Digitalisierung und Nachhaltigkeit in der Druckbranche: Expertentalk mit Fabian Frenzel von print24

Die Druckindustrie steht an der Schwelle einer neuen Ära, in der technologische Fortschritte, Digitalisierung und Nachhaltigkeitsgesichtspunkte die traditionellen Produktionsmethoden herausfordern und transformieren. Inmitten globaler Herausforderungen wie dem Klimawandel und steigenden Kundenanforderungen an Umweltverträglichkeit setzen führende Unternehmen auf innovative Lösungen, um ihre Prozesse zu optimieren, digital zu gestalten und umweltfreundlicher zu machen. Traditionelle Druckereien geraten dabei zunehmend in die Krise und Online-Druckereien füllen die entstehenden Marktlücken.
Eines der führenden Unternehmen der Branche ist die Unitedprint.com Vertriebsgesellschaft mbH mit ihrer Marke print24. Das internationale Unternehmen hat sich durch den Einsatz von EU-zertifiziertem Recyclingpapier, veganen Bio-Farben sowie durch den bewussten Umgang mit Ressourcen, wie der Nutzung von Ökostrom, hervorgetan.
Ihre GreenLine-Produktpalette symbolisiert das Engagement für ökologische Nachhaltigkeit und unterstreicht die Verpflichtung des Unternehmens zu einer grüneren Zukunft. Darüber hinaus revolutioniert print24 den Online-Druckmarkt durch die Implementierung digitaler Lösungen, wie den kürzlich eingeführten KI-Assistenten, der den Online-Einkauf und die Gestaltung für Kunden vereinfacht und personalisiert.
Diese strategischen Entscheidungen sind nicht nur eine Antwort auf die Umweltherausforderungen, sondern auch auf die zunehmende Digitalisierung der Industrie. Sie dienen dazu, die Kundenzufriedenheit und -bindung in einem hart umkämpften Markt zu verbessern. Mit einem solchen ganzheitlichen Ansatz positioniert sich print24 an der Spitze der Branche, bereit, die Druckwelt in ein nachhaltigeres und digitales Zeitalter zu führen. Business-On befragte zu den aktuellen Entwicklungen der Branche und zu seinem Erfolgsrezept seines Unternehmens Fabian Frenzel, Geschäftsführer Unitedprint.com SE, bekannt u. a. für die Marke print24.com.
Business-On: Herr Frenzel, können Sie beschreiben, wie es print24 gelungen ist, in einer krisengeschüttelten Branche erfolgreich zu sein und weiterzuwachsen?
Abgesehen davon, dass wir mit unserer Onlinedruckerei print24.com schon vor über 20 Jahren einer der First-Mover waren, als es darum ging, das Druck-Business ins Internet zu verlagern, waren die weiteren Erfolgsrezepte überraschend simpel. Wir haben sichergestellt, dass wir ein maximal günstiges Produkt mit maximal höchstem Kundennutzen anbieten. Diese simple Erfolgsformel hört sich trivial an, aber wer den Kern seiner Dienstleistung ohne Wenn und Aber beherrscht, der gewinnt über die Jahre einen loyalen Kundenstamm.
Diese Basis hat uns die Energie gegeben, über die Jahre immer weiter in Portfolio und Zusatzservices zu investieren. So kann man heute bei print24 nicht nur seine Visitenkarten günstig drucken lassen, individuelle Kalender gestalten, oder sogar ganze Bücher in beliebiger Auflage produzieren. Man kann auch seinen gesamten Messebedarf online bestellen oder sein Sportteam ausrüsten.
Business-On: Wie ist es Ihnen gelungen, die Umweltbelastung zu minimieren und welche Rolle spielt die Nachhaltigkeit in Ihrer Unternehmensphilosophie und Ihren Produktionsprozessen?
Fabian Frenzel: Nachhaltigkeit ist bereits in der Betriebslogik unseres Geschäftsmodells verankert. Zum einen sammeln wir ähnliche Druckaufträge, bevor wir sie in Produktion geben. Das spart Materialvorlauf und nutzt die auf einem Druckbogen verfügbare Fläche maximal aus. Das ist ökonomisch und ökologisch, hilft also dem Kundenbudget und der Umwelt zugleich. Zudem produzieren wir, wann immer es geht, dezentral, d. h. möglichst nahe am Kunden. Natürlich geht es dabei auch um Lieferzeiten, schließlich liefern wir in 30 Länder, aber die kürzesten Lieferzeiten entstehen durch kurze Wege, und das schont auch die Umwelt.
Zudem sind wir seit 2023 ein FSC©– und PEFC-zertifizierter Betrieb und dürfen unseren Kunden die entsprechenden Papiersorten aus besonders nachhaltiger Forstwirtschaft anbieten. Unsere Produktlinie “Greenline” nimmt es noch genauer: Genutzt werden vegane Farben ganz ohne Mineralöle, 100 Prozent Ökostrom, und vieles mehr. Am Ende kann jeder entscheiden, was zum eigenen Bedürfnis passt.
Business-On: Können Sie kurz erläutern, wie Ihr Programm zur CO₂-Kompensation funktioniert und wie Kunden sich daran beteiligen können?
Fabian Frenzel: Natürlich. Dabei handelt es sich um ein Programm, bei dem print24-Kunden beim Einkauf, das bei der Produktion ihres individuellen Druckprodukts entstehende CO₂ berechnen lassen und sich entscheiden können, einen Ausgleich zu zahlen. Der Betrag geht dann zugunsten von print24-Nachhaltigkeitsprojekten in Mozambique und Brasilien. Damit sicher alles mit rechten Dingen zugeht, erfolgen sowohl Berechnungen als auch die Mittelzuteilung durch eine unabhängige Organisation.
Business-On: Haben Sie kürzlich neue Technologien eingeführt und haben diese beispielsweise die Effizienz oder die Kundeninteraktion verbessert?
Fabian Frenzel: Auch wenn man es vom größten Teil der Druckindustrie nicht behaupten kann, sehen wir uns selbst als Early Adopter neuer Technologien. Zuletzt lag es im Fokus unserer Innovationen, User und Produkt noch näher zusammenzubringen. Bei print24 bestellen Unternehmen abstrakte Produkte wie Beachflags oder Poster in unbekannten Formaten wie B1. Gerade Neukunden sind verunsichert und wissen nicht, wie das Produkt mit dem eigenen Design aussehen oder im Raum wirken wird. Um diese Angst zu nehmen, haben wir eigene 3D-Visualisierungslösungen inkl. Augmented Reality Optionen entwickelt und die Kunden lieben es!
Business-On: Wie stellt print24 sicher, dass die Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden trotz der Anonymität des Internets erfüllt werden?
Fabian Frenzel: Wir haben zuletzt viel Energie in die Entwicklung eines KI-Assistenten für print24 investiert. Das Tool hilft unseren Kunden dabei, ihre wichtigsten Schritte rund um eine Bestellung automatisiert im Gespräch “mit der KI” zu erledigen. Man könnte also sagen, dass wir die Anonymität des Internets bzw. unserer Marke weiter fördern. Dabei sollte man aber wissen, dass print24-User immer zusätzlich die Möglichkeit haben, wahlweise mit einer Ansprechpartnerin oder einem Ansprechpartner zu sprechen. Und zwar in ihrer jeweiligen Muttersprache und auf Wunsch im persönlichen Gespräch von Angesicht zu Angesicht. Denn wir bieten unsere Produkte nicht nur in 30 Ländern an, sondern haben auch in jedem dieser Länder einen sachkundigen Ansprechpartner für unsere Kunden vor Ort.
Business-On: Können Sie unseren Lesern abschließend erklären, welche weiteren Entwicklungen Sie in Ihrer Branche in den nächsten Jahren erwarten und wie Sie sicherstellen möchten, auch weiterhin erfolgreich zu sein?
Fabian Frenzel: Die Druckbranche wird sich weiterhin warm anziehen müssen. Der Trend zu digitalen Medien wird sich sicher nicht umkehren, auch wenn Print – vollkommen berechtigterweise – weiterhin eine Rolle spielen wird. Die Herausforderung liegt darin, dass der Zugang zu Print vereinfacht werden muss. Wie lange dauert es, einen Instagram-Post zu erstellen und wie lange dauert es, einen Flyer zu gestalten und professionell drucken zu lassen? Solange Convenience und Geschwindigkeit so stark für die digitalen Medien sprechen, wird es Print schwer haben. Ich erwarte daher, dass die Branche weiter die Zugangshürden zum Produkt senken muss, und genau dies auch tun wird.
Business-On: Vielen Dank für diese Einblicke, Fabian Frenzel, Vorstandsvorsitzender der Unitedprint.com SE, bekannt u. a. für die Marke print24.com.
BusinessRabattaktionen gehören inzwischen zum festen Instrumentarium vieler Onlineshops. Sie können neue Kunden gewinnen, Kaufentscheidungen beschleunigen und den Absatz ausgewählter Produkte erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass häufige Preisnachlässe die Marge belasten und Kunden daran gewöhnen, nur noch mit einem Gutschein zu bestellen. Erfolgreiches Gutscheinmarketing besteht deshalb nicht darin, möglichst hohe Rabatte zu verteilen. Entscheidend ist eine Strategie, bei der Zielgruppe, Zeitpunkt, Mindestbestellwert und wirtschaftliches Ziel aufeinander abgestimmt werden. Warum Kunden vor dem Kauf nach Gutscheincodes suchen
BusinessWenige Berliner Unternehmen verbinden die jüngere deutsche Geschichte so unmittelbar mit einem hochspezialisierten, international gefragten Geschäftsfeld wie die ZEG Berlin GmbH Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung. Aus einem Forschungsinstitut der DDR-Akademie der Wissenschaften ist binnen drei Jahrzehnten ein Beratungs- und Forschungsunternehmen geworden, das Pharma- und Medizintechnikunternehmen in ganz Europa bei sicherheitsrelevanten Studien begleitet. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Unternehmensseite zeg-berlin.de Einblicke in Expertise, Leistungsspektrum und aktuelle Publikationen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen lohnt der Blick auf ZEG Berlin auch deshalb, weil das Beispiel zeigt, wie sich aus einer historischen Umbruchsituation heraus ein tragfähiges, hochspezialisiertes B2B-Geschäftsmodell entwickeln lässt. Wurzeln im geteilten Berlin: von der Akademie der Wissenschaften zur eigenständigen GmbH Die Geschichte von ZEG Berlin beginnt nicht 1990, sondern schon in den 1960er-Jahren am epidemiologischen Studienzentrum der Humboldt-Universität Berlin an der Charité. Dort arbeiteten die Epidemiologen Professor Siegfried Boethig und Professor Lothar A. J. Heinemann an bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudien, zunächst mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit. Boethig leitete zudem zeitweise die Cardiovascular Disease Unit der Weltgesundheitsorganisation in Genf. In dieser Zeit wirkten die Berliner Epidemiologen an internationalen Projekten wie der WHO-MONICA-Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem WHO-OC-Projekt zu oralen Kontrazeptiva und dem globalen INTERSALT-Projekt zum Zusammenhang zwischen Kochsalzaufnahme und Blutdruck mit. Ergänzend liefen an dem Institut die Präventionsprogramme CANON und CINDI, die auf die Vorbeugung nicht übertragbarer Erkrankungen zielten.
BusinessWer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.
