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4. Mai 2021

Social Media: YouTube erobert die Spitze zurück, TikTok wächst am stärksten

YouTube hat sich die Krone des beliebtesten Social-Media-Dienstes zurückerobert: Sieben von zehn Onlinern ab 16 Jahren nutzen aktuell Googles Do-it-yourself-Videoportal. Nur zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – aber das reicht, um den Social-Media-Thron von WhatsApp zurückzuerobern. Der Marktanteil des Messengers aus dem Hause Zuckerberg liegt unverändert bei 69 Prozent. Auf dem dritten Rang folgt als Plattform der älteren User Facebook, das weiterhin von 60 Prozent genutzt wird. Während die „großen Drei“ damit weitgehend auf der Stelle treten, konnten die kleineren Dienste ihre Nutzergemeinden überdurchschnittlich ausbauen. Das zeigt der aktuelle Social-Media-Atlas 2021 der Hamburger Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna, für den 3.500 Internet-Nutzer repräsentativ befragt wurden.

TikTok wächst am stärksten

Am kräftigsten wuchs im vergangenen Jahr TikTok, das seinen Marktanteil um satte 16 Prozentpunkte auf jetzt 26 Prozent ausbauen konnte. Das verhilft dem chinesischen Musical.ly-Nachfolger zu einem großen Sprung nach vorn von Platz 14 auf Platz 8 der meistgenutzten Sozialen Medien in Deutschland. Besonders erfolgreich spricht die Plattform für den Austausch von Mini-Videoclips junge Zielgruppen an: TikTok erreicht 55 Prozent der 16 bis 19-Jährigen Internet-Nutzer und 57 Prozent im Alter zwischen 20 und 29 Jahren. Am anderen Ende der Skala aber gerade mal vier von hundert „Silver Surfern“ ab 60 Jahren.

LinkedIn und Telegram legen kräftig zu

Mit je acht Prozentpunkten ebenfalls deutlich zulegen konnten LinkedIn und Telegram. Microsofts berufliches Netzwerk hatte es lange schwer, hierzulande richtig Fuß zu fassen – jetzt erreicht LinkedIn mit 24 Prozent fast jeden vierten deutschen Internet-Nutzer ab 16 Jahren. WhatsApp-Konkurrent Telegram haben inzwischen 21 Prozent der Onliner auf ihrem Handy.

Instagram und Snapchat: Gleiches Plus, anderes Resultat

Die langjährigen Widersacher Instagram und Snapchat konnten beide ihr jeweiliges Stück vom Kuchen um sechs Prozentpunkte vergrößern – allerdings an gegenüberliegenden Enden der Tafel. Instagram belegt mit einem Marktanteil von 46 Prozent Platz vier, während es bei Snapchat mit 24 Prozent nur für die Zwölf reicht.

Hinten geht es schneller nach vorn

Pinterest, Twitter und Xing mit einem Plus von jeweils vier Prozentpunkten sowie Blogs mit dreien konnten im Laufe eines Jahres ebenfalls mehr Anwender hinzugewinnen als Spitzenreiter YouTube.

YouTube, WhatsApp, Facebook: Wachstumspotenzial erschöpft

„YouTube, WhatsApp und Facebook haben in Deutschland kaum noch Wachstumspotenzial und stecken deswegen auf absehbare Zeit vor allem in einer Abwehrschlacht fest, um ihre erreichte Marktposition zu halten“, sagt Dr. Roland Heintze, Geschäftsführender Gesellschafter des Faktenkontors. „Im Kampf um die Gunst der Nutzer stehen ihnen kleinere und neuere Social-Media-Dienste gegenüber, die mit einer offensiven Strategie sowie innovativen, mehrwertigen und zielgruppengerechten Angeboten weiterhin in großem Umfang neue Nutzer hinzugewinnen können – und werden.“

Die beliebtesten Sozialen Medien der Deutschen

  1. YouTube (70% / +2)
  2. WhatsApp (69% / ±0)
  3. Facebook (60% / ±0)
  4. Instagram (46% / +6)
  5. Pinterest (33% / +4)
  6. Internet-Foren (30% / +2)
  7. Twitter (27% / +4)
  8. TikTok (26% / +16)
  9. Blogs (26% / +3)
  10. LinkedIn (24% / +8)
  11. Xing (24% / +4)
  12. Snapchat (24% / +6)
  13. Telegram (21% / +8)

(Anteil der Deutschen mit Zugang zum Internet ab 16 Jahren, die den jeweiligen Social-Media-Dienst nutzen / Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozentpunkten)

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