob sich das Potenzial neuer Technologien im Rahmen des Internet of Things (IoT) und Big Data als so groß erweist, wie Trendforscher vermuten. Prognosen zufolge sollen die Automatisierung und Vernetzung Unternehmensprozesse im E-Commerce effizienter gestalten und Kosten reduzieren, etwa in der Warenlogistik oder im Service. Darüber hinaus soll das IoT eine verbesserte Kundenbindung und -ansprache ebenso wie neue Geschäftsmodelle mit „smarten“ Dingen und damit verbundenen Dienstleistungen ermöglichen.

Bisher legen die Datenschutzproblematik und die hohen Investitionskosten Pionieren in diesem Bereich jedoch noch Steine in den Weg. Eco, der Verband der Internetwirtschaft e. V., prognostiziert im Bereich Performance und Skalierbarkeit für 2018 eine positive Entwicklung mithilfe neuer Blockchain-Technologien: Diese sollen Transaktionen weniger manipulierbar machen sowie energieeffizientere und kostengünstigere Validierungsmöglichkeiten schaffen.

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