business-on.de: Der Apothekenwirtschaftsbericht für 2021 wies ein sattes Umsatzplus von 2,5 Milliarden Euro aus, das durch pandemiebedingte Sonderausgaben erzielt wurde. Was spielte sich in den Apotheken in dem zweiten Pandemiejahr ab?
Nadine Freialdenhoven: Viele Bürger haben sich mit Arzneimitteln eingedeckt. Das führte zu Lieferengpässen, z. B. bei dem Schmerzmittel Paracetamol, das als Saft oder Zäpfchen Kindern gegen Fieber gegeben wird. Viele Apotheken hatten plötzlich Schwierigkeiten, Kinder zu versorgen. Parallel mussten wir alle Kräfte bündeln, um dem Ansturm auf Hilfsmittel wie Masken und Handschuhe Herr zu werden. Wir haben innerhalb kürzester Zeit Tonnen an Desinfektionsmitteln hergestellt, weil alle Hersteller nicht mehr lieferbar waren. Wir befinden uns immer noch ein einem Ausnahmezustand, weil viele Arzneimittel, z. B. gegen hohen Blutdruck, noch immer nicht lieferbar sind. Wir betreiben einen hohen Aufwand, suchen nach Alternativen, Rezepte müssen in den Praxen umgeändert werden.
business-on.de: Leistungen, die die Apotheken für die Allgemeinheit erbracht haben, wurden mit dem Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) abgerechnet. Was waren das für Leistungen?
Nadine Freialdenhoven: Die Apotheken haben im Zeitraum von Dezember 2020 bis April 2021 etwa 440 Millionen Schutzmasken abgegeben. Ab April 2021 kamen etwa 100 Millionen COVID-19-Impfdosen hinzu, die wir an Arztpraxen, Impfteams und an den öffentlichen Gesundheitsdienst geliefert haben. Ab Juni 2021 haben die Apotheken etwa 97 Millionen Impf- und Genesenenzertifikate ausgestellt. Seit Februar 2022 haben Apotheken auch mit den COVID-19-Impfungen begonnen. Auch ich habe in allen meinen Apotheken geimpft und werde in diesem Herbst meinen Kunden auch Grippeschutzimpfungen anbieten.
business-on.de: Der stationäre Handel musste den Lieferdienst in der Pandemie erst noch erfinden, die Apotheken nicht …
Nadine Freialdenhoven: Botendienste waren schon immer unser Dienst am Kunden. In 2021 haben 42,5 Prozent der Apotheken sogar mehrmals täglich Medikamente frei Haus geliefert. Insgesamt werden täglich 300.000 Botendienste in unserer Branche ausgeführt.
business-on.de: Kann man in 2022 mit einem weiteren Aufschwung für das Apothekenwesen rechnen?
Nadine Freialdenhoven: Kurzum: ja. Der Umsatz wird steigen, weil auch die Preise der Arzneimittelhersteller steigen. Verschreibungspflichtige Arzneimittel unterliegen einer Preisbindung. Allerdings spiegelt ein sattes Umsatzplus nicht den Aufwand wider, den wir in der Apotheke betreiben müssen.
Für das Jahr 2023 wird es schwieriger, weil Gesundheitsminister Karl Lauterbach den Kassenabschlag, also den Rabatt, den wir den Krankenkassen pro verschreibungspflichtigem Arzneimittel geben müssen, von 1,77 Euro auf sehr wahrscheinlich 2,00 Euro angehoben wird. Ein Aufschwung? Eher nicht – Stromkosten erhöhen sich, Benzinpreise auch. Das hat zur Folge, dass die Großhändler uns weitere Kosten in Rechnung stellen. Gleichzeitig unterhalten wir einen Botendienst, sodass die Kosten auch höher im Vergleich zu 2021 sind.
business-on.de: Sie haben vier Apotheken im Rhein-Erft-Kreis und gehören damit zu den 43,9 Prozent der Apotheken in Filialstrukturen. Ist das die Zukunft?
Nadine Freialdenhoven: Natürlich ergeben sich ganz andere Synergieeffekte, wenn ich für vier Apotheken Waren einkaufe oder die Digitalisierung weiter vorantreibe. Ich habe in allen vier Apotheken einen Arzneimittelautomaten, einen Rezeptscanner und ein Warenwirtschaftssystem, das es mir ermöglicht, die Medikamente vorrätig zu haben, die meine Kunden immer wieder verschrieben bekommen.
business-on.de: Laut einer Bitkom-Umfrage liegt der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, der regelmäßig Medikamente online kauft, bei 62 Prozent. Bereitet Ihnen das Kopfzerbrechen?
Nadine Freialdenhoven: Meiner Meinung nach werden die Zukunftsperspektiven für Berufe in meiner Branche schwarzgemalt. Dabei sind es die Online-Apotheken, die rote Zahlen schreiben. Eine stationäre Apotheke bietet ihren Kunden einen nicht zu unterschätzenden Mehrwert, nämlich menschliche Zuwendung und fachliche Beratung. Wir raten nicht nur zu, sondern auch bei bestimmten Medikamentencocktails eindringlich ab.
business-on.de: Suchen Sie Fachkräfte? Auch in Ihrer Branche soll Personalnot herrschen …
Nadine Freialdenhoven: Aktuell ist es so, dass nur noch ein Viertel der zukünftigen Apothekerinnen und Apotheker in einer öffentlichen Apotheke arbeiten möchte. Über ein Drittel des Apothekennachwuchses plant in die Pharmaindustrie abzuwandern. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Berufe Pharmazeutisch-Technische-Assistentinnen (PTA) und Pharmazeutisch-Kaufmännische-Angestellte (PKA).
business-on.de: Wie gehen Sie beim Mitarbeiterrecruiting vor?
Nadine Freialdenhoven: Wir verteilen an PTA-Schulen und in unseren Apotheken Zettel, auf denen wir ermuntern, sich per WhatsApp bei uns zu bewerben. Ganz formlos mit: „Hallo, ich bin PTA, heiße … und würde euch gerne kennenlernen!“ Wir werben viel über Social Media. Außerdem leisten wir uns eine HR-Managerin in den Apotheken, die analog und digital sucht. Die Bewerbungsphase ist also ganz einfach. Dennoch nehmen wir nicht jeden Bewerber bzw. Bewerberin. Wir haben einen mehrstufigen Bewerbungsprozess. Denn die zukünftige Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter müssen zu uns passen. Kundenorientierung und Teamfähigkeit sind für uns mit die wichtigsten Kriterien.
HandelIn vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.
WirtschaftDie Gemeinschaftspraxis Zahnärzte Obermünsterstraße in Regensburg steht für ein umfassendes zahnmedizinisches Konzept, das moderne Behandlungsmethoden mit individueller Betreuung verbindet. Im Mittelpunkt steht der Anspruch, Patientinnen und Patienten nicht nur fachlich auf hohem Niveau zu behandeln, sondern sie während des gesamten Behandlungsprozesses persönlich zu begleiten. Von der ersten Beratung bis zur Nachsorge wird großer Wert auf Transparenz, Zeit und eine angenehme Atmosphäre gelegt. Die folgenden Abschnitte stellen die Praxis genauer vor.
ArbeitslebenDie Anforderungen an moderne Büroarbeit haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Digitale Prozesse, lange Bildschirmzeiten und ein hoher Anteil sitzender Tätigkeiten prägen den Arbeitsalltag vieler Menschen. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass starre Arbeitsweisen langfristig zu Einschränkungen führen können – sowohl in Bezug auf die Leistungsfähigkeit als auch auf das allgemeine Wohlbefinden. Bewegung am Arbeitsplatz wird daher zunehmend als wichtiger Bestandteil eines produktiven Arbeitsumfelds betrachtet. Dabei geht es nicht um intensive körperliche Aktivität, sondern vielmehr um regelmäßige, kleine Veränderungen im Arbeitsablauf. Diese tragen dazu bei, Routinen aufzubrechen und die Arbeitsweise dynamischer zu gestalten. Die folgenden Abschnitte zeigen, worauf es im Einzelnen zu achten gilt.

