News·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
2. Januar 2018

Fair-Trade-Kaffee: Von der Nische zum Trend

Was bedeutet Fair Trade?

Übersetzt man den Begriff ins Deutsche, so hat dieser die Bedeutung „gerechter Handel“. Es geht bei diesem Prinzip folglich darum, für die jeweilige Ware so viel zu bezahlen, dass der Hersteller von dem Einkommen menschenwürdig leben kann. Konsumenten erkennen solche Produkte an einem speziellen Siegel. Die wohl bekannteste Organisation, die solche Siegel vergibt, ist die Fairtrade Labeling Organisation International, die auch in Deutschland vertreten ist. Nur Produzenten, die festgelegte ökologische, wirtschaftliche und soziale Kriterien einhalten, bekommen diese Kennzeichnung. Hierzu zählen unter anderem:

  • Verbot von Kinderarbeit
  • Keine Verwendung gefährlicher Pestizide
  • Erfüllung bestimmter Arbeitsbedingungen
  • Umweltschonender Anbau
  • Transparenz des Geld- und Warenflusses
  • Bezahlung festgelegter Mindestpreise und einer Prämie

Für das Fairtrade-Siegel muss man sich bewerben und dafür bezahlen. Im Gegenzug bekommt man für den Kaffee einen Mindestpreis. Liegt dieser unter dem Weltmarktpreis, so erhält man den höheren Preis. Dadurch beugt man größeren Preisschwankungen vor.

Von der Nische zum Trend

Neben diesem wohl bekanntesten Fairtrade-Siegel gibt es eine Reihe weiterer Kennzeichnungen für gerecht gehandelte Waren. Immer mehr dieser Produkte gibt es für die Konsumenten zu erwerben. Auch bei dem Importprodukt Kaffee existieren eine Reihe von Varianten mit einem solchen Siegel. Dadurch wird deutlich, dass auch die Herkunft des schwarzen Goldes für die Verbraucher immer wichtiger wird. Aus diesem Grund findet man das koffeinhaltige Heißgetränk mit der Fair-Trade-Kennzeichnung mittlerweile nicht nur in zahlreichen Reformhäusern, sondern auch in Supermärkten, Discountern oder online.

Vorteile des Fair-Trade-Kaffees

Durch den Mindestpreis sind die Produzenten vor Preiseinbrüchen des Weltmarkts sicher. Zudem gewährleistet dieser auch eine Sicherheit bezüglich des Einkommens. Die Bauern können dadurch ein menschenwürdiges Leben führen. Daneben wird die Mit- bzw. Selbstbestimmung der Kleinbauern gewährleistet, da diese Siegel Kooperativen unterstützen, die demokratisch organisiert sind. Weiterhin sind gute Arbeitsbedingungen ein Muss für den Erhalt einer solchen Kennzeichnung. Zudem ist Kinderarbeit und der Einsatz von Pestiziden verboten. Letzteres hat zur Folge, dass gerecht gehandelter Kaffee gesünder ist als die konventionelle Variante. Zudem sind eine Reihe der Fair-Trade-Produkte zusätzlich Bio. Dabei ist zusätzlich die Gentechnik verboten. Auch dieser Aspekt hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Ein weiterer Vorteil des fairen Kaffees ist, dass dieser letztlich dem Prinzip der Nachhaltigkeit folgt. So soll zum Beispiel möglichst wenig Müll entstehen und ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource Wasser gewährleistet sein. Um diese Auflagen zu erfüllen, werden die Kaffeebauern speziell geschult.

Kritik an dem Fair-Trade-Prinzip

Häufig wird kritisiert, dass ein Großteil des Verkaufspreises nicht beim Kleinbauern selbst, sondern bei Zertifizierungsstellen sowie Importeuren ankommt. Zusätzlich wird angeführt, dass insbesondere die armen Hersteller, die sich das Siegel nicht leisten können, einen Wettbewerbsnachtteil haben. Zudem kann der gerecht gehandelte Kaffee nicht die Nachfrage auf dem Weltmarkt decken, da der Fair-Trade-Markt relativ klein ist. Deshalb kann man momentan letztlich nicht auf konventionell hergestellten Kaffee verzichten.

Teilen:
Weitere Artikel
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht
Business
Digitales Aufmaß im Bau: Wie Scanflow Solutions Bestandsdaten nutzbar macht

Wer in Bau, Planung oder Handwerk arbeitet, kennt das Bild: Zollstock, Lasermessgerät und eine handschriftliche Skizze gelten seit Jahrzehnten als Standardwerkzeuge bei der Bestandserfassung. Doch gerade bei komplexen Räumen, verwinkelten Gebäuden oder großen Außenanlagen stößt das klassische Aufmaß immer häufiger an Grenzen. Maße fehlen, Nachmessungen werden nötig, und Unsicherheiten tauchen oft erst auf, wenn die Planung schon fortgeschritten oder die Ausführung angelaufen ist. Immer mehr Betriebe setzen deshalb auf 3D-Scanner, um Bestandsdaten vollständig und digital zu erfassen und genau auf diesen Wandel hat sich Scanflow Solutions spezialisiert. Warum klassisches Aufmaß an seine Grenzen stößt Das manuelle Aufmaß ist in der Theorie einfach: Vor Ort messen, Werte notieren, im Büro übertragen. In der Praxis zeigen sich jedoch wiederkehrende Schwachstellen. Bei unregelmäßigen Grundrissen, schrägen Wänden oder technisch dicht belegten Räumen lassen sich relevante Maße leicht übersehen. Fehlt später ein Wert für die Planung, bedeutet das häufig einen zweiten Vor-Ort-Termin mit entsprechendem Zeit- und Kostenaufwand.

6 Min. LesezeitLesen
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten
Guide's
Glas im Gewerberaum: Worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten

In Büros, Praxen, Verkaufsflächen und Eingangsbereichen prägt die Raumgestaltung maßgeblich, wie ein Standort genutzt wird und wie er auf Kunden, Patienten und Mitarbeitende wirkt. Glas kann dabei eine besondere Rolle spielen: Es trennt Bereiche, ohne Räume optisch zu verkleinern, lässt Tageslicht tief ins Gebäude und wirkt wertig, ohne aufdringlich zu sein. Die kurze Antwort auf die Frage, worauf Unternehmen bei Planung und Umsetzung achten sollten, lautet deshalb: Funktion schlägt Optik. Eine Glaslösung erfüllt ihre Aufgabe im Alltag nur dann zuverlässig, wenn Konstruktion, Ausführung und Einbausituation zur konkreten Nutzung passen und wenn Maße, Anschlüsse und Sicherheitsanforderungen früh mit einem Fachbetrieb geklärt werden. Dieser Beitrag ordnet die wesentlichen Überlegungen ein, bevor Unternehmen ein Glasbauteil neu planen, modernisieren oder reparieren lassen. Warum Glas im Gewerberaum mehr als Gestaltung ist Glas wird in gewerblichen Räumen häufig zuerst als gestalterisches Element wahrgenommen. Tatsächlich ist der Werkstoff vor allem eine funktionale Entscheidung. Eine Glastrennwand grenzt Arbeitsbereiche ab, ohne die Sichtachsen im Raum zu unterbrechen. Große Fensterflächen und verglaste Eingangsbereiche bringen Tageslicht in Zonen, die sonst künstlich beleuchtet werden müssten. Mattierte oder strukturierte Ausführungen schaffen Sichtschutz, wo Vertraulichkeit nötig ist, etwa in Besprechungs- oder Behandlungszimmern. Je nach Aufbau kann eine Verglasung auch die Geräuschübertragung dämpfen oder kaum, wenn die Konstruktion nicht dafür ausgelegt ist. Zudem lassen sich Glasflächen in der Regel unkompliziert reinigen, was in Praxen und stark frequentierten Empfangsbereichen ein praktischer Vorteil ist.

5 Min. LesezeitLesen
Edi Renovierung aus Taufkirchen: Innenausbau und Modernisierung im Raum München
Ratgeber
Edi Renovierung aus Taufkirchen: Innenausbau und Modernisierung im Raum München

Wer eine Wohnung, ein Haus oder Geschäftsräume renovieren lässt, denkt meist zuerst an das sichtbare Ergebnis: glatte Wände, neue Oberflächen, eine durchdachte Raumaufteilung. Ob ein Vorhaben tatsächlich gelingt, entscheidet sich jedoch lange vor dem letzten Anstrich. Die Abstimmung der beteiligten Gewerke, ein nachvollziehbarer Ablauf und feste Ansprechpartner bestimmen maßgeblich, ob ein Projekt für Eigentümer planbar bleibt insbesondere dann, wenn Innenausbau, Trockenbau und Verputzarbeiten zusammenkommen. Dieses Porträt zeigt, wie ein regionaler Handwerksbetrieb diesen gebündelten Ansatz umsetzt, und benennt die Punkte, die Auftraggeber vor dem Projektstart klären sollten. Renovieren als Organisationsaufgabe Eine Renovierung ist selten eine einzelne Maßnahme. Wer etwa die Aufteilung einer Altbauwohnung verändern möchte, benötigt zunächst neue Wände im Trockenbau, anschließend Putz und Oberflächen, häufig ergänzt um weitere Arbeiten im Innenausbau. Jedes Gewerk baut auf dem vorherigen auf und jede Unklarheit an einer Schnittstelle wirkt sich auf das Gesamtergebnis aus.

6 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite