Definition der Rechtsform: Stille Gesellschaft

Im Handelsgesetzbuch sind alle rechtlichen Grundlagen einer solchen Gesellschaft gefestigt. Zudem sind wesentliche Kriterien einer Gesellschaft festgelegt, wie beispielsweise die Gewinnbeteiligung eines stillen Gesellschafters sowie die fehlenden Rechte zur Teilnahme am sogenannten Rechtsverkehr. Es sind für den Gesellschafter (Gesellschafter Definition) keine Verpflichtungen vorhanden, welche eventuell aus den Geschäften des Inhabers erwachsen könnten. Somit besteht auch keine Befugnis oder ein Mitspracherecht für den stillen Gesellschafter in der Geschäftsführung.
Gründung einer stillen Gesellschaft
Für die Gründung einer stillen Gesellschaft reicht im Normalfall ein formloser Vertrag zwischen dem stillen Gesellschafter und dem Hauptgesellschafter aus. In einem Vertrag sollte in jedem Fall die Höhe der Beteiligung sowie auch der Gewinnprofit festgehalten werden. Neben den Gewinnen sind die Verluste ebenso wichtig. Für die Gründung einer stillen Gesellschaft benötigt der Gesellschafter ein Handelsgewerbe. Somit kommt eine Beteiligung an einer Personengesellschaft, eine Kapitalgesellschaft oder an Einzelkaufmännern infrage. Bei einer stillen Gesellschaft handelt es sich eigentlich um eine sogenannte Innengesellschaft. Das bedeutet, dass ein Verhältnis zwischen dem stillem Gesellschafter und dem Hauptgesellschafter nur intern relevant ist. Nach außen hin lässt sich eine stille Teilhabe nur noch schwer oder gar nicht im Registerauszug nachvollziehen.
Vorteile und Nachteile einer stillen Gesellschaft
Da kein Eintrag im Handelsregister (Handelsregister Definition) notwendig ist, bleibt die Anonymität des stillen Gesellschafters gewahrt. Ein weiterer Vorteil ist, dass der stille Gesellschafter keine Verpflichtungen für das Gewerbe übernimmt. Aber dies gilt nur so lange er von dem Gewinn profitiert. Für eine leichte Kapitalbeschaffung muss die Unternehmensform nicht einmal geändert werden. Allerdings gibt es bei einer stillen Gesellschaft nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile. Hierzu zählt, dass der Gesellschafter keinen Einfluss auf das Gewerbe nehmen kann. Zudem sind Verpflichtungen des Gewerbes gegen über dem stillen Gesellschafter möglich.
- Titelbild: Foto von Andrea Piacquadio
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ExpertentalkEin Immobilienverkauf beginnt nicht mit dem Inserat. Für Eigentümer stellt sich zuerst die Frage, welcher Preis unter den konkreten Bedingungen plausibel ist, welche Unterlagen fehlen und wie viel Abstimmung der Prozess erfordert. Wer hier zu schnell startet, riskiert falsche Erwartungen und unnötige Verzögerungen. Im Interview erklärt Franz Knon, der nach eigenen Angaben seit 1999 gemeinsam mit Manuela Karl-Knon in Niederbayern tätig ist, welche Schritte beim Immobilienverkauf für Eigentümer aus seiner Sicht für eine belastbare Vorbereitung entscheidend sind. business-on.de: Warum sollte der Verkauf nicht mit dem Inserat beginnen? Franz Knon: Weil ein Inserat nur funktioniert, wenn vorher die grundlegenden Fragen geklärt sind. Häufig haben Eigentümer bereits eine konkrete Preisvorstellung und einen Wunschtermin im Kopf, bevor überhaupt klar ist, in welchem Zustand das Objekt ist oder welche Unterlagen fehlen. Dann entsteht Druck, der im weiteren Verlauf teuer werden kann. Am Anfang sollte eine ehrliche Bestandsaufnahme stehen: Was ist der Anlass des Verkaufs, welches Ziel verfolgt der Eigentümer, und wie sieht der realistische Zeitrahmen aus? Gerade bei familiären Anlässen wie einer Erbschaft oder einer Trennung spielen oft mehrere Personen und unterschiedliche Erwartungen hinein, die frühzeitig auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden müssen. Erst wenn diese Punkte benannt sind, lohnt es sich, über Vermarktung und Veröffentlichung nachzudenken. Diese Reihenfolge kostet am Anfang etwas Zeit, spart aber später deutlich mehr Zeit und Nerven. Ein überstürzter Start führt dagegen häufig dazu, dass Fragen erst dann auftauchen, wenn Interessenten bereits vor der Tür stehen.
