Steuertipps·
business-on.de Redaktion
business-on.de Redaktion
·
22. Februar 2011

Freiwilliger Verzicht löst Schenkungsteuer aus

Denn durch die Aufgabe des Wohnrechts handelt es sich um eine freigebige Zuwendung. Auf der einen Seite ist eine Vermögensminderung eingetreten, weil dem Berechtigten sein Wohnrecht verlustig gegangen ist und das Vermögen des Hausbesitzers ist dagegen gemehrt worden. Dieser ist nunmehr berechtigt, die bisherige Bewohnerin von der Nutzung der Räume auszuschließen und die Flächen selbst zu nutzen oder zu vermieten. Damit hat das Grundstück für ihn insoweit eine Wertsteigerung erfahren, als er es ohne die im Grundbuch eingetragene, beschränkt persönliche Dienstbarkeit veräußern kann.

Die Schenkungsteuerpflicht ist dadurch erfüllt, dass die Aufgabe des Wohnrechts nicht mit einer Gegenleistung – wie etwa mit der Zahlung eines Entgelts – verbunden war. Denn der Berechtigte war weder zur Aufgabe des Wohnrechts noch zum Verzicht auf eine Gegenleistung rechtlich verpflichtet. Bemessungsgrundlage für die Steuer ist dabei der kapitalisierte Wert des aufgegebenen Wohnrechts, bezogen auf eine lebenslängliche Nutzung nach dem Bewertungsgesetz.

Beispiel: Eine 52-jährige Frau verzichtet auf ihr Wohnrecht. Die ortsübliche Miete für eine vergleichbare Wohnung liegt bei monatlich 500 Euro.

Jahreswert des Wohnrechts(500 x 12 Monate)6.000 €
Vervielfältiger bei Alter 52(amtliche Sterbetabelle 2010)x 13,921
Bemessungsgrundlage= 83.526

VSRW-Verlag

Teilen:
Weitere Artikel
Digitale Präsenz aufbauen: Warum Unternehmen 2026 mehr brauchen als nur eine Website
Business
Digitale Präsenz aufbauen: Warum Unternehmen 2026 mehr brauchen als nur eine Website

Kleine und mittelständische Unternehmen stehen heute vor einer paradoxen Situation: Noch nie war es einfacher, eine Website zu erstellen – und noch nie war es schwieriger, damit tatsächlich Kunden zu erreichen. Die Zeiten, in denen eine hübsche Homepage ausreichte, sind längst vorbei. Wer heute im digitalen Raum Fuß fassen will, braucht eine durchdachte Strategie, die alle Kanäle miteinander verbindet. Viele Unternehmen entscheiden sich daher, eine Full-Service Digitalagentur anfragen zu können, die nicht nur Websites baut, sondern ganzheitliche digitale Ökosysteme entwickelt. Der Unterschied zwischen Online-Präsenz und digitaler Sichtbarkeit Eine Website zu haben bedeutet nicht automatisch, gefunden zu werden. Tausende Unternehmen investieren in ansprechende Webdesigns, nur um festzustellen, dass ihre Seiten in den Suchergebnissen auf Seite fünf oder sechs landen – ein digitales Niemandsland, das praktisch unsichtbar ist. Die Herausforderung liegt darin, Präsenz in Sichtbarkeit zu verwandeln.

5 Min. LesezeitLesen
Die besten Verbraucherportale im Vergleich: Orientierung im Informationsdschungel
Ratgeber
Die besten Verbraucherportale im Vergleich: Orientierung im Informationsdschungel

Verbraucher stehen heute vor einer Vielzahl an Entscheidungen – vom Kauf technischer Produkte über Vertragsabschlüsse bis hin zu Fragen rund um Energie, Haushalt oder Digitalisierung. Gleichzeitig wächst das Angebot an Informationen im Internet stetig. Vergleichsportale, Testberichte und Ratgeber versprechen Orientierung, doch nicht alle Inhalte sind gleich zuverlässig oder hilfreich. Gerade in Zeiten, in denen Kaufentscheidungen zunehmend online getroffen werden, gewinnen Verbraucherportale eine zentrale Rolle. Sie bündeln Informationen, bereiten komplexe Themen verständlich auf und helfen dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen. Doch welche Plattformen überzeugen wirklich durch Qualität, Transparenz und Mehrwert? Die Unterschiede sind oft größer, als es auf den ersten Blick scheint. Während einige Portale auf oberflächliche Vergleiche setzen, bieten andere tiefgehende Analysen, unabhängige Bewertungen und praxisnahe Empfehlungen. Für Nutzer wird es daher immer wichtiger, die Qualität eines Portals richtig einschätzen zu können.

8 Min. LesezeitLesen
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  
Handel
RFID oder Barcode: Welche Technologie ist die richtige Wahl?  

In vielen Branchen ist die berührungslose Identifikation von Produkten und Gegenständen Pflicht oder zumindest sinnvoll. Wenn du selbst die Entscheidungsgewalt hast, wirst du irgendwann vor der Frage stehen, ob Barcodes oder RFID-Etiketten die sinnvollere Lösung für dich und dein Business sind. Beide Möglichkeiten haben einen Mehrwert, unterscheiden sich aber deutlich voneinander. Für welche Lösung du dich entscheidest, hängt von deinen Bedürfnissen und von der jeweiligen Industrie ab. Das sind die größten Unterschiede zwischen RFID und Barcode Um die richtige Wahl zu treffen, musst du zunächst die Unterschiede zwischen den beiden Systemen kennen. Während der klassische Barcode auf optischer Erkennung basiert, nutzt RFID (Radio Frequency Identification) elektromagnetische Wellen. Das hat massive Auswirkungen auf deinen Arbeitsalltag.

5 Min. LesezeitLesen
Zur Startseite
Freiwilliger Verzicht löst Schenkungsteuer aus | business-on.de