Arbeitsleben·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
18. Juni 2025

Gestalten statt gießen: Andreas W. Berchtold von Genial Grün über den Trend zum pflegeleichten Garten mit Konzept

Der eigene Garten ist für viele Menschen Rückzugsort, Wohlfühlraum und Ausdruck von Lebensqualität. Doch mit zunehmend heißen Sommern, trockenen Böden und wenig Zeit für Pflege stellt sich immer häufiger die Frage: Wie lässt sich ein schöner Garten gestalten, der wenig Arbeit macht – und trotzdem gut aussieht?

Was früher durch üppige Blumenbeete und aufwendig gepflegte Rasenflächen geprägt war, entwickelt sich heute weiter: Pflegeleichte, naturnahe Gärten mit klarer Struktur und nachhaltiger Bepflanzung liegen im Trend – nicht nur aus praktischen Gründen, sondern auch aus Überzeugung.

Ein Unternehmen, das sich genau darauf spezialisiert hat, ist die Genial Grün – Andreas W. Berchtold GmbH. Das Unternehmen für Gartenbau in Landsberg hat sich auf ganzheitliche, nachhaltige Gartengestaltung spezialisiert – und setzt bewusst auf Konzepte, die mehr leisten als kurzfristige Schönheit.

Wir haben mit Andreas W. Berchtold darüber gesprochen, wie pflegeleichte Gärten entstehen, worauf Gartenbesitzer achten sollten – und warum weniger manchmal mehr ist.

business-on.de: Herr Berchtold, Sie sprechen von einem „Garten mit Konzept“. Was genau bedeutet das?

Andreas W. Berchtold: Viele Gärten sind in erster Linie dekorativ – sie sehen auf den ersten Blick gut aus, sind aber in der Pflege sehr aufwendig. Ein Garten mit Konzept ist anders: Er berücksichtigt von Anfang an Nutzung, Pflegeaufwand, Wasserbedarf, Bodenbeschaffenheit und Standortklima. Wir fragen: Wer nutzt den Garten? Wie oft? Welche Erwartungen gibt es? Daraus entsteht ein langfristig funktionierendes Gestaltungskonzept – optisch attraktiv, aber gleichzeitig resilient gegenüber Klima und Zeit.

business-on.de: Gibt es so etwas wie einen Trend zum pflegeleichten Garten?

Andreas W. Berchtold: Absolut. Die Nachfrage ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen – nicht nur aus Bequemlichkeit, sondern auch aus Umweltbewusstsein. Automatisiertes Bewässern, dauerhafte Rasenpflege oder exotische Pflanzen passen oft nicht mehr zum heutigen Lebensstil. Stattdessen rücken heimische Stauden, Mulchflächen, strukturreiche Beete und reduziertes Grün in den Fokus. Ein pflegeleichter Garten bedeutet nicht „weniger schön“, sondern intelligenter geplant.

business-on.de: Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit dabei?

Andreas W. Berchtold: Eine sehr große. Nachhaltigkeit beginnt bei der Pflanzenauswahl – etwa durch robuste Arten, die ohne chemischen Pflanzenschutz auskommen. Wir arbeiten gern mit mehrjährigen Stauden, Wildgehölzen und naturnahen Rasenalternativen, die nicht wöchentlich gemäht werden müssen. Hinzu kommen Materialien wie recycelter Schotter, Naturstein aus der Region oder Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. All das reduziert langfristig Pflegeaufwand, Emissionen und Betriebskosten.

business-on.de: Wie begegnen Sie typischen Kundenwünschen wie „viel Blüte, wenig Arbeit“?

Andreas W. Berchtold: Das ist ein Klassiker – und auch legitim. Wir erklären, dass sich Ästhetik und Pflegearmut nicht ausschließen. Entscheidend ist die richtige Pflanzenkombination, eine gute Bodenvorbereitung und ein Bewässerungskonzept, das effizient und standortgerecht ist. Dabei setzen wir auf Erfahrung, klare Planung und Beratung direkt vor Ort. Oft zeigen wir anhand bereits realisierter Projekte, wie sich Kundenwünsche mit pflegeleichten Lösungen vereinbaren lassen. Viele sind überrascht, wie viel gestalterische Qualität auch mit reduziertem Pflegeaufwand möglich ist.

business-on.de: Welche Kundengruppen sprechen Sie mit diesem Ansatz besonders an?

Andreas W. Berchtold: Zum einen natürlich Privatkunden – insbesondere Familien und Berufstätige, die wenig Zeit haben, aber nicht auf einen ansprechenden Garten verzichten wollen. Zum anderen auch Wohnbaugesellschaften, Architekturbüros und Kommunen, die im Rahmen von Neubauprojekten oder Sanierungen auf wartungsarme Grünflächen setzen. Gerade bei größeren Flächen können durch pflegeleichte Konzepte erhebliche Folgekosten eingespart werden.

business-on.de: Ist der pflegeleichte Garten also auch ein wirtschaftlicher Faktor?

Andreas W. Berchtold: Auf jeden Fall. Jeder Quadratmeter, der später weniger Aufwand erfordert, spart Zeit, Wasser und Energie – und reduziert damit spürbar die laufenden Kosten und den Pflegeaufwand. Unsere Erfahrung zeigt: Wer frühzeitig in durchdachte Planung investiert, profitiert langfristig – durch mehr Komfort, geringere Instandhaltung und ein Gartenbild, das dauerhaft überzeugt. Und ganz nebenbei tut man auch noch etwas für Artenvielfalt, Klimaresilienz und das eigene Wohlbefinden.

business-on.de: Herr Berchtold, vielen Dank für das Gespräch. Ein moderner Garten ist also nicht nur schön anzusehen, sondern kann auch alltagstauglich, ressourcenschonend und langfristig pflegeleicht gestaltet sein – vorausgesetzt, man denkt von Anfang an in Konzepten.

Teilen:
Weitere Artikel
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht
Business
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht

Wer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.

6 Min. LesezeitLesen
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten
Guide's
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten

In Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
Edi Renovierung aus Taufkirchen: Innenausbau und Modernisierung im Raum München
Ratgeber
Edi Renovierung aus Taufkirchen: Innenausbau und Modernisierung im Raum München

Wer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite