Expertentalk mit Christopher Schießel Geschäftsführer der Herrmann & Co. GmbH

Seit über einem Jahrhundert ist die Herrmann & Co. GmbH in Nürnberg eine feste Größe im Handel mit Buntmetallen. Mit einem umfassenden Produktportfolio, das Kupfer, Messing, Bronze und Aluminium umfasst, zählt das Unternehmen zu den führenden Metallhändlern in Deutschland. Gegründet im Jahr 1838, hat es sich über die Jahre den Herausforderungen eines sich wandelnden Marktes gestellt und seine Position durch Qualitätsprodukte und eine kundenorientierte Ausrichtung gefestigt. Doch was sind die treibenden Faktoren hinter diesem Erfolg? In unserem heutigen Expertentalk mit Christopher Schießel, dem Geschäftsführer der Herrmann & Co. GmbH, wollen wir Einblicke in die strategischen Überlegungen und zukunftsweisenden Entscheidungen des Unternehmens gewinnen.
Business-On: Herzlich Wilkommen, Christopher Schießel, Geschäftsführer der Herrmann & Co. GmbH, einem führenden Metallhandel in Nürnberg. Ihr Unternehmen blickt mittlerweile auf fast 200 Jahre Firmengeschichte zurück – Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs?
Christopher Schießel: Vielen Dank für die Einladung! Der langfristige Erfolg der bei Herrmann & Co. basiert auf mehreren entscheidenden Faktoren:
1. Tradition & Erfahrung: Mit fast 200 Jahren Firmengeschichte haben wir ein tiefes Verständnis für den Metallhandel entwickelt. Diese Erfahrung ermöglicht es uns, Marktveränderungen frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
2. Qualität & Zuverlässigkeit: Unsere Kunden wissen, dass sie sich auf uns verlassen können – sei es bei der Materialqualität, der termingerechten Lieferung oder dem Service. Langfristige Partnerschaften sind für uns essenziell.
3. Innovationskraft & Anpassungsfähigkeit: Der Metallmarkt unterliegt ständigen Veränderungen. Wir optimieren kontinuierlich unsere Prozesse, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
4. Starke Werte & engagierte Mitarbeiter: Unser Team ist das Herzstück des Unternehmens. Eine offene Unternehmenskultur, Wertschätzung und langfristige Perspektiven sorgen für eine hohe Motivation und ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl.
5. Nachhaltigkeit & Verantwortung: Als Traditionsunternehmen sehen wir uns in der Pflicht, nachhaltig zu wirtschaften – sowohl ökologisch als auch sozial. Ressourcenschonende Prozesse und verantwortungsvoller Handel sind uns wichtig.
Diese Mischung aus Tradition, Innovation und Verlässlichkeit macht uns seit fast zwei Jahrhunderten erfolgreich – und wird uns auch in Zukunft begleiten.
Business-On: Ihre Produktpalette umfasst verschiedene Metalllegierungen und Halbzeuge im Bereich der Nicht Eisenmetall (NE-Metalle), die Ihre Lieferanten durch maschinelle Bearbeitung in unterschiedliche Formen bringen. Welchen Einsatz finden diese spezialisierten Metallanfertigungen und können Sie sich an besonders kuriose Kundenanfragen erinnern?
Christopher Schießel: Unsere Produktpalette umfasst eine Vielzahl an Metalllegierungen und Halbzeugen, die durch präzise maschinelle Bearbeitung in verschiedene Formen gebracht werden. Unsere Kunden stammen aus unterschiedlichsten Branchen, darunter:
- Maschinen- und Anlagenbau: Hochfeste Metallkomponenten für den Einsatz in Produktionsanlagen und Spezialmaschinen.
- Automobilindustrie: Präzisionsbauteile für Motoren, Getriebe und Karosseriestrukturen.
- Medizintechnik: Hochreine Metallteile für Implantate oder chirurgische Instrumente.
- Bau- und Architekturbranche: Designorientierte Metalllösungen für Fassaden, Tragwerke und Inneneinrichtungen.
- Künstler & Designer: Spezialanfertigungen für Skulpturen, Installationen und kreative Metallarbeiten.
Besonders spannende Kundenanfragen gibt es immer wieder. Ein außergewöhnliches Beispiel war Material für die Anfertigung spezieller Metallteile für eine Theaterbühne, bei der extrem leichte, aber zugleich stabile Konstruktionen gefragt waren. Auch haben wir bereits Material für Kunstinstallationen geliefert, die später in internationalen Galerien ausgestellt wurden.
Unsere Fähigkeit, maßgeschneiderte Lösungen zu liefern, macht uns zu einem geschätzten Partner für Spezialanwendungen – ganz gleich, wie außergewöhnlich die Anforderungen sind.
Business-On: Als Metallhändler sind Ihre Kunden in der Regel ebenfalls Unternehmen. Welche Bedeutung nimmt in diesem B2B Bereich der Online-Handel ein und erhalten Sie verstärkt reine Online-Anfragen oder möchten die meisten Ihrer Kunden noch immer mit einem Mitarbeiter sprechen?
Christopher Schießel: Der Online-Handel gewinnt in vielen Branchen zunehmend an Bedeutung, doch im B2B-Bereich des Metallhandels läuft der Großteil der Geschäfte nach wie vor über persönliche Beratung, Telefon oder E-Mail. Unsere Kunden legen großen Wert auf individuelle Betreuung, da es häufig um maßgeschneiderte Lösungen, spezielle Materialanforderungen oder komplexe Lieferketten geht.
Derzeit sind wir noch nicht im Online-Handel aktiv, da der direkte Austausch mit unseren Kunden für uns oberste Priorität hat. Allerdings beobachten wir die Entwicklung genau und planen für die Zukunft eine Online-Präsenz – allerdings eher im B2C-Bereich. Hier sehen wir Potenzial, beispielsweise für kleinere Mengen oder standardisierte Produkte.
Für den klassischen B2B-Bereich bleibt der persönliche Kontakt jedoch unverzichtbar, da hier oft individuelle Angebote, projektbezogene Absprachen und langfristige Partnerschaften im Vordergrund stehen.
Business-On: Die metallverarbeitenden Industriebetriebe blicken derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, der hohen Energiepreise und der Krise in der Automobilindustrie eher sorgenvoll in die Zukunft. Wie beurteilen Sie die aktuelle Marktlage und mit welchen Strategien machen Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft?
Christopher Schießel: Die aktuelle Marktlage stellt die metallverarbeitende Industrie vor große Herausforderungen. Hohe Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheiten und die Krise in der Automobilbranche sorgen für Zurückhaltung bei Investitionen und dämpfen die Nachfrage in einigen Segmenten. Dennoch sehen wir auch Chancen:
Um unser Unternehmen zukunftssicher aufzustellen, setzen wir auf drei zentrale Strategien:
Diversifikation unserer Märkte: Neben der Automobilindustrie beliefern wir eine Vielzahl anderer Branchen wie Maschinenbau, Medizintechnik und die Bauindustrie. Dadurch reduzieren wir die Abhängigkeit von einzelnen Sektoren.
Effizienzsteigerung & nachhaltige Prozesse: Durch optimierte Beschaffungsstrategien, moderne Lagerlogistik senken wir unsere Kosten und stärken unsere Wettbewerbsfähigkeit.
Kundennähe und individuelle Lösungen: Gerade in herausfordernden Zeiten ist der persönliche Austausch mit unseren Kunden entscheidend. Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen, flexible Lieferoptionen und partnerschaftliche Zusammenarbeit, um gemeinsam neue Wege zu gehen.
Trotz der aktuellen Unsicherheiten blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Anpassungsfähigkeit, Qualität und Innovationskraft bleiben die Schlüssel für langfristigen Erfolg – und genau darauf setzen wir.
Business-On: Sie selbst haben die Führung des Unternehmens im Jahr 2018 übernommen und das Unternehmen erfolgreich durch Krisen wie die Coronapandemie geführt. Welchen Rat würden Sie Ihrem jüngeren Selbst heute geben?
Christopher Schießel: Wenn ich meinem jüngeren Selbst einen Rat geben könnte, dann wäre es ganz klar: Durchhalten und nicht aufgeben. Jede Krise bringt Herausforderungen mit sich, aber auch Chancen. Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren, flexibel zu bleiben und die richtigen Entscheidungen mit Weitblick zu treffen.
Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Resilienz, Anpassungsfähigkeit und ein starkes Team die wichtigsten Erfolgsfaktoren sind. Rückschläge gehören dazu, aber wer dranbleibt und sich auf seine Stärken konzentriert, wird am Ende gestärkt daraus hervorgehen.
Business-On: Vielen Dank, für diese interessanten Einblicke in eine Branche, die wie kaum eine andere mit der Industrialisierung Deutschlands verbunden ist, Christopher Schießel, Geschäftsführer der Herrmann & Co. GmbH.
Christopher Schießel: Vielen Dank für das Gespräch! Der Metallhandel ist eine Branche mit langer Tradition, aber auch mit ständigem Wandel. Wir bleiben gespannt, wie sich die Industrie weiterentwickelt, und stellen uns mit Innovationskraft und Verlässlichkeit den kommenden Herausforderungen.
BusinessWer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.
Guide'sIn Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.
RatgeberWer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.
