Lifestyle·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
24. August 2020

Ein Blick auf die größten Firmen der CBD-Branche

Was ist CBD? Vom Cannabissamen zum Markt

CBD ist ein Cannabinoid und wird aus der natürlich in der Cannabispflanze vorkommenden Cannabidiolsäure CBDa gewonnen. Dies ist nicht das Rauschmittel, dass den Konsumenten high macht – das wäre das THC. Es gibt unterschiedliche Züchtungen bei Cannabispflanzen, die einen enthalten viel THC, die anderen viel CBD – so wie es auch verschiedene Apfelsorten gibt. Dadurch gibt es bei Händlern wie Zamnesia spezielle CBD Seeds der hochwertigen Sorten, die speziell für medizinische Nutzer angebaut werden. Die Blüten werden geerntet und mit Hitze behandelt, um das CBD daraus zu gewinnen.

Die Produkte sind in stark unterschiedlichen Formen und Dosierungen erhältlich. Es gibt Tees und Kapseln für die Einnahme, um beispielsweise Schmerzen und bestimmte psychische Leiden zu mildern. Pflaster, Salben und Öle sind für die Anwendung auf der Haut geeignet, um lokale Entzündungen und Sportverletzungen zu lindern. Dazu gibt es eine Reihe anderer Produkte, wie Kissen mit CBD, die gegen Schlafprobleme wirken.

Die Marktgrößen

Canopy Growth ist eine kanadische Firma, die den ersten deutschen Importeur von medizinischem Cannabis, Spektrum Cannabis, aufkaufte und dessen Marktanteile übernahm. Das börsennotierte Unternehmen machte im letzten Jahr etwa 278 Millionen Euro Umsatz, sowohl mit THC, als auch mit CBD-Produkten.

Aurora Cannabis stammt ebenfalls aus Kanada und ist an der Börse in Toronto registriert. Mit knapp 158 Millionen Euro Umsatz und Niederlassungen in momentan 25 Ländern ist dies der zweitgrößte Riese auf dem Markt und momentan der größte Importeur in die EU. Von einem riesigen Lager in Dänemark wird CBD in viele Länder der EU transportiert und verkauft.

GW Pharmaceuticals kommt aus Großbritannien und ist die einzige europäische Firma unter den größten CBD-Herstellern. Dieses Unternehmen spezialisiert sich auf schmerzlindernde Produkte für Patienten, die an Multipler Sklerose oder Krebs erkrankt sind und auf die Behandlung von Epilepsie. Trotz eines etwas geringeren Marktwerts machte GW 2019 einen Umsatz von 261 Millionen Euro.

Tilray gehörte ursprünglich zur US-amerikanischen Privateer Holdings, machte sich dann aber in Kanada selbstständig. Dies war das erste Unternehmen der Cannabisbranche, das es in den NASDAQ schaffte. Die medizinischen Produkte werden in Partnerschaft mit der Pharmafirma Sandoz (gehört zu Novartis) hergestellt und vertrieben. Jahresumsatz 2019: 140 Millionen Euro, was einem Plus von 287% entspricht.

Aphria ist auch eine kanadische Firma – noch nicht sehr groß, doch sie hat erst Anfang des Jahres den deutschen Cannabis-Importeur CC Pharma GmbH aufgekauft und wurde über Nacht zu Lieferanten für 13.000 deutsche Apotheken. Der Umsatz betrug im letzten Jahr 253 Millionen Euro, Tendenz stark steigend.

Instabile Börsenkurse und deren Zukunft

Da CBD in den meisten Ländern einen Legalisierungsboom erlebt, ist dies ein noch extrem junger Markt. Die meisten Firmen sind erst in den letzten fünf bis 10 Jahren entstanden und der Markt wächst momentan exponentiell. Momentan gibt es instabil Börsenkurse, da viele Firmen einander aufkaufen, mit Lieferschwierigkeiten kämpfen und Markt und Börse erobern. Zukünftig wird sich dies einpendeln und die Aktienkurse werden stabiler sein.

Teilen:
Weitere Artikel
Ausbildungsstart am 1. September: Warum die erste Anerkennungsgeste für den bleibenden Eindruck zählt
Business
Ausbildungsstart am 1. September: Warum die erste Anerkennungsgeste für den bleibenden Eindruck zählt

Für viele Betriebe beginnt das neue Ausbildungsjahr 2026/2027 am 1. August oder am 1. September. Je nach Region und Ausbildungsberuf starten die Berufsschulen zwischen Mitte August und Mitte September. Für Unternehmen bedeutet das: neue Gesichter, neue Abläufe und eine Generation von Auszubildenden, die ihren Arbeitgeber vom ersten Tag an aufmerksam wahrnimmt. Bereits am ersten Arbeitstag sammeln Auszubildende Erfahrungen darüber, wie ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern umgeht. Der Ausbildungsstart wird damit auch zur Gelegenheit für Arbeitgeber, Wertschätzung zu zeigen und von Beginn an eine positive Beziehung zu ihren Nachwuchskräften aufzubauen. Eine kleine Aufmerksamkeit zum Einstieg kann dabei mehr sein als ein symbolisches Geschenk. Richtig ausgewählt, vermittelt sie: Der neue Auszubildende ist im Unternehmen willkommen und wird als Teil des Teams wahrgenommen.

3 Min. LesezeitLesen
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten
Künstliche Intelligenz
Welche Quellen vertraut KI? Was Unternehmen über Erwähnungen, Verlinkungen und digitale Autorität wissen sollten

KI-gestützte Suchsysteme verändern, wie Menschen Informationen recherchieren und Unternehmen wahrnehmen. Dabei bewerten sie verfügbare Informationen nach eigenen Kriterien und wählen daraus gezielt Quellen für ihre Antworten aus. Damit rückt eine neue Frage in den Mittelpunkt: Welche Quellen werden von KI-Systemen für eine Antwort ausgewählt und zitiert? Dabei gibt es keine allgemeingültige Liste vertrauenswürdiger Websites. Google AI Overviews und der KI-Modus greifen auf Webinhalte zurück, zerlegen komplexe Fragen in Teilthemen und verknüpfen Informationen aus mehreren Quellen. Untersuchungen zu Generative Engine Optimization zeigen zudem, dass sich die Quellenauswahl zwischen ChatGPT, Google und Perplexity deutlich unterscheiden kann. Wissenswertes in Kürze

8 Min. LesezeitLesen
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel
Wirtschaft
„Das teuerste Wort im Lager heißt‚ austauschen" – Daniel Plapp im Interview über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel

Neukauf oder Reparatur? Ein Rechenfehler, der Lager Millionen kostet Daniel Plapp, Geschäftsführer der ROS Deutschland GmbH, über Regalsicherheit als unterschätzten Kostenhebel – und warum sich Inspektion, Reparatur und Schutz doppelt rechnen: für die Bilanz und für die Haftung. business on: Herr Plapp, ROS Deutschland kümmert sich seit 2009 um die Sicherheit von Lagerregalen. In vielen Unternehmen klingt das nach einem Randthema. Zu Unrecht? Daniel Plapp: Eindeutig zu Unrecht. Das Lager ist das pochende Herz der Lieferkette – und gleichzeitig oft ihr blinder Fleck. Solange alles läuft, schaut niemand hin. Genau das ist das Problem: Eine angefahrene Regalstütze, eine verformte Strebe – das sieht harmlos aus, bis die Tragkraft kippt. Dann reden wir nicht über eine Reparatur, sondern über einen Stillstand, eine Sperrung ganzer Gassen oder im Extremfall über einen Einsturz. Wir holen dieses Thema aus der Ecke „lästige Pflicht" heraus und machen daraus, was es ist: eine strategische Führungsaufgabe.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite