Die Preisverleihung
Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey unterstreicht in Berlin bei der Eröffnung der festlichen Preisverleihung im Deutschen Theater vor über 600 Gästen: „Mit dem Deutschen Engagementpreis ehren wir diejenigen, die einen Unterschied machen. Menschen, die sich für andere einsetzen, für unsere Demokratie, gegen Missstände, für zwischenmenschlichen Dialog und ein gutes gesellschaftliches Miteinander. Sie stehen stellvertretend für die rund 30 Millionen Menschen in Deutschland, die sich auf vielfältige Art und Weise für den Zusammenhalt in unserem Land stark machen“. Moderiert von Nazan Gökdemir, werden die Preisträger gewürdigt von prominenten Laudatorinnen und Laudatoren wie u. a. der Schauspielerin Renan Demirkan, den Para-Leichtathleten Niko Kappel und Mathias Mester sowie Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie, und Dr. Richard Lutz, Beiratsvorsitzender der Deutsche Bahn Stiftung und Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG. Ein künstlerisches Programm begleitet die Festveranstaltung.
Die Preisträger 2019
- Kategorie Demokratie stärken: Für eine faire Debattenkultur engagiert sich ichbinhier e. V. aus Hamburg. Dem Verein gelang es in Deutschland, eine Facebookgruppe mit inzwischen etwa 45.000 Gruppenmitgliedern aufzubauen – die größte Counter-Speech-Initiative Deutschlands. Gegen Beleidigung, Häme und persönliche Angriffen posten die Mitglieder des Netzwerks tagtäglich sachliche, konstruktive und menschenfreundliche Kommentare. Außerdem bietet der Verein Weiterbildung und Beratung für Vertreterinnen und Vertretern von Medien und Politik an. Mit ihrem Engagement setzen sie ein persönliches und zugleich zivilgesellschaftliches Zeichen für Demokratie und Toleranz.
- Kategorie Leben bewahren: Die drei Schülerinnen Leonie und Zoë Prillwitz sowie Aurélie Zimmermann aus Friedberg (Bayern) haben sich dem Problem Mikroplastik gestellt – feinste Kunststoffpartikel, die über Abwässer in unsere Umwelt gelangen und samt Schadstoffen Teil unserer Nahrungskette werden können. Im Projekt „Mikroplastik – Gefahr aus dem Haushalt?!“ erforschen sie, wo das Mikroplastik herkommt. Ihre Idee: Mikroplastikfilter für Waschmaschine und Waschbecken bekämpfen die Schadstoffe direkt an der Quelle, sodass diese gar nicht erst ins Abwasser geraten. Mit diesen Filtern kann jeder beim Waschen einfach und effektiv selbst zum Umweltschutz beitragen.
- Kategorie Grenzen überwinden: Rund siebzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bei der CDS GmbH, einem Repro-Unternehmen aus München. Davon sind etwa dreizehn Prozent gehörlos oder haben starke Einschränkungen beim Hören. Damit die Kommunikation auch mit Barrieren im Alltag gut klappt, bietet die Firma Gebärdensprachkurse für die ganze Belegschaft an. Außerdem arbeiten zwei Geflüchtete in dem Team mit, das aus vierzehn Nationalitäten besteht. Ziel ist es, alle Mitarbeitenden unabhängig von Voraussetzungen oder Einschränkungen gleich ins Team einzubinden und neue Begegnungsräume zu schaffen. Die Firma CDS GmbH kooperiert mit einer Fachoberschule aus der Region, damit Praktikantinnen und Praktikanten mit Hörbeeinträchtigung beschäftigt werden können.
- Kategorie Generationen verbinden: Die Stadtteile Duisburg-Marxloh und Gelsenkirchen-Ückendorf stehen vor mehrfachen Herausforderungen: Kinderarmut, Arbeitslosigkeit, Lehrermangel und Wohnungsleerstand liegen weit über dem bundesweiten Durchschnitt. Der Verein Tausche Bildung für Wohnen e. V. aus Duisburg fördert die Kinder aus diesen Stadtteilen in ihrer persönlichen, sozialen und schulischen Entwicklung. Die Idee ist so einfach wie gut: Junge Erwachsene im Bundesfreiwilligendienst oder im Studium wohnen dort für mindestens ein Jahr mietfrei. Im Gegenzug unterstützen sie in gezielten Lern- und Förderangeboten die Kinder des Stadtteils und stärken so gleichzeitig das kooperative Miteinander vor Ort. Seit der Gründung 2012 engagierten sich bereits 42 Bildungspatinnen und Bildungspaten im Verein und ermöglichten Betreuungsangebote für über 500 Kinder.
- Kategorie Chancen schaffen: Beim Projekt „Obdachlose zeigen Schülern ihr Berlin“ von querstadtein e. V. aus Berlin werden Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen waren, aktiv: Als Stadtführerinnen und Stadtführervermitteln sie ihre eigene Erfahrung und Sicht. Aus erster Hand berichten sie vom Leben auf der Straße und von ihren ganz privaten Schicksalen. Auf den Touren erfahren die Jugendlichen nicht nur viel über Wohnungs- und Obdachlosigkeit in der Hauptstadt. Sie tauschen sich mit Menschen aus, denen sie sonst vielleicht mit Vorbehalten begegnen oder ausweichen. Die Mitwirkenden des Projekts werden für ihren Lebensmut und die beispielhafte Fähigkeit gewürdigt, mit einfachen Mitteln jungen Menschen einladend ein schwieriges Anliegen nahezubringen.
- Publikumspreis: Die Bürgerinnen und Bürger haben entschieden und mit 16.336 Stimmen den Verein SOKO Tierschutz aus Planegg (Bayern) auf den 1. Platz der Online-Abstimmung über den Publikumspreis gewählt. Seit seiner Gründung vor sieben Jahren liegt die Besonderheit der Vereinsarbeit in investigativer Recherche. In öffentlichkeitswirksamen Protestaktionen machen die aktiven Mitglieder gegen Rechtsbrüche in der Tierhaltung und für die Rechte der Tiere mobil. So deckten sie bisher unbekannte Missstände auf, wie die systematische Schlachtung kranker Kühe oder illegale Primatenversuche. Die Engagierten klären Verbraucherinnen und Verbraucher mittels medialer Berichterstattung über Tierhaltung und Fleischproduktion auf. Dabei nehmen sie auch die Folgen für die Umwelt und den Schutz der Menschen in den Blick.
- Sonderpreis: Außerdem hat sich die Jury des Deutschen Engagementpreises in diesem Jahr entschlossen, mit einem zusätzlichen Sonderpreis ein Zeichen zu setzen: Der Preis hebt ein Projekt hervor, das in besonderem Maße beispielhaft für freiwilliges Engagement und eine couragierte Zivilgesellschaft steht – die „Ostritzer Friedensfestinitiative“. Die kleine Stadt Ostritz in Sachsen sorgt für großes Aufsehen: Seit 2018 engagieren sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Friedensfesten und einem Friedenslauf für ein demokratisches Miteinander in ihrer Region, als Antwort auf rechtsextreme Festivals und Kampfsportveranstaltungen in Ostritz. Mit ihren Friedensfesten hat sich die Bürgerschaft ehrenamtlich, zusammen mit dem Internationalen Begegnungszentrum und der Stadtverwaltung, dazu entschlossen, ihre Stadt nicht den Rechtsextremen zu überlassen. Mit großem, kreativem Engagement ist es den Friedensfesten gelungen, lokal und überregional den öffentlichen, demokratischen Raum zu verteidigen – beispielhaft! Der Sonderpreis wird einmalig verliehen und ist mit 10.000 Euro dotiert.
Wettbewerb 2019
Für den Dachpreis Deutscher Engagementpreis konnten ausschließlich die Preisträgerinnen und Preisträger anderer Wettbewerbe nominiert werden, die freiwilliges Engagement in Deutschland auszeichnen. Insgesamt wurden 617 herausragend engagierte Personen und Initiativen von 210 Preisausrichtern nominiert. Bei der Online-Abstimmung über den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises haben über 105.000 Menschen teilgenommen und für ihre Favoritinnen und Favoriten abgestimmt.
Hintergrund: Über den Deutschen Engagementpreis
Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Er würdigt das freiwillige Engagement von Menschen in unserem Land und all jene, die dieses Engagement durch die Verleihung von Preisen unterstützen. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Deutschland zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern.
Initiator und Träger des seit 2009 vergebenen Deutschen Engagementpreises ist das Bündnis für Gemeinnützigkeit, ein Zusammenschluss von großen Verbänden der Zivilgesellschaft in Deutschland. Förderer sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, die Deutsche Fernsehlotterie und die Deutsche Bahn Stiftung.
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BusinessSelfcare hat sich längst von einem kurzfristigen Lifestyle-Trend zu einem festen Bestandteil eines gesundheitsbewussten Lebensstils entwickelt. Immer mehr Menschen investieren gezielt in ihr körperliches und mentales Wohlbefinden sei es durch Entspannungsangebote, natürliche Pflegeprodukte oder individuelle Gesundheitskonzepte. Zugleich wächst das Bewusstsein für Prävention und eine ausgewogene Work-Life-Balance. Diese Entwicklung eröffnet der Wellness-Branche attraktive wirtschaftliche Perspektiven. Für Unternehmen, Gründer und Dienstleister entstehen neue Möglichkeiten, innovative Angebote zu entwickeln und auf die steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen für mehr Wohlbefinden zu reagieren.
BusinessNutzfahrzeuge sind für viele Unternehmen unverzichtbar. Ob im Handwerk, in der Logistik, im Baugewerbe oder im Dienstleistungssektor sie müssen täglich zuverlässig einsatzbereit sein, damit Abläufe reibungslos funktionieren. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Ungeplante Ausfälle führen nicht nur zu Reparaturkosten, sondern oft auch zu Terminverschiebungen, Produktionsunterbrechungen oder Lieferverzögerungen. Eine präventive Instandhaltung hilft dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen, Wartungen planbar durchzuführen und die Einsatzbereitschaft des Fuhrparks dauerhaft zu sichern. So lassen sich Kosten reduzieren und die Lebensdauer der Fahrzeuge nachhaltig verlängern. Präventive Wartung statt teurer Reparaturen Viele Unternehmen reagieren erst dann auf Probleme, wenn ein Fahrzeug bereits ausgefallen ist. Diese reaktive Vorgehensweise verursacht häufig hohe Reparaturkosten und ungeplante Standzeiten. Eine präventive Instandhaltung verfolgt einen anderen Ansatz: Regelmäßige Inspektionen und Wartungen helfen dabei, Verschleiß frühzeitig zu erkennen und Bauteile rechtzeitig auszutauschen, bevor größere Schäden entstehen.
VerbraucherEine Fenstermodernisierung kann in Wohn- und Gewerbeobjekten spürbar zur Senkung der Heizkosten beitragen, das Raumklima verbessern und langfristig den Immobilienwert sichern vorausgesetzt, Verglasung, Rahmen und Montage passen zur tatsächlichen Nutzung. Steigende Energiepreise, neue Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und ein angespannter Handwerkermarkt setzen Eigentümer, Bauherren und Architekten zusätzlich unter Druck. Wer ein Wohnhaus, ein Bürogebäude, ein Ladengeschäft oder eine vermietete Immobilie betreut, kommt um die Frage nach dem Zustand der Fenster kaum herum. Eine durchdachte Modernisierung ist deshalb keine reine Optikfrage, sondern eine wirtschaftliche Entscheidung und sie sollte mit einem erfahrenen Partner geplant werden, etwa mit den Experten für Fensterbau in Augsburg, die seit 1985 Privatkunden, Bauherren und Architekten in der Region betreuen. Warum Fenster eine unterschätzte Stellschraube sind In vielen Bestandsgebäuden stammen Fenster noch aus älteren Bauphasen, etwa aus den 1980er- oder 1990er-Jahren. Ihre Wärmedämmwerte liegen in der Regel über dem, was moderne Verglasungen leisten. Das kann sich in der Heiz- und Betriebskostenabrechnung niederschlagen: Wärmeverluste über veraltete Rahmen und ältere Verglasungen gehören zu den Posten, die sich durch eine Sanierung gezielt reduzieren lassen. Hinzu kommen Themen wie Schallschutz an verkehrsreichen Standorten, Einbruchsicherheit für Erdgeschossräume und sommerlicher Wärmeschutz in stark verglasten Flächen.

