Finanzen·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
20. Mai 2019

Außerbörslicher Direkthandel: Die wichtigsten Infos für Einsteiger


Bildrechte: Flickr Businessman checking stock market online Rawpixel Ltd CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Handel an der Börse oder Direkthandel: Was sind die Unterschiede?

Aktiengeschäfte an der Börse unterliegen der Börsenaufsicht und bestimmten Regulierungen. Beim Direkthandel ist grundsätzlich mehr möglich, Hauptsache beide Parteien können sich auf ein Geschäft einigen. Zwar gibt es gesetzliche Vorgaben für den Handel von Wertpapieren, jedoch keine staatliche Aufsicht für außerbörslichen Handel – außer, dieser findet auf speziellen OTC-Handelsplätzen statt.

Was an der Börse gehandelt wird, muss zunächst einmal zugelassen werden. Für manche Wertpapiere ist das jedoch schwierig. CFDs (Differenzkontrakte) beispielsweise sind nicht börsennotiert und bergen für Privatanleger häufig auch ein hohes Risiko. Zudem gibt es weitere Finanzprodukte, für die es keine standardisierte Spezifikation gibt wie OTC-Optionen. Im außerbörslichen Handel sind auch diese Produkte verfügbar.

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich der Ablauf vom Handel für private Anleger häufig kaum, erfordert jedoch mehr Hintergrundwissen aufgrund der geringen Transparenz und Vergleichsmöglichkeiten.

Wie können private Anleger am Direkthandel teilnehmen?

Es gibt unterschiedliche Direkthandelsplätze sowie unterschiedliche Möglichkeiten für Anleger, am außerbörslichen Handel teilzunehmen.

Über einen Broker

Private Anleger können über einen Broker Zugang zum außerbörslichen Handel bekommen. Über einen Anbieter wie flatex können Privatanleger ein Depot eröffnen, über das sie am Wertpapierhandel teilnehmen. Der Kunde stellt dabei zunächst an den Broker eine Anfrage zu einem Finanzprodukt. Anschließend macht der Broker dem Anleger ein Angebot, was dieser annehmen oder auch ablehnen kann. Nimmt er an, muss der Broker sich entweder zunächst die Zustimmung eines Emittenten (derjenige, der die Wertpapiere ausgibt) holen oder – wenn er gleichzeitig ein Market Maker (Makler) – ist, kann er selbst die Zustimmung zur Transaktion geben.

Da sich die Konditionen des Angebots innerhalb von Sekunden ändern können, müssen Trader schnell Entscheidungen treffen.

Selber direkt handeln

Außerbörslicher Handel findet zwar nicht auf dem Parkett statt, aber es gibt dennoch regulierte Handelsräume. Ein Beispiel ist die Berliner Tradegate Exchange Wertpapierbörse. An so einem beaufsichtigten Handelsplatz kommen Emittenten (zum Beispiel Banken, Unternehmen und Broker) sowie die Trader, zu denen auch kleine Anleger gehören, zusammen. Trader können dort direkt mit Emittenten handeln und müssen dafür auch keine Gebühren zahlen. Von diesen günstigen Konditionen sollten sich jedoch nur Anleger leiten lassen, die bereits Erfahrung im Direkthandel haben und die aufgrund ihres Hintergrundwissens die Angebote gut einschätzen können. Viele Broker bieten dazu auch umfangreiche Schulungen an.

Handel nach Limits

Eine weitere Möglichkeit ist der Limit-Handel: Dabei stellt der Anleger auf einem OTC-Handelsplatz einen Transaktionswunsch ein, mit einem bestimmten Limit. Sobald ein passendes Angebot vorhanden ist, kommt es automatisch zum Kauf beziehungsweise Verkauf.

Vorteile des außerbörslichen Handels

  • Einige Wertpapiere können nicht an der Börse gehandelt werden und sind nur über den OTC-Handel verfügbar.
  • Es gibt häufig günstigere Kurse beim Direkthandel.
  • Längere Geschäftszeiten bis 22 oder 23 Uhr sowie Handel am Wochenende kommen berufstätigen Privatanlegern entgegen.
  • Die Gebühren sind im Vergleich zum klassischen Handel an der Börse geringer oder entfallen komplett.

Nachteile des außerbörslichen Handels

  • Weniger Transparenz als im börslichen Handel.
  • Wenn der Handel über einen Broker läuft, der zugleich Market Maker ist, kann es zu einem Interessenskonflikt kommen – denn er unterbreitet dem Trader nicht nur das Angebot, sondern hat auch das letzte Wort, ob der Handel zustande kommt.
  • Privatanleger sollten zunächst Erfahrungen im Handel mit Wertpapieren sammeln – sowohl über die Börse, als auch außerhalb davon – bevor sie selbst direkt handeln.

Teilen:
Weitere Artikel
mydealz-Alternativen: Welche Schnäppchen-Portale lohnen sich für Selbstständige und kleine Unternehmen?
Business
mydealz-Alternativen: Welche Schnäppchen-Portale lohnen sich für Selbstständige und kleine Unternehmen?

Die beste mydealz-Alternative für Selbstständige ist ein Portal, das Zeit spart: Statt zahlreiche Community-Beiträge zu durchsuchen, finden sie auf kuratierten Schnäppchen-Portalen wie Preis-King eine redaktionelle Vorauswahl für Technik, Büroausstattung und Software. mydealz bleibt mit seiner großen Community stark, verlangt im Arbeitsalltag aber mehr eigene Suche. Welche Plattform zu welchem Bedarf passt und worauf Gewerbekunden achten müssen, zeigt der Vergleich. Für Unternehmer entscheidet sich der Wert eines Deals nicht allein am ausgewiesenen Rabatt. Wer Büro-Technik günstig kaufen möchte, braucht einen passenden Liefertermin, einen verlässlichen Verkäufer und eine Rechnung für die Buchhaltung. Gerade bei gewerblichen Käufen können andere Regeln gelten als beim privaten Einkauf. Ein Deal-Portal hilft bei der Suche; die Prüfung des konkreten Angebots bleibt Teil der Kaufentscheidung.

13 Min. LesezeitLesen
Wann lohnen sich GEO-Signale für lokale Lead-Streams?
Marketing
Wann lohnen sich GEO-Signale für lokale Lead-Streams?

Ob ein Unternehmen im regionalen Umfeld wahrgenommen wird oder online unsichtbar bleibt, hängt zunehmend von seiner Präsenz bei lokalen Suchanfragen ab. Handwerksbetriebe, lokale Dienstleister und der stationäre Einzelhandel bemerken die Unterschiede oft unmittelbar an der Zahl eingehender Anfragen. Geografische Signale können darüber entscheiden, ob eine Website bei standortbezogenen Suchen erscheint oder in den Suchergebnissen kaum Beachtung findet. Die zentrale Frage ist allerdings nicht, ob diese Signale grundsätzlich wirken, sondern wann sich der damit verbundene Aufwand in messbaren Anfragen auszahlt. Schließlich profitiert nicht jedes Geschäftsmodell gleichermaßen davon. Welche Ergebnisse möglich sind, hängt von mehreren Faktoren ab. Wann standortbezogene Signale echte Anfragen erzeugen

4 Min. LesezeitLesen
Interview mit Regina Käser: Wie Beratung und Handwerk den Friseurbesuch prägen
Expertentalk
Interview mit Regina Käser: Wie Beratung und Handwerk den Friseurbesuch prägen

Ein Friseurbesuch beginnt selten mit einer fertigen Lösung. Er beginnt mit Fragen: Welcher Schnitt trägt sich im Alltag gut? Welche Farbe passt zum Typ? Wie viel Pflegeaufwand ist realistisch? Gerade regionale Salons stehen für eine Verbindung aus Handwerk, Beratung und persönlicher Nähe, die über die reine Dienstleistung hinausgeht. Wie sich dieser Anspruch im Arbeitsalltag umsetzen lässt, erklärt Regina Käser im Gespräch. Die Friseurmeisterin betreibt den Salon Föhnlage in Tauting bei Murnau und verbindet dort klassisches Handwerk mit einer naturorientierten Arbeitsweise. Außerdem verrät sie, worauf Gäste vor einem Termin achten sollten. Zwischen Handwerk, Beratung und persönlichem Stil Regina Käser ist Friseurmeisterin. Ihr Salon liegt in Tauting, einer ruhigen Ortslage nahe dem Staffelsee mit Blick auf die Berge. Der Salon richtet sich an Kundinnen und Kunden aus Tauting, Murnau und der regionalen Umgebung. Wer beispielsweise einen professionellen Friseur in Murnau und Umgebung sucht, findet in Tauting einen persönlich geführten Betrieb mit festem Team.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite