News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
19. Juni 2019

Fritz Trott: „Die junge Generation möchte keine 40-Stunden-Woche auf Lebenszeit“

Business-on.de: Was bietet Zenjob den Unternehmen?

Fritz Trott: Mit Softwaretechnologie verbindet Zenjob große und mittelständische Unternehmen mit Studierenden, die auf der Suche nach flexiblen Nebenjobs sind. Über das Buchungsportal von Zenjob können Firmen studentisches Personal online anfragen und das gesamte Personalmanagement – von der Buchung bis zur Abrechnung – digital abwickeln. Die Studierenden selbst sind auf Zeitarbeitsbasis angestellt und finden kurz- oder längerfristige Jobmöglichkeiten mit einem Klick über die Zenjob App. Hierbei können sie flexibel entscheiden, wann und wie oft sie arbeiten.

Business-on.de: Wie sind Sie auf diese Idee gekommen?

Fritz Trott: Cihan Aksakal, Frederik Fahning und ich haben uns vor vier Jahren kennengelernt. Wir kamen alle aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Arbeitswelt, haben aber alle im eigenen Umfeld den Bedarf einer neuen Lösung gesehen. Seit der Gründungsphase sind wir angetrieben von der Vision, die Arbeitswelt nachhaltig durch den Einsatz von Technologie zu verbessern. Wir wollen ermöglichen, dass Menschen morgens aufwachen, unsere App öffnen und frei entscheiden können, ob sie für heute oder nächste Woche einen Job haben wollen.

Business-on.de: Welche Trends gibt es beim Thema Arbeitszeitmodelle und wo sehen Sie Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter?

Fritz Trott: Unsere digitale Lebenswelt ist nutzerzentriert und immer mehr auf unsere individuellen Bedürfnisse zugeschnitten. Zudem ist es die junge Nachwuchsgeneration gewöhnt, alles via Smartphone zu organisieren. Diese Ansprüche übertragen sich auch auf die Arbeitswelt: Für junge Menschen hat eine individuelle Lebensgestaltung die höchste Priorität. In Zeiten des “War of Talents” wird es für Arbeitgeber immer schwieriger, junge und talentierte Menschen zu finden, weil sich der Arbeitsmarkt von einem “Arbeitsmarkt der Arbeitgeber” zu einem “Arbeitsmarkt der Arbeitnehmer” entwickelt. Dieser Trend bringt aber auch Vorteile für Unternehmen: Ein Arbeitnehmer, der sich bewusst und selbstbestimmt für einen Job entscheidet, ist motivierter. Zudem erhöht eine ausgewogene Work-Life-Balance die Leistungsfähigkeit der Arbeitnehmer.

Business-on.de: Wie muss Ihrer Meinung nach ein modernes Arbeitsmodell aussehen?

Fritz Trott: Ein modernes Arbeitsmodell muss auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer eingehen und Flexibilität bieten. Die junge Nachwuchsgeneration möchte keine 40-Stunden-Woche auf Lebenszeit. Sie bevorzugt es, an ausgewählten Tagen zu arbeiten und das Arbeits- und Privatleben frei zu gestalten. In Zukunft wird es immer mehr digitale Arbeitsplattformen am Markt geben, weil diese zeitliche Flexibilität und verschiedene Beschäftigungsmodelle für Arbeitnehmer ermöglichen. Ein Teil der Menschen findet und bucht sich dann seine Jobs nur noch via App.

Business-on.de: Wie stellt Zenjob sicher, dass Unternehmen und passende Studierende zusammenfinden? Wie wird die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Studierenden evaluiert?

Fritz Trott: Der Zenjob-Algorithmus sorgt für eine passgenaue Vorauswahl zwischen Job und Student. Die Kombination aus automatisierter Vorauswahl und menschlicher Überprüfung beschleunigt die Personalsuche immens und macht diese hocheffizient – ohne jedoch an Qualität und Zuverlässigkeit zu verlieren. Gleichzeitig können sich beide Parteien nach jeder Schicht bewerten. Das fördert die Zufriedenheit und hilft uns, auf Probleme und Präferenzen zu reagieren.

Business-on.de: Hat das Unternehmen die Chance, einen Studierenden öfter zu buchen, wenn es mit dessen Arbeit zufrieden war?

Fritz Trott: Wir bieten kurz- und längerfristige Jobmöglichkeiten an. Wenn Unternehmen und Studierender langfristig zusammenarbeiten wollen, dann bieten wir auch hierfür individuelle Lösungen.

Business-on.de: Welchen Mehrwert schafft Zenjob mit dem speziellen Zeitarbeitsmodell für Unternehmen?

Fritz Trott: Unternehmen müssen auf Personalschwankungen flexibel reagieren können. In der Realität ist es aber schwierig, bei spontanen Ausfällen kurzfristig Personal zu finden. Hier greifen wir ein. Unternehmen können bei Zenjob innerhalb kürzester Zeit ganz einfach über das Buchungsportal Personal online anfragen. Dank des algorithmenbasierten Job-Kandidaten-Matching können Aushilfskräfte wenn nötig sogar schon innerhalb eines Tages gefunden werden. Zudem werden Arbeitsverträge, Rahmenvereinbarungen und Abrechnungen digital unterschrieben und automatisiert verschickt. Der Verwaltungsaufwand reduziert sich enorm. Die Kombination aus Zeitarbeitsmodell und Technologie erhöht die Flexibilität für beide Seiten und die Personal- und Jobsuche ist deutlich schneller, effizienter und ökologischer.

Business-on.de: Wo sehen Sie Zenjob in fünf Jahren? Können Sie sich vorstellen, in Zukunft nicht nur Personaldienstleister für Studierende, sondern auch für weitere Zielgruppen zu werden?

Fritz Trott: In Zukunft soll nicht nur Studierenden, sondern allen Menschen ermöglicht werden, das Arbeitsleben frei und selbstbestimmt zu gestalten. Die Devise lautet: “Manage your jobs with a click”

Business-on.de: Welche Anforderungen hat die Generation Z an einen Arbeitgeber?

Fritz Trott: Die Generation Z hat kein Interesse mehr an starren Arbeitszeitmodellen. Ganz egal ob während dem Studium oder danach – wir müssen den Arbeitsmarkt überdenken. Das wir mittlerweile über 10.000 Jobs pro Monat vermitteln, zeigt, dass unser Modell den aktuellen Zeitgeist trifft.

Mehr Informationen auf www.zenjob.de

Teilen:
Weitere Artikel
Bestatter wählen: Worauf Angehörige und Vorsorgende in Nordhausen wirklich achten sollten – Interview mit dem Bestattungsinstitut Engelhardt
Verbraucher
Bestatter wählen: Worauf Angehörige und Vorsorgende in Nordhausen wirklich achten sollten – Interview mit dem Bestattungsinstitut Engelhardt

Ein professioneller Bestatter aus Nordhausen nimmt Angehörigen im Trauerfall organisatorische, rechtliche und finanzielle Last ab und sorgt für Klarheit in einer Ausnahmesituation. Wer den Tod eines nahen Menschen verkraften muss, steht innerhalb weniger Stunden vor Entscheidungen, für die im Alltag nie Raum war. Im folgenden Interview beantwortet das Team des Bestattungsinstituts Engelhardt aus Ellrich die wichtigsten Fragen rund um die Wahl des richtigen Bestatters und zeigt Ihnen, welche Rechte Sie als Hinterbliebene oft nicht kennen. Frage: Müssen Angehörige den vom Krankenhaus oder Pflegeheim empfohlenen Bestatter beauftragen? Nein, ausdrücklich nicht. Tritt ein Sterbefall in einem Krankenhaus, einem Pflegeheim oder im Zuge polizeilicher Maßnahmen ein, werden Ihnen als Angehörigen häufig konkrete Bestatter nahegelegt. Was viele nicht wissen: Es besteht keine Verpflichtung, einen vom Krankenhaus, von der Polizei oder vom Friedhof empfohlenen Anbieter zu beauftragen. Das Wahlrecht liegt bei Ihnen als Hinterbliebenen. Gerade in emotional belastenden Momenten ist es deshalb wichtig, sich diese Entscheidung bewusst zu nehmen und sie nicht aus reiner Zeitnot abzugeben.

4 Min. LesezeitLesen
Würdevoll Abschied nehmen: Worauf Angehörige bei der Auswahl eines Bestatters in Würzburg achten sollten
Verbraucher
Würdevoll Abschied nehmen: Worauf Angehörige bei der Auswahl eines Bestatters in Würzburg achten sollten

Wenn ein nahestehender Mensch stirbt, müssen Angehörige innerhalb weniger Stunden Entscheidungen treffen, mit denen sie sich zuvor nie auseinandergesetzt haben: Wer holt den Verstorbenen ab? Welche Bestattungsart kommt infrage? Welche Unterlagen werden benötigt? Genau in dieser Phase entscheidet die Wahl des richtigen Bestatters darüber, ob die nächsten Tage geordnet ablaufen oder im Chaos versinken. Wer im Raum Mainfranken sucht, findet mit der Flammersberger Bestattungshilfe einen lokal verankerten Ansprechpartner für vertrauensvolle Bestattungen in Würzburg, der organisatorische und emotionale Aufgaben gemeinsam mit den Angehörigen übernimmt. Im folgenden Interview beantwortet Christian Flammersberger die wichtigsten Fragen, die sich Hinterbliebene in dieser Situation stellen. „Die ersten Stunden sind entscheidend" – Christian Flammersberger im Gespräch Herr Flammersberger, was passiert in den ersten Stunden nach einem Todesfall?

4 Min. LesezeitLesen
Experten für Gebäudereinigung in München: Wie professionelle Dienstleister Unternehmen entlasten
Ratgeber
Experten für Gebäudereinigung in München: Wie professionelle Dienstleister Unternehmen entlasten

Professionelle Experten für Gebäudereinigung in München entlasten Unternehmen, indem sie Hygiene, Werterhalt und einen repräsentativen Auftritt durch strukturierte Abläufe, geschultes Personal und individuelle Reinigungskonzepte sicherstellen. Saubere Büros, gepflegte Hotelzimmer und repräsentative Eingangsbereiche entscheiden in einer Wirtschaftsmetropole wie München mit darüber, wie professionell ein Unternehmen wahrgenommen wird. Doch worauf sollten Entscheider achten, wenn Sie einen geeigneten Dienstleister suchen und warum lohnt es sich, gezielt auf Experten für Gebäudereinigung in München wie die Nexus Dienste GmbH zu setzen? Warum professionelle Gebäudereinigung in München mehr ist als Putzen

4 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite