Marketing·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
21. Dezember 2018

Marketing-Strategien für lokale Kleinunternehmen

Registrierung bei Institutionen und Netzwerken

Lokale Events und kostenlose Goodies erfreuen sicherlich jeden potenziellen Kunden. Doch wenn man nirgendwo als Unternehmen registriert ist, wie soll man dann gefunden werden? Der erste Schritt besteht deshalb darin, das Geschäft bei Institutionen wie der jeweiligen IHK (Industrie- und Handelskammer), in lokalen Branchenbüchern oder regionalen Netzwerken zu registrieren, die die die Zielgruppe nutzt.

Wer denkt, dass der Einfluss von Branchenbüchern aufgrund der Digitalisierung zurückgegangen ist, der irrt. Zum einen erreicht man damit auch die ältere Generation, zum anderen bieten Unternehmen wie Das Örtliche ihren Service heutzutage auch online an. Viele Verbraucher nutzen diese Suchfunktion, um beispielsweise im Raum Stuttgart eine Telefonnummer zu bekommen oder sich über Öffnungszeiten von Geschäften zu informieren.

Kunden emotional bei Entscheidungen unterstützen

Mit solchen Registrierungen kann man Kontakte knüpfen, ein Netzwerk aufbauen und die eigene Reichweite verbessern. Hat man dafür gesorgt, dass man von potenziellen Kunden gefunden werden kann, sollte man diesen aber auch vermitteln, dass sie den Service brauchen, den man anbietet. Dafür muss man den Kunden heutzutage vor allem emotional erreichen. Gefällt dem Kunden das jeweilige Produkt, ist es für die Kaufentscheidung mitunter zweitrangig, ob er es überhaupt wirklich benötigt.

Um Kunden Produkte schmackhaft zu machen, kann man beispielsweise eine Eröffnungsfeier, Tastings oder ähnliche Veranstaltungen anbieten – je nachdem, was man vertreibt. Eine angemessene Ankündigung im Netzwerk sowie Plakate in der Nähe des Geschäfts sind Grundvoraussetzung, dass solche Events zum Erfolg werden. Zudem bekommt man auf diesem Wege auch Laufkundschaft. Unabhängig davon, ob es sich um Stamm-, Neukunden oder Laufkundschaft handelt: Es ist wichtig, in der Interaktion mit potenziellen Kunden Emotionen zu zeigen und das Verkaufsgespräch nicht als nüchternen Prozess abzuwickeln.

Website mit lokalem Bezug

Ohne einen seriösen und ansprechenden Internetauftritt geht heutzutage fast nichts mehr. Schließlich führt für viele Menschen der erste Weg zu Google, wenn es darum geht, sich über den gewünschten Service zu informieren. Umso wichtiger ist ein ansprechendes Design der Webseite. Dazu gehört nicht nur das Aussehen, ebenso entscheidend ist, dass die Informationen übersichtlich aufbereitet sind und einen echten Mehrwert bieten. Zudem ist es wichtig, bei lokalen Suchanfragen in den Suchmaschinen-Rankings möglichst weit oben platziert zu sein. Ein Eintrag in Google My Business ist darum ein Muss.

Interaktion und persönliche Ansprache

Für Neukunden stellt sich zudem die Frage, wieso sie sich für ein Produkt von genau diesem Unternehmen entscheiden sollen. Schließlich könnten sie den Service vielleicht auch woanders in Anspruch nehmen. Aus diesem Grund sollten besonders Kleinunternehmer eine persönliche Beziehung zu ihren Kunden aufbauen – beispielsweise über soziale Netzwerke wie Facebook. Hat man dort ein Profil für sein Geschäft angelegt, ist man darüber für Stamm- und Neukunden erreichbar. Die Zeit für eine freundliche Antwort sollte man sich unbedingt nehmen, andernfalls besteht die Gefahr, dass man negativ bewertet wird.

Auch die Freundlichkeit in der regionalen Filiale ist ausschlaggebend für zufriedene Kunden, denn an das Verhalten der Mitarbeiter erinnert man sich sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Letztendlich hängt die Strategie stets vom Produkt oder Service ab, den man anbietet. Deshalb sollte man die Maßnahmen immer an die Zielgruppe anpassen. Dann zahlen sie sich aus – und zwar für beide Parteien.

Teilen:
Weitere Artikel
Rabatte mit Strategie: Wie Gutscheinmarketing im E-Commerce profitabel bleibt
Business
Rabatte mit Strategie: Wie Gutscheinmarketing im E-Commerce profitabel bleibt

Rabattaktionen gehören inzwischen zum festen Instrumentarium vieler Onlineshops. Sie können neue Kunden gewinnen, Kaufentscheidungen beschleunigen und den Absatz ausgewählter Produkte erhöhen. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass häufige Preisnachlässe die Marge belasten und Kunden daran gewöhnen, nur noch mit einem Gutschein zu bestellen. Erfolgreiches Gutscheinmarketing besteht deshalb nicht darin, möglichst hohe Rabatte zu verteilen. Entscheidend ist eine Strategie, bei der Zielgruppe, Zeitpunkt, Mindestbestellwert und wirtschaftliches Ziel aufeinander abgestimmt werden. Warum Kunden vor dem Kauf nach Gutscheincodes suchen

6 Min. LesezeitLesen
ZEG Berlin: Vom Ost-Berliner Forschungsinstitut zum europäischen Spezialisten für Real-World Evidence
Business
ZEG Berlin: Vom Ost-Berliner Forschungsinstitut zum europäischen Spezialisten für Real-World Evidence

Wenige Berliner Unternehmen verbinden die jüngere deutsche Geschichte so unmittelbar mit einem hochspezialisierten, international gefragten Geschäftsfeld wie die ZEG Berlin GmbH Zentrum für Epidemiologie und Gesundheitsforschung. Aus einem Forschungsinstitut der DDR-Akademie der Wissenschaften ist binnen drei Jahrzehnten ein Beratungs- und Forschungsunternehmen geworden, das Pharma- und Medizintechnikunternehmen in ganz Europa bei sicherheitsrelevanten Studien begleitet. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, findet auf der Unternehmensseite zeg-berlin.de Einblicke in Expertise, Leistungsspektrum und aktuelle Publikationen. Für Unternehmerinnen und Unternehmer aus anderen Branchen lohnt der Blick auf ZEG Berlin auch deshalb, weil das Beispiel zeigt, wie sich aus einer historischen Umbruchsituation heraus ein tragfähiges, hochspezialisiertes B2B-Geschäftsmodell entwickeln lässt. Wurzeln im geteilten Berlin: von der Akademie der Wissenschaften zur eigenständigen GmbH Die Geschichte von ZEG Berlin beginnt nicht 1990, sondern schon in den 1960er-Jahren am epidemiologischen Studienzentrum der Humboldt-Universität Berlin an der Charité. Dort arbeiteten die Epidemiologen Professor Siegfried Boethig und Professor Lothar A. J. Heinemann an bevölkerungsbezogenen Querschnittsstudien, zunächst mit Schwerpunkt Herz-Kreislauf-Gesundheit. Boethig leitete zudem zeitweise die Cardiovascular Disease Unit der Weltgesundheitsorganisation in Genf. In dieser Zeit wirkten die Berliner Epidemiologen an internationalen Projekten wie der WHO-MONICA-Studie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, dem WHO-OC-Projekt zu oralen Kontrazeptiva und dem globalen INTERSALT-Projekt zum Zusammenhang zwischen Kochsalzaufnahme und Blutdruck mit. Ergänzend liefen an dem Institut die Präventionsprogramme CANON und CINDI, die auf die Vorbeugung nicht übertragbarer Erkrankungen zielten.

6 Min. LesezeitLesen
Einzelunternehmen gründen – der Praxisguide für 2026
Business
Einzelunternehmen gründen – der Praxisguide für 2026

Wer ein Einzelunternehmen gründen möchte, braucht weder Mindestkapital noch einen Gesellschaftsvertrag. Als natürliche Person können Sie direkt starten. Die Anmeldung beim Gewerbeamt und die steuerliche Erfassung über das Finanzamt genügen, die Gründungskosten bleiben meist unter 100 Euro. Dieser Praxisguide führt Sie Schritt für Schritt durch den Gründungsprozess 2026, liefert konkrete Steuervergleiche, zeigt Haftungsrisiken samt Gegenmaßnahmen und erklärt aktuelle Anforderungen wie die E-Rechnung-Pflicht. Das Wichtigste im Überblick Ein Einzelunternehmen lässt sich 2026 ohne Mindestkapital und Gesellschaftsvertrag gründen. Gewerbeanmeldung und steuerliche Erfassung kosten zusammen meist unter 100 Euro.

11 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite