Bad Laasphe. Das Kaufverhalten der Verbraucher hat sich grundlegend geändert. Die Nachfrage von Kunden nach digitalen Einkaufsplattformen mit Warenlieferung an die Haustür nimmt – befeuert durch die Corona-Krise – zu. Längst hat sich das Online-Shopping als Einkaufskanal etabliert. Dies bedeutet auch für den Einzelhandel in Wittgenstein Chance und Herausforderung zugleich. Neben dem Auf- und Ausbau von Online-Präsenzen gilt es zugleich, sich innerhalb der stationären Ladengeschäfte für neue Technologien zu öffnen.
Um die benötigten Schritte zur Sicherung des Einkaufsstandorts Wittgenstein gemeinsam zu gehen, lädt der „Bonuspunkt Wittgenstein e.V.“ ein, sich an dem von der LEADER-Region Wittgenstein und der IHK Siegen geförderten Projekt „Wegweiser ins digitale Schaufenster“ zu beteiligen. Im Rahmen dieses Projekts werden alle Teilnehmer kostenfrei an die neuesten technischen Errungenschaften herangeführt und können sich so noch vertrauter mit den digitalen Möglichkeiten machen.
Bei einer Auftaktveranstaltung im Schloss Wittgenstein in Bad Laasphe stellten die Verantwortlichen den Einzelhändlern aus dem Altkreis jetzt das Projekt vor. „Es gilt, zunächst mit Hilfe einer Händler- und Kundenbefragung eine Informationsbasis zu schaffen. Auf deren Grundlage entwickeln wir anschließend einen bedarfsgerechten ,Laborladen‘“, betonte Prof. Dr. Hanna Schramm-Klein, die das Projekt wissenschaftlich begleitet. Die zwei Jahre alten Erkenntnisse des Zentrumsmonitors seien nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie zwingend zu aktualisieren. Die grundlegende Frage laute: Welche digitalen Services nutzen die Wittgensteiner Kunden bereits? Und welche zusätzlichen Angebote wünschen sie sich? Die Bürger sollen durch direkte Ansprache in den Einzelhandelsbetrieben, durch die Unterstützung von Industrie, Gastronomie, Verwaltung, Schulen und Vereinen sowie durch gezielte Werbung in den Sozialen Netzwerken zur Teilnahme an der Befragung motiviert werden.
„Je mehr Bürger und Betriebe die Fragebögen ausfüllen, desto besser. Denn die Umfrageergebnisse dienen als Basis dafür, gemeinsam zu überlegen, in welche Richtung sich der Wittgensteiner Handel zukünftig entwickeln soll“, erklärte Schramm-Klein. Die relevanten digitalen Techniken können schließlich 15 Monate lang in einem „Laborladen“ erprobt werden, der mobil zwischen den Wittgensteiner Kommunen pendelt. Ob dieser zu einigen Teilnehmern ins Geschäft kommt oder beispielsweise im Rotationsprinzip in Leerständen der drei Wittgensteiner Kommunen einziehen wird, klärt sich durch die Ergebnisse der Befragung. Die Mitwirkung an der Umsetzungsphase ist für die Unternehmer besonders attraktiv, weil sie direkt im Geschäftsalltag ausprobieren können, ob der Einsatz einer entsprechenden Technik für sie Mehrwerte bietet.
Der Startschuss für das Projekt sei indes weit vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie gefallen. Das verdeutlichte Jens Schmidt, 1. Vorsitzender des Bonuspunkt Wittgenstein. Er verwies zudem auf die Mitwirkung zahlreicher Akteure vor Ort:: „Der Verein für Handel, Handwerk und Tourismus in Erndtebrück, Pro Bad Laasphe und TKS Bad Laasphe sowie Markt und Tourismus Bad Berleburg tragen das Vorhaben seit anderthalb Jahren mit.“ Die gute Zusammenarbeit vor Ort rückte auch IHK-Handelsreferent Marco Butz in den Fokus: „Das ist mit ein Grund dafür, dass das Projekt in Wittgenstein stattfindet. Sie arbeiten hier interkommunal sehr eng zusammen. Das ist ein Pfund, mit dem Sie wuchern können.“
Den Abend leitete ein Impulsvortrag von Coach und Vertriebstrainer Sebastian Kramp ein. Er ging auf die Wirksamkeit kommunikativer Grundlagen im Zeitalter der Digitalisierung ein und verdeutlichte, wie bedeutsam es ist, die Kunden online anzusprechen. Zwar sei es diesen nach wie vor ein Bedürfnis, lokal einzukaufen. Aber man müsse im Internet präsent sein und kreative Wege finden, potenzielle Kunden auf die eigenen Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. Online informieren, offline kaufen lassen – das sei ein gangbarer Weg, dem sich kein Händler verschließen könne.
Weitere Informationen zum LEADER-Projekt „Wegweiser ins digitale Schaufenster“ gibt es bei IHK-Handelsreferent Marco Butz, Tel.: (0271) 3302-222, E-Mail: marco.butz@siegen.ihk.de, und im Internet unter https://www.ihk-siegen.de/standort-planung-und-verkehr/handel/neuigkeiten-aus-dem-handel/wegweiser-ins-digitale-schaufenster.
PersonalDamit die Lohnabrechnung termingerecht und fehlerfrei erfolgt, müssen alle beteiligten Unternehmensbereiche ihre Aufgaben aufeinander abstimmen. Während die Personalverwaltung aktuelle Beschäftigungsdaten bereitstellt, bestätigen Führungskräfte Arbeitszeiten und variable Vergütungen. Die Abrechnungsstelle prüft die Ergebnisse und überwacht gesetzliche Fristen. Unklare Zuständigkeiten führen häufig zu Rückfragen, Verzögerungen und zusätzlichem Aufwand. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen sind einzelne Mitarbeitende häufig für mehrere Arbeitsschritte verantwortlich. Fällt eine Person aus oder wird eine Änderung nicht rechtzeitig weitergegeben, kann der gesamte Ablauf ins Stocken geraten. Unternehmen sollten die Lohnabrechnung deshalb als zusammenhängenden Prozess betrachten, dessen einzelne Schritte aufeinander abgestimmt sein müssen. Schnittstellen zwischen Abteilungen untersuchen
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RatgeberEine neue Küche ist eine langfristige Investition. Neben der Gestaltung entscheiden vor allem die Raumaufteilung, die Ausstattung und die Qualität der Montage darüber, ob sich die Anschaffung im Alltag bewährt. Fehler bei der Planung können zusätzliche Kosten verursachen oder die Nutzung dauerhaft einschränken. Wer frühzeitig seinen Bedarf ermittelt, das Budget realistisch kalkuliert und die baulichen Voraussetzungen berücksichtigt, schafft eine solide Grundlage für den Küchenkauf. Küchenplanung beginnt mit den eigenen Anforderungen Bevor Farben, Fronten oder Elektrogeräte ausgewählt werden, sollte feststehen, welche Aufgaben die Küche künftig erfüllen muss. Ein Singlehaushalt stellt andere Anforderungen an Stauraum und Arbeitsflächen als eine Familie mit mehreren Kindern. Auch die Kochgewohnheiten beeinflussen die Planung.

