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15. Juli 2021

Mobiles Bezahlen: welche Arten gibt es und wie läuft das technisch ab?

NFC – der Standard beim mobilen Bezahlen

Für den Bezahlvorgang an der Kasse kann der Kunde also unter verschiedenen Optionen wählen. Um kontaktlos mit der Kreditkarte oder dem Handy bezahlen zu können, wird die NFC-Technik genutzt. Die Near Field Communication oder auch Nahfeldkommunikation ermöglicht es, verschlüsselte Daten schnell und sicher von der Ladenkasse an Banken und Zahlungsdienstleister zu übertragen.

Voraussetzung zur Nutzung der NFC-Technik ist auf Seiten des Geschäftes ein NFC-kompatibler Kartenterminal. Der Kunde benötigt auf der anderen Seite eine Bankkarte mit einem NFC-Chip oder ein Smartphone, das die NFC-Technik unterstützt. Darüber hinaus muss die App eines Zahlungsdienstleisters auf dem Smartphone installiert sein. Neben den bekanntesten Applikationen wie Apple-Pay oder Google-Pay, bieten auch viele Banken und Kreditinstitute eigene Apps an.

Nur wenn beide Seiten über die notwendigen technischen Voraussetzungen verfügen, können die Zahlungsdaten über eine maximale Distanz von wenigen Zentimetern über eine Radiofrequenz-Identifikation übertragen werden. Dadurch erfolgt die Verarbeitung deutlich schneller als bei technischen Lösungen, die mit Chips oder PINs arbeiten. Bei der NFC-Technologie handelt es sich nicht nur um eine der bequemsten und schnellsten, sondern auch um eine der sichersten Zahlungsmethoden. Dies gilt in besonderem Maße für das Bezahlen mit dem Handy. Denn hier werden, anders als beim kontaktlosen Zahlen mit der Kreditkarte, keine konkreten Bankdaten ausgetauscht. Beim Bezahlen mit der App wird ein verschlüsselter Datensatz erstellt, der ausschließlich für den aktuellen Bezahlvorgang genutzt wird. Ein Missbrauch von auf kriminelle Weise abgefangenen Daten ist so nicht möglich, da diese keine Autorisierung für weitere Zahlungsvorgänge darstellen.

Bezahlen mit Hilfe von Schallwellen – eine günstige Alternative

Neben der NFC-Technologie gibt es weitere technische Lösungen, die mobiles Zahlen ermöglichen. Eine in Deutschland noch kaum verbreitete Methode nutzt Schallwellen, um verschlüsselte Zahlungsdaten zu übertragen. Eine Internetverbindung ist dazu nicht erforderlich. Die für die Übertragung der Daten notwendigen Schallwellen werden von einem entsprechenden Gerät an das Smartphone des Kunden gesendet. Hier werden die auf diese Weise empfangenen Daten in analoge Signale umgewandelt, die es ermöglichen, die Transaktion zu beenden. Um die sogenannte Sound Wave Payment-Technik nutzen zu können, wird lediglich eine spezifische Software benötigt, die leicht auf jedes Handy aufgespielt werden kann. Spezielle Hardwarelösungen, wie sie für die NFC-Technik benötigt werden, sind nicht erforderlich. Damit handelt es sich bei dieser Methode um eine besonders günstige Option für mobiles Bezahlen.

MST – sicherer als eine physische Kreditkarte

Eine weitere technische Alternative stellen MST-Zahlungen dar. Die Magnetic Secure Transmission, kurz MST, wird unter anderem von Samsung Pay verwendet. Bei der MST sendet das Handy ein magnetisches Signal aus, das die Magnetstreifen auf der Kreditkarte des Kunden übernimmt. Empfangen wird dieses Signal vom Kartenterminal des Händlers, wo es wie eine physische Kreditkarte behandelt wird, die durch den Magnetkartenleser gezogen wird.

Mobil bezahlen mit QR-Codes

Auch QR-Codes, die oft auf Produkten und an vielen anderen Stellen zu finden sind, können für mobiles Zahlen genutzt werden. In diesem Fall leiten die Codes den Nutzer nicht auf Webseiten mit zusätzlichen Informationen weiter, sondern zu seinem Zahlungsdienstleister. Dazu wird ein an der Kasse erzeugter Code mit Hilfe einer entsprechenden App gescannt und an den Zahlungsdienstleister geleitet, der die so empfangenen Zahlungsdaten weiterverarbeitet. Um mit QR-Codes bezahlen zu können, müssen Banking-Apps auf dem Smartphone installiert sein, die diese Zahlungsmethode unterstützen. Auch der Händler muss seine Kassen mit der entsprechenden Technik ausrüsten.

QR-Codes werden zuweilen auch von Anbietern digitaler Geldbörsen für die Zahlungsabwicklung genutzt. Bei diesen digitalen Wallets kommen jedoch in erster Linie andere Technologien, wie etwa die NFC-Technik, zum Einsatz. Die digitalen Geldbörsen speichern Zahlungsinformationen in einer Cloud oder auf einer App auf dem Smartphone. Die mobilen Wallets zeichnen sich durch besonders komplexe Verschlüsselungsmethoden und Tokenisierungen aus, die das Bezahlen besonders sicher machen. Neben Bankkarten können auch Kundenkarten, Flug- und Bahntickets sowie andere Dokumente in der digitalen Brieftasche gespeichert werden.

Nicht zuletzt aufgrund der mittlerweile recht vielfältigen Optionen zum mobilen Bezahlen wird diese Alternative zum Bargeld von immer mehr Menschen genutzt. Auch kleinere und mittlere Unternehmen bieten ihren Kunden heute vielfach diesen Service, der in Zukunft unverzichtbar sein wird.

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